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In Bayern verfällt häufig der Entlastungsbetrag

04.02.2019

Der Sozialverband VdK beklagt eine unzureichende Abdeckung mit Anbietern, wie auch die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) einräumt. Laut VdK liegt das u. a. an den Qualifikationshürden für zugelassene Anbieter der haushaltsnahen Dienstleistungen.

Der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 € monatlich ist dafür gedacht, pflegenden Angehörigen Unterstützung in der Versorgung – vor allem im Haushalt – zukommen zu lassen. Doch offenbar wird dieser Betrag nicht allzu oft abgerufen. Das scheint an der mangelnden Abdeckung mit entsprechenden Hilfsdiensten zu liegen.

Der VdK beklagt zu hohe bürokratische Hürden, die der Gesetzgeber vorgesehen hat. So müssen in Bayern Personen, die sogenannte „haushaltsnahe Dienstleistungen“ anbieten, nachweislich eine 40-Stunden-Schulung durchlaufen. Zudem müssen die Angebote durch eine Fachkraft angeleitet werden. Das wiederum verhindert in Bayern die Entlohnung einer helfenden Nachbarin über den Entlastungsbetrag.

Derzeit gibt es bayernweit lediglich 76 Anbieter für haushaltsnahe Dienstleistungen. Was bei der Diskussion aber völlig vergessen wird, ist die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Es ist für einen professionellen Anbieter schlicht nicht finanzierbar, für einen Stundensatz von ca. 25 € einen Mitarbeiter zu stellen und diesen auch noch nachweislich von einer Fachkraft anleiten zu lassen.

Insofern ist das ganze System infrage zu stellen. Einfacher dürfte es sein, die 125 € auf den Pflegesachleistungsanspruch zu satteln, das (anteilige) Pflegegeld zugunsten des Sachleistungsanspruchs komplett zu streichen und die ambulante Pflege durch die Kostenträger hinreichend zu finanzieren. Dann könnten pflegende Angehörige professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und hätten die dringend benötigte Unterstützung.

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