Verlag & Akademie

Bringen Sie den Geschmack von Weihnachten in Ihre Einrichtung

03.12.2018

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Lebkuchen, Nüsse oder Spekulatius, in der Weihnachtszeit gibt es zahlreiche traditionelle Leckereien. Jede Region hat ihre eigenen Spezialitäten, vom Lübecker Marzipan über Aachener Printen bis zu Dresdner Christstollen. Mit diesen wenigen Zutaten können Sie auf einfache Weise ein ansprechendes Einzelangebot für Ihre dementen Pflegekunden gestalten.

Dieser Geschmackstest regt den Gaumen an

Schulen Sie mithilfe eines kleinen Testes den Geschmackssinn, und wecken Sie Erinnerungen. Stellen Sie hierzu anhand der folgenden Übersicht eine kleine Auswahl an Leckereien zusammen. Schneiden Sie die Zutaten im Voraus je nach Bedürfnis des Pflegekunden in kleine Stücke. Geben Sie sie in eine kleine Schüssel und verdecken Sie diese.

Übersicht: Zubehör für den weihnachtlichen Geschmackstest

  • 1 Marzipankugel
  • 1 Stück Nougat
  • 1 Lebkuchen
  • 1 Spekulatius
  • 1 Stückchen Christstollen
  • 1 Vanillekipferl
  • 1 Zimtstern
  • 1 Stück Mandarine oder Orange
  • 1 Schlüssel mit Deckel, 1 kleiner Teller

Weihnachtliche Geschmacksanregung trotz PEG

Vermutlich betreuen Sie auch einige Pflegekunden, die künstlich ernährt werden. Auch für sie ist es wichtig und sinnvoll, die Geschmacksnerven regelmäßig anzuregen. Eine Möglichkeit ist es, eine Mullbinde bzw. Gaze mit kochendem Wasser abzubrühen, damit sie ihren Beigeschmack verliert, und diese mit Geschmack zu versetzen.

Am einfachsten sind dabei die beiden folgenden Methoden:

1. Tränken Sie die Mullbinde oder ein Mundpflegewattestäbchen mit Flüssigkeit

Bereiten Sie hierzu Flüssigkeiten mit weihnachtlichen Aromen vor. Hier eignen sich beispielsweise Punsch, Glühwein, Weihnachtstee, Apfelsaft mit Zimt oder Kakao mit Amaretto oder Zimt. Wenn möglich, erfragen Sie die geschmacklichen Vorlieben Ihres Pflegekunden. Tränken Sie die Mullbinde oder das Stäbchen mit der Flüssigkeit und legen Sie es für einige Minuten in die Wange des Betreffenden. Dabei muss das Ende der Mullbinde bzw. das Stäbchen aus dem Mund heraussehen, sodass Sie es festhalten können.

2. Wickeln Sie kleine Speisen in die Mullbinde ein

Hierzu eignen sich etwa ein Stückchen Marzipan oder Nougat sowie weiteres, nicht krümelndes Gebäck. Dann legen Sie die Mullbinde ebenfalls in die Wange Ihres Pflegekunden. Sprechen Sie im Voraus mit dem behandelnden Logopäden und Ihren Pflegekollegen mögliche Risiken ab, und bleiben Sie in jedem Fall während des Angebotes dabei. Halten Sie die Mullbinde bei Bedarf fest.

Frieren Sie Flüssigkeiten in Eiswürfelbehälter ein

Zur Geschmacksanregung und zum Befeuchten des Mundes eignen sich ebenfalls in Mullbinden eingewickelte Eiswürfel. Frieren Sie hierzu kleine Mengen Glühwein, Weihnachtstee oder Ähnliches ein. Hierdurch beugen Sie gleichzeitig Mundtrockenheit vor und fördern die Produktion von Speichel.

Weihnachtlicher Geschmackstest zur Sinnesanregung

Begrüßung: Wählen Sie 3–4 Zutaten der Übersicht aus, schneiden Sie sie klein, und geben Sie sie in eine Schüssel. Nehmen Sie diese mit in das Zimmer Ihres Pflegekunden, und erklären Sie, was Sie mitgebracht haben und vorhaben.

Durchführung: Bitten Sie Ihren Pflegekunden, wenn möglich, die Augen zu schließen. Nehmen Sie das 1. Stück aus der Schüssel. Legen Sie es auf den kleinen Teller, und halten Sie es unter seine Nase. Fragen Sie, was er riecht, und warten Sie ab, ob er es erkennt. Lassen Sie ihn anschließend die Zutat probieren. Vielleicht ist dann das Raten leichter. Entscheiden Sie individuell, wie Sie verfahren.

Bedenken Sie, dass es viel Vertrauen erfordert, mit geschlossenen Augen etwas in den Mund gelegt zu bekommen. Führen Sie die Probe alternativ bei geöffneten Augen durch. Bei der Durchführung geht es nicht um das korrekte Erkennen der Zutaten. Es geht um das Geschmackserlebnis an sich. Korrigieren Sie deshalb nicht, falls Ihrem Pflegekunden nicht der entsprechende Begriff einfällt.

Weiterführendes Gespräch: Regen Sie ein Gespräch über weihnachtliche Speisen an: Welches ist das Lieblingsgebäck? Gab es ein bestimmtes Festtagsessen? Gab es einen Teller mit Süßigkeiten zum Nikolaustag? Erzählen Sie auch von eigenen Eindrücken.

Lebkuchen-Brot als Weihnachtsrezept

Für Ihre etwas agileren Pflegekunden eignet es sich besonders, zur Weihnachtszeit ein köstliches Lebkuchen-Brot zu backen. Der Duft, der dann durch Ihre Einrichtung geht, kann Ihre dementen Bewohner an vergangene Tage erinnern. Es ist einfach herzustellen und man benötigt nur wenige Zutaten. Somit können Sie auch ungeübte Köche und Pflegekunden mit Demenz ins Angebot einbeziehen. Es schmeckt pur köstlich, aber auch mit Butter, Marmelade oder Honig.

Schritt 1: Vorbereitung

Drucken Sie das Rezept für das Lebkuchen-Brot aus und besorgen Sie die benötigten Zutaten:

  • 250 g Rübensirup
  • 250 g brauner Zucker
  • 125 ml Milch
  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2 Eier
  • 2 TL Lebkuchengewürz
  • 1 Portion Butter für die Form

Zusätzlich benötigen Sie:

  • Kochzeile mit Backofen, Backutensilien, Geschirr und Besteck
  • ausreichend große Arbeitsfläche, auf der alle Zutaten Platz haben und zusammengemischt werden können

Schritt 2: Durchführung

Begrüßen Sie die Teilnehmer und führen Sie das Angebot ein: „Wir backen für unser morgiges vorweihnachtliches Frühstück ein Lebkuchen-Brot.“

Schritt 3: Ablauf

Alle Pflegekunden waschen sich gründlich die Hände. Zeigen Sie Ihren Pflegekunden die Zutaten, die Sie für das Lebkuchen-Brot mitgebracht haben. Lassen Sie den Pflegekunden etwas Zeit, die Nahrungsmittel auf sich wirken zu lassen. Nun geht es ans Backen.

  1. Rübensirup, Zucker und Milch in einen Topf geben und erhitzen. Aufkochen und anschließend abkühlen lassen. Backofen vorheizen (auf 150 °C).
  2. Mischung zusammen mit Mehl, Backpulver, Eiern und Lebkuchengewürz zu einer glatten Masse rühren.
  3. Kastenform buttern und mit Teig füllen. 60–70 Minuten backen.

Möglichst jeder Teilnehmer führt, wenn nötig mit Ihrer Unterstützung, mindestens einen Arbeitsschritt durch. Räumen Sie alle gebrauchten Utensilien gleich in die Spülmaschine bzw. zurück auf den Küchenwagen.

Schritt 4: Beendigung

Danken Sie allen Beteiligten dafür, dass Sie an Ihrem weihnachtlichen Angebot teilgenommen haben.

Variationen der Durchführung: Geben Sie in den Teig vor dem Backen Rosinen oder Trockenfrüchte.

Nachbereitung

Säubern Sie den Arbeitsplatz. Stellen Sie die verwendeten Materialien an ihren Platz zurück. Reflektieren und dokumentieren Sie abschließend das Angebot. Wie rege haben sich Ihre dementen Pflegekunden am Backen des Lebkuchen-Brots beteiligt? Legen Sie fest, was sich zum Backen mit den Bewohnern noch eignet.

Wenn Sie sich für mehr praktische Betreuungsangebote interessieren, empfehlen wir Ihnen, doch mal in unser Online-Portal für die Soziale Betreuung reinzuschauen.

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