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Blog - Tagespflegestopp: Wuppertal lässt Pflegebedürftige im Regen stehen

28.11.2017
Tagespflegestopp: Wuppertal lässt Pflegebedürftige im Regen stehen

Mit einem unbegründeten Stopp für neue Tagespflegeangebote lässt die Stadt Wuppertal Pflegebedürftige und deren Familien im Regen stehen. Das kritisiert die nordrhein-westfälische
Landesgruppe des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) und warnt vor ähnlichen Entwicklungen in anderen Kommunen.

Probleme für Familien

„Kaum eine Unterstützung hilft pflegenden Angehörigen als ergänzende ambulante Versorgung so sehr wie ein Tagespflegeplatz. Das zeigt die nicht nur überall in NRW steigende Nachfrage
nach solchen Betreuungsplätzen für die Tageszeiten, an denen pflegende Angehörige arbeiten gehen oder eigene Angelegenheiten regeln. Dass die Stadt Wuppertal jetzt das Wachstum dieses
Bereiches aus vermutlich rein finanziellen Überlegungen stoppt, wird viele Familien vor Probleme stellen“, sagt der bpa-Landesvorsitzende Christof Beckmann.

In einer „Örtlichen Planung“ hatte die Verwaltung dort verbindlich festgelegt, dass keine neuen Tagespflegeplätze in der Stadt mehr entstehen sollen. Dazu hat die Kommune seit einer Gesetzesänderung die rechtliche Möglichkeit. „Landesweit gibt es jedoch nur für etwa 10 % der Anspruchsberechtigten auch Tagespflegeplätze. In Wuppertal wird das nicht anders sein. In dieser Situation von einem gedeckten Bedarf zu sprechen, ist völlig absurd“, erklärt Beckmann. Das hat zur Folge, dass nun hilfesuchende Familien dort keine Tagesbetreuung für pflegebedürftige Angehörige mehr finden könnten.

„Leider haben sich unsere Befürchtungen bewahrheitet: Wenn die Kommunen, die für alle Tagespflegegäste einen Teil der Kosten tragen müssen, den Daumen über neue Tagespflegeangebote
heben oder senken können, dann werden diese wichtigen Angebote für Pflegebedürftige und deren Angehörige zur fiskalischen Verfügungsmasse“, so Beckmann. Fazit: Es ist zu befürchten, dass es zukünftig landesweit zum Mangel an Tagespflegeangeboten kommt, wenn Kommunen den Bedarf anhand der entstehenden Kosten festlegen und Angebote verhindern. Hier muss dringend
gegengesteuert werden.

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