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Der MDK prüft auch Ihre Dienstplanung – Das sollten Sie beachten

08.05.2015

Nicht nur die Dienstpläne Ihrer Pflegekollegen werden bei externen Prüfungen unter die Lupe genommen, auch die Einsatzplanung der Sozialen Betreuung muss bestimmten Kriterien entsprechen. Je nach Größe Ihrer Einrichtung ist dies eine besondere Herausforderung: In kleineren Häusern sind manchmal nur eine Betreuungskraft und ein Betreuungsassistent tätig. Zahlenmäßig sind Sie also Ihren Pflegekollegen in der Regel weit unterlegen. Dennoch muss die Planung erkennen lassen, dass Sie sich an den geforderten Kriterien orientieren.

Der Wochenplan sollte Grundlage Ihrer Dienstplanung sein

Bei externen Prüfungen müssen Sie sowohl Ihren Dienst- als auch Ihren Wochenplan vorlegen. Da die Wochenplanung Ihrer Beschäftigungsangebote anhand der Transparenzkriterien überprüft wird, ist es sinnvoll, diesen als Basis für Ihre Dienst- und Urlaubsplanung zu nehmen.

Worauf Sie dabei besonders achten sollten, können Sie der Checkliste entnehmen. Drucken Sie sich zur Überprüfung Ihren aktuellen Dienst-, Urlaubs- und Wochenplan aus und gleichen Sie diese Pläne mit den einzelnen Punkten ab.

Checkliste: Beachten Sie folgende Punkte bei Ihrer Dienstplanung in der Sozialen Betreuung?

  • Sie planen die Dienste zu unterschiedlichen Tageszeiten ein.
  • An den Wochenenden planen Sie regelmäßig Betreuungsangebote. Dies ist auch Ihrem Dienstplan zu entnehmen.
  • Sie versuchen, möglichst viele Zeiträume mit Betreuungsangeboten abzudecken, so ist z. B. bei 2 Kollegen einer am Vormittag und der andere am Nachmittag anwesend.
  • Es haben nicht alle Kollegen der Sozialen Betreuung gleichzeitig Urlaub. Hier stimmen Sie sich ab, sodass möglichst viele Mitarbeiter gleichzeitig im Dienst sein können.
  • Sie haben eine prospektive Fortbildungsplanung. Diese muss bei Prüfungen vorgelegt werden können.
  • Bei der Planung beachten Sie ebenfalls, dass nicht gleichzeitig alle Kollegen bei einer Fortbildung oder im Urlaub sind.
  • Interne Schulungen wie z. B. Infektionsschutz- oder Hygienebelehrungen werden zu Uhrzeiten geplant, in denen eher keine Betreuungsangebote stattfinden.
  • Schwierig zu besetztende Dienste decken Sie, wenn möglich, durch Honorarkräfte oder mit Unterstützung ehrenamtlicher Helfer ab.
  • Auch bei möglicher Gleitzeit stehen Ihnen zur Planung unterschiedliche Kürzel für Dienstzeiten zur Verfügung, damit im Voraus die tatsächlichen Uhrzeiten nachzuvollziehen sind.
  • Bei Krankheitsausfällen unterstützen Sie sich Ihren Möglichkeiten entsprechend, d. h., es sollte lieber die Anzahl der Betreuungen pro Bewohner zurückgefahren werden, damit nicht einzelne Bewohner in dieser Zeit gar keine Betreuung erfahren.

Auswertung: Überprüfen Sie anhand der Checkliste Ihre derzeitige Planung. Überlegen Sie anschließend gegebenenfalls mit Ihrem Vorgesetzten, wo Änderungsbedarf besteht und welche Möglichkeiten Sie in Ihrer Einrichtung haben. Machen Sie Ihre Überlegungen und Anpassungen anschließend ebenso für Ihre Pflegekollegen transparent. Auch bei der nächsten externen Überprüfung macht es einen guten Eindruck, wenn Sie offen über Ihre Änderungen und deren Ziel berichten.

Suchen Sie sich Unterstützung für die Wochenenden

Nicht nur in der Pflege, auch in der Betreuung ist jede helfende Hand gern gesehen.  Mit wenigen Köpfen den Dienstplan nach diesen Kriterien abzudecken kann eine Herausforderung sein. Nutzen Sie deshalb jede Unterstützung, die Sie bekommen können. Besonders an den Wochenenden ist die Hilfe ehrenamtlicher Helfer Gold wert.

Eine Möglichkeit ist, in Kontakt mit der örtlichen Kirchengemeinde zu treten und zu erfragen, ob es dort Freiwillige gibt, die jeweils einen Ihrer Pflegekunden zum sonntäglichen Gottesdienst begleiten würden. Vielleicht schaffen Sie es, eine Art Patenschaft en zu arrangieren. Sicherlich müssten Sie anfangs Zeit investieren, mit etwas Übung und festen Absprachen mit Ihren Pflegekollegen vor Ort dürft en diejenigen es anschließend aber auch ohne Ihre Begleitung schaff en.

Damit diese Angebote bei externen Prüfungen nicht unter den Tisch fallen, bitten Sie Ihre ehrenamtlichen Helfer, die Namen in einer Teilnehmerliste festzuhalten. So können Sie anschließend nachweisen, dass diese zusätzlichen Angebote auch tatsächlich regelmäßig stattfinden.

 

Weitere Informationen zum Thema „Dienstpläne und Personaleinsatz” finden Sie in HeimManagement kompakt

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