Verlag & Akademie

So sorgen Sie für klare Regelungen bei einer Krankmeldung

26.09.2018

Sicher kommt Ihnen diese Situation bekannt vor: Sie haben für einen Frühdienst insgesamt 3 Mitarbeiter je Bereich geplant. Einer der 3 Mitarbeiter ist nicht zum Dienst erschienen. Die Kollegen vermuten natürlich erst einmal, dass der Betreffende verschlafen hat. Sie rufen bei diesem Kollegen an und wollen ihn wecken. Der Kollege wird telefonisch erreicht und meldet sich krank! Er habe gestern einfach vergessen anzurufen.

Nun ist die Aufregung groß. Ersatz muss kurzfristig für den Frühdienst her. In diesem Moment betreten Sie die Einrichtung. Sie versuchen erst einmal, einen Mitarbeiter aus einem anderen Bereich abzuziehen, aber leider ist hier kein Mitarbeiter frei, um auszuhelfen. Nun ist das Problem da! Mitarbeiter, die frei haben, werden angerufen und gefragt, ob sie arbeiten können. Sie haben es nach 2 Stunden endlich geschafft und einen Ersatz gefunden.

Regeln Sie die Anzeigepflicht bei Krankheit einheitlich

Sparen Sie sich diese kostbare Zeit für das Suchen der Ersatzperson und regeln Sie die Anzeigepflicht im Krankheitsfall! Damit sich dieses Szenario nicht wiederholt, ist es sinnvoll, eine Dienstanweisung für die Meldung im Krankheitsfall zu erstellen. Machen Sie Ihre Mitarbeiter darauf aufmerksam, dass sie verpflichtet sind, eine Arbeitsunfähigkeit sofort zu melden. Diese Verpflichtung ergibt sich aus § 5 Abs. 1 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG).

Danach ist der Arbeitnehmer verpflichtet, Ihnen unverzüglich seine Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer mitzuteilen. Schaffen Sie in Ihrer Einrichtung klare Regelungen. Informieren Sie alle Mitarbeiter in Form einer Dienstanweisung. Legen Sie die Pflichten von erkrankten Mitarbeitern genau fest.

Muster: Dienstanweisung „Vorgehen bei Krankmeldung“

Betrifft: Rechtzeitige Meldung im Fall einer Erkrankung

Ziel: geregelter pflegerischer Ablauf und kontinuierliche Versorgung aller Bewohner

Inhalt: Für einen jederzeitigen reibungslosen Ablauf bei der Versorgung sämtlicher Bewohner ist eine gute Personalplanung notwendig. Um auch im Krankheitsfall eines Mitarbeiters diese Versorgung gewährleisten zu können, ist es notwendig, dass alle Mitarbeiter folgende dienstliche Regeln beachten:

  • Die Krankheit ist unverzüglich, spätestens jedoch bis zum Dienstbeginn, telefonisch, per SMS, E-Mail, Fax oder durch eine dritte Person anzuzeigen.
  • Teilen Sie mit, wie lange die Erkrankung voraussichtlich dauern wird.
  • Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist ab dem 1. Krankheitstag zu erbringen.
  • Haben Sie einen Arzt aufgesucht, teilen Sie die Dauer der Arbeitsunfähigkeit sofort mit.

In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass ein Verstoß gegen diese dienstliche Regelung eine Abmahnung zur Folge haben kann.

Datum, Unterschrift Verantwortliche Pflegekraft

Stellen Sie diese Dienstanweisung auf der nächsten Teambesprechung vor. Machen Sie auch den Grund für diese Anweisung transparent. Lassen Sie sich die Kenntnisnahme dieser Anweisung von allen Mitarbeitern gegenzeichnen.

Reagieren Sie, wenn die Dienstanweisung nicht eingehalten wird

Gibt es Mitarbeiter, die die Dienstanweisung nicht einhalten, sollten Sie mit dem betreffenden Mitarbeiter ein Gespräch führen, um zu ermitteln, warum er die Dienstanweisung nicht eingehalten hat. Beim wiederholten Verstoß gegen die Dienstanweisung können Sie diesen Mitarbeiter abmahnen.

Tipp: Manche Erkrankungen kommen über Nacht. Für diesen Fall ist es sinnvoll, einen Mitarbeiter zu haben, der „immer“ einsetzbar ist. Erkundigen Sie sich z. B. bei Mitarbeitern, die zurzeit im Erziehungsurlaub sind, ob diese in Ausnahmefällen angerufen werden können. Oder schalten Sie in Ihrer Tageszeitung ein Stellengesuch, in dem Sie einen Mitarbeiter oder eine Aushilfe für solche Notfälle suchen. Ich weiß von vielen ehemaligen Kollegen, die jetzt wegen Kinderbetreuung zu Hause sind, dass sie sich so einen kurzfristigen Einsatz sehr gut vorstellen können.

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