Verlag & Akademie

Brandenburg investiert in Pflegeausbildung und erntet Lob

13.02.2017

Brandenburg zählt zu den dünn besiedelten Bundesländern in Deutschland und beklagt einen hohen Mangel an Pflegepersonal. Um dieses Problem zu minimieren, investiert das Bundesland verstärkt in die Ausbildung von Altenpflegehelfern. Thomas Greiner, Präsident des Arbeitgeberverbandes Pflege, hat nicht nur Lob für das Vorhaben und äußert sich wie folgt.

Neben dem Zuspruch zur Bereitschaft für Investitionen in Ausbildungsmaßnahmen merkt Greiner an, dass er kein Befürworter der generalisierten Ausbildung sei. Im Gegenteil, er bezeichnet das Beispiel Brandenburg als Zeichen für das politische Tohuwabohu um die Ausbildung in der Altenpflege.

Greiner sieht den Bedarf nicht in „studierten“ Pflegekräften, sondern eher in dem Bereich der direkten Hilfe am Menschen. Um jedoch die Ausbildungszahlen erfreulich ansteigen zu lassen, benötigen wir eine Umlagefinanzierung in der Altenpflegeausbildung, so Greiner. Dies wird in Nordrhein-Westfalen bereits praktiziert – durchaus mit Erfolg (Anm. der Redaktion).

Greiner geht noch einen Schritt weiter und beschreibt den Umstand, dass in vereinzelten Bundesländern (z. B. Mecklenburg-Vorpommern) Auszubildende Schulgeld zahlen müssten, als Skandal. Das Etikett der Steinzeit vergibt der Präsident zudem für das noch immer existierende Personalbemessungssystem.

Der Verbandspräsident fordert einen bundesweit einheitlichen „Ausbildungsmasterplan“, in dem die Ausbildungsdauer klar geregelt sein sollte. Bisher ist festzustellen, dass die Dauer der jeweiligen Schulungen höchst unterschiedlich ist. Aus Sicht der Redaktion ist es nicht nur die Dauer, sondern auch die Inhalte. Die Kleinstaaterei sollte in der Tat aufhören.

Nein, Danke