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Das sind die einzelnen Phasen der Palliativpflege

12.09.2018

Auch wenn Sie sich nicht auf Palliativpflege spezialisiert haben, widmen Sie sich täglich schwer kranken und hochbetagten Menschen mit sehr begrenzter Lebenserwartung. Auch wenn Sie keine spezielle vertraglich vereinbarte Sterbebegleitung erbringen, möchten Sie Leid lindern und Schmerzen nehmen, und genauso wie die Palliativpflege und Palliativmedizin verfolgen Sie das Ziel, Ihren Patienten eine möglichst hohe Lebensqualität bis zum Lebensende zu ermöglichen.

Da Ihr Patient verschiedene Krankheitsstadien durchläuft, kommt es auch immer wieder zu Änderungen der Behandlungsprioritäten. Daher sollten Sie als Pflegekraft die einzelnen Phasen in der Palliativpflege kennen, damit Sie zusammen mit dem behandelnden Arzt Ihres Patienten die verschiedenen pflegerischen und medizinischen Maßnahmen an das jeweilige Krankheitsstadium anpassen können.

Nachfolgend haben wir die verschiedenen Phasen der palliativen Versorgung dargestellt und kurz erläutert.

1. Palliativ-Therapie-Phase

Eine Krankheit wird in dieser Phase als unheilbar erkannt und akzeptiert. Neben einer symptomorientierten Therapie wird auch weiterhin die Grunderkrankung behandelt (z. B. durch eine palliative Chemo-, Strahlen- oder Immuntherapie). Ziel ist hierbei nicht mehr die Heilung des Patienten, sondern die Lebensverlängerung und eine gute Kontrolle aller belastenden Symptome.

2. Palliativ-Care-Phase

Durch das Fortschreiten der Grunderkrankung stehen die damit verbundenen Symptome im Vordergrund. Es wird in der Regel von einer weiteren Behandlung der Grunderkrankung abgesehen. Behandelt werden alle beeinträchtigenden Symptome. In dieser Phase ist nicht mehr die Lebensverlängerung das Ziel der Behandlung, sondern eine Verbesserung der Lebensqualität.

3. Terminalphase

In dieser Phase ist die Krankheit schon sehr weit fortgeschritten und mit dem Versterben des Patienten muss innerhalb der nächsten Tage gerechnet werden. Im Vordergrund steht zu diesem Zeitpunkt nur noch die Behandlung der Symptome des Patienten. Insbesondere sind dies Atemnot, Verweigerung der Nahrungsaufnahme, Schwäche, Unruhe und Angst. Um den Patienten nicht weiter zu belasten, werden zu diesem Zeitpunkt auch alle bisher durchgeführten prophylaktischen Maßnahmen eingestellt.

4. Sterbephase

Der Tod des Patienten ist in dieser Phase innerhalb der nächsten Stunden zu erwarten. Gefordert ist hier die maximale Therapie der Symptome (z. B. Angst, Unruhe, Atemnot etc.). Mitunter kann auch eine palliative Sedierung für den Patienten erforderlich sein, wenn er unter zu großen Angstzuständen leidet. Patienten in der Sterbephase sollten niemals aus ihrer gewohnten Umgebung verlegt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht allein gelassen werden, es sei denn, dies entspricht ihrem Wunsch.

Übersicht: Krankheitsstadien und deren Therapieformen

TherapiephaseKrankheitsphaseLebensstadienTherapieformenTherapieziele, -erwartung
Palliativ-Therapie-PhaseUnheilbare Krankheit, die zum Tod führtMonate bis Jahresymptomatische Therapie, spezielle Therapie der Grunderkrankung (Chemo-, Strahlen- oder Immuntherapie)- Lebensverlängerung
- Prophylaxe
- Steigerung der Lebensqualität
- Kontrolle belastender Symptome
Palliativ-Care-PhaseZunahme der belastenden Symptome durch Fortschreiten der KrankheitTage bis Wochensymptomatische Therapie nur in speziellen Fällen; Fortführung der Therapie der Grunderkrankung- Prophylaxe
- Steigerung der Lebensqualität
- Kontrolle belastender Symptome
TerminalphaseEndstadium der ErkrankungStunden bis Tagesymptomatische Therapie- Steigerung der Lebensqualität
- Kontrolle belastender Symptome
SterbephaseSymptome des unmittelbar bevorstehenden TodesMinuten bis StundenTherapie, die sich maximal an den Symptomen orientiert- Kontrolle belastender Symptome

Tipp: Diese Übersicht können Sie für Ihre Mitarbeiterfortbildung nutzen.

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