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Blog - Tag des Briefeschreibens- Ein Tag für Herz und Hand

01.09.2018
Tag des Briefeschreibens- Ein Tag für Herz und Hand

Wann haben Sie Ihren letzten handschriftlichen Brief geschrieben? Für Ihre Bewohner gehörten klassische Briefe zum Leben. E-Mails und SMS gab es früher nicht und selbst ein Telefon hatten viele erst später in ihrem Leben. Briefe waren die Kontaktmöglichkeit. Meine Großmutter hat z. B. ihren ersten Liebesbrief von einem Jungen ihr Leben lang aufgehoben. Darauf klebte ein gepresstes Gänseblümchen und er war noch in altdeutscher Schrift verfasst.

Wie dieser Tag entstanden ist

Diesen Aktionstag gibt es erst seit 2014. Er wurde von dem australischen Künstler, Fotografen und Autor Richard Simpkin ins Leben gerufen. Er wollte dafür sorgen, dass Briefen wieder mehr Bedeutung und Wertschätzung entgegengebracht wird. Er glaubt, dass Briefe viel mehr Persönlichkeit besitzen als z. B. E-Mails, weil sie Eselsohren oder individuelle Flecken haben können. Zudem kann man mit ihnen z. B. einen Geruch an den Empfänger transportieren.

Schicken Sie gemeinsam Post an die Lieben

Der Sinn dieses Aktionstages ist, einen Brief zu schrieben und zu versenden. Dies kann an einen lieben Verwandten, einen alten Freund oder eine andere frei gewählte Person sein. Sprechen Sie mit Ihren Bewohnern darüber und bieten Sie in Einzel- oder Gruppenangeboten an, beim Schreiben eines Briefes zu unterstützen.

Kalligrafiestifte verschönern die Briefe Ihrer Bewohner

Allgemein hängt das eigene Schriftbild auch von dem Schreibwerkzeug ab, welches man benutzt. Mit Kalligrafiestiften können Ihre Bewohner sehr hübsche Briefe gestalten. Es gibt sie als Füller, aber auch als Filzstift, z. B. von Edding. Letztere sind deutlich leichter zu handhaben als ein Füller. Natürlich können auch alle anderen Stifte verwendet werden. Entscheiden Sie sich für die, die für Ihre Bewohner am besten zu handhaben sind. Sie können Ihre Bewohner auch dazu motivieren, ihre Briefe mit kleinen, selbst gemalten Bildern zu verschönern, etwa einer kleinen Blume oder einer Sonne.

Der erste Liebesbrief: Erinnerungsarbeit zu wichtiger Post

Oft ist der erste Brief von der ersten Liebe etwas ganz Besonderes und bleibt lange im Gedächtnis. Einige Ihrer Bewohner werden sich daran erinnern. Manche entsinnen sich vielleicht eher anderer wichtiger Briefe. Stellen Sie hierzu z. B. diese Fragen:

  • „Haben Sie gern Briefe geschrieben?“
  • „Hatten Sie mal einen Brieffreund oder eine Brieffreundin?“
  • „Erinnern Sie sich an einen Liebesbrief, den Sie bekommen oder selbst geschrieben haben?“
  • „Gibt es wichtige Briefe aus Ihrem Leben, die Sie bis heute aufgehoben haben?“

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