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Wie Sie effizient prüfen, ob Ihr Infektionsschutz greift

16.10.2020

Es ist sinnvoll und unabdingbar, dass Sie sich von der Wirkung Ihrer Infektionsprävention immer wieder aufs Neue überzeugen. Das ist deshalb nötig, weil Sie davon abhängig sind, dass Ihre Kooperationspartner Ihnen bei Verlegungen klare Informationen über Stand und Umfang möglicher Infektionen geben.

Praktische Überprüfungen zur Sicherstellung einer effektiven Händehygiene

  • Eine UV-Lampe macht gut sichtbar, wo Ihre Mitarbeiter die Hände nicht gut desinfiziert haben. Diese oder ähnliche Apparaturen können Sie über das Gesundheitsamt ausleihen. Diese Maßnahme sichert zumindest eine Weile den Erfolg der sorgfältigen Händedesinfektion.
  • Bei dem begründeten Verdacht, dass die Händehygiene bei Ihnen noch lückenhaft ist, können Sie auch an den typischen Orten wie Türklinken, PC-Tastatur, Telefonhörern eine Abklatschuntersuchung veranlassen. Diese Ergebnisse zeigen Ihren Mitarbeitern in Zahlen und Daten genau, wie wirksam Ihre Händehygiene tatsächlich ist.
  • Sie können aber auch begleitende Beobachtungen, durchführen und dabei z. B. genau auf die Uhr schauen, wie lange der Händedesinfektionsvorgang dauert. Daran können Sie auch ablesen, wie effektiv – vor dem Hintergrund der Herstellerangaben – Ihre Mitarbeiter die Händedesinfektion durchführen.
  • Intensivieren Sie diese begleitende Beobachtung, und nutzen Sie ein vollständiges Audit zur Händehygiene zur Überprüfung des Status. Laden Sie eine Gruppe von Mitarbeitern ein. Stellen Sie die Anforderung, die Händedesinfektion zu zeigen und dieses – wie in Ihrem Verfahren beschrieben – mündlich zu beschreien. Sie werden erstaunt sein, was Sie dabei alles zutage fördern.
  • Nehmen Sie Ihren Betriebsarzt mit ins Boot, und lassen Sie ihn gezielt den Zustand der Hände Ihrer Mitarbeiter untersuchen. Wenn dabei eine Vielzahl spröder, rissiger Hautzustände zurückgemeldet wird, wissen Sie genau, dass die Händedesinfektion falsch durchgeführt wird bzw. die Hautpflege von Ihren Mitarbeitern nicht ausreichend durchgeführt wird.
  • Oder überprüfen Sie doch mal den Verbrauch des Händedesinfektionsmittels! Es bietet sich an, die Verbrauchsmenge (noch effektiver pro Mitarbeiter als pro Team) zu messen. Wenn es jetzt zu einem Infektionsausbuch kommt, wissen Sie genau, wer aus dem Team sich an die Hygieneregeln hält und wer dazu eine weitere Unterweisung braucht!
  • Um sich auf eine effektive Händedesinfektion zu verlassen sollten, an allen Waschplätzen ein Seifenspender, ein Händedesinfektionsmittelspender und Handpflegecreme vorhanden sein. Begehen Sie doch die Einrichtung vor dem Hintergrund dieser Anforderung, undmachen Sie sich eine Art Bestandsplan.

Systematische Überprüfung der Wirksamkeit Ihrer Infektionsprophylaxe

Die wohl systematischste Möglichkeit, die Wirksamkeit der Infektionsprävention zu überprüfen, bietet Ihnen die Hygienevisite. Die Durchführung einer Hygienevisite gestaltet sich als Abgleich des Ist-Zustandes mit den vorher definierten Soll-Vorgaben. So können Sie kontrollieren, ob alle vorherigen Absprachen zwischen Pflegekräften und Ihnen als Leitung umgesetzt wurden.

Bevor Sie eine Hygienevisite anordnen

Prüfen Sie, wer mit welchen Kompetenzen diese Hygienevisite durchführt. Haben Sie in Ihrem Team einen Hygieneverantwortlichen oder eine Hygienebeauftragte?

  • Legen Sie mit Ihrer Hygienebeauftragten den Umfang der Hygienevisite fest. Das heißt, in vollstationären Einrichtungen sollten Sie einen Raumplan festlegen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass der Visiteur nicht in die Überforderung gerät und wichtige Details übersieht.
  • Sprechen Sie mit anderen Berufsgruppen ab, wer wann welche Visiten durchführt. So vermeiden Sie Doppelvisiten bzw. Überschneidungen der einzelnen Bereiche.
  • Effektiv ist es natürlich, wenn Sie sich zusammenschließen und gemeinsame Hygienevisiten durchführen denn 1. sehen 4 Augen mehr als 2, und wenn z. B. mit der Hauswirtschaftsleitung zusammen die Hygienevisite durchführen, haben Sie z. B. den Aspekt der Lebensmittelhygieneverordnung gleich mit abgedeckt und können so mögliche Hygienelücken z.B. in bestimmten Räumlichkeiten wie dem Speisesaal gleich mit aufdecken.

Praxistipp: Wenn Sie in Ihrer Einrichtung einen Mitarbeiter benennen wollen, der sich für die Hygiene verantwortlich fühlt, überprüfen Sie immer, ob derjenige für diese Aufgabe motiviert ist.

Manchmal übernehmen Pflegehelfer diese Aufgabe und gehen engagiert und fachlich versiert in dieser Aufgabe auf. Es muss in kleineren Einrichtungen nicht zwingend eine Pflegeperson mit 3-jähriger Berufsausbildung sein!

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