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Wie Sie Lücken beim Infektionsschutz aufdecken und wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ergreifen

30.10.2020

Sie haben das Instrument der Hygienevisite angewendet und werten es aus. Dabei haben Sie in der Auswertung der Hygienevisite Fehler festgestellt, die sich in 2 Kategorien einordnen lassen: personenbezogene Einzelfehler (wie z. B. die 20-jährige Mitarbeiterin, die sich so gern schöne Fingernägel gestalten lässt) und / oder team- oder systembezogene Fehler (wie z. B. kein Anstieg im Verbrauch von Desinfektionsmittel bei der letzten Infektionswelle). Jetzt geht es für Sie darum, angemessene Maßnahmen zur Verbesserung einzuleiten.

Wirkungsvolle Maßnahmen bei personenbezogenen Einzelfehlern

  • Mitarbeitergespräch: Sie bitten die Mitarbeiterin zu einem Gespräch und erläutern ihr noch einmal die Zusammenhänge von „gestylten“ Fingernägeln und Händehygiene. Bitten Sie die Mitarbeiterin auch darum, diese Erläuterungen an ihre Kolleginnen weiterzugeben.
  • Wissenstransfer: Sie bitten die Mitarbeiterin, in der nächsten Dienstbesprechung etwas zu der Personalhygiene vorzutragen.
  • Test zur Händehygiene: Sie beauftragen die Mitarbeiterin, insbesondere die Fingerspitzen / den Nagelbereich mit der UVLampe während einer Dienstbesprechung zu beleuchten, den Test auszuwerten und Schlüsse zu ziehen.

Wirkungsvolle Maßnahmen bei team- bzw. systembezogenen Fehlern

Präsentation von Zahlen, Daten, Fakten: Sie stellen die letzte Statistik vor, die den niedrigen Verbrauch von Händedesinfektionsmitteln trotz Infektionswelle dokumentiert, und bitten die Mitarbeiter, eigene Vermutungen anzustellen, zu analysieren und Schlüsse daraus zu ziehen.

  • Wissenstransfer: Sie verteilen einzelne Kapitel Ihres Hygienekonzeptes und lassen diese in Gruppen im Sinne einer Schulung in der Dienstbesprechung vorstellen. Die kreativste Darstellungsweise wird prämiert.
  • Unterweisung: Sie führen eine Unterweisung zur Hygiene durch. Anschließend verteilen Sie einen kleinen Test und werten diesen gemeinsam aus.

Durchführung eines Hygienetages:
Sie setzen jährlich einen Hygienetag an. Hier wird regelmäßig in einer Gruppe der Hygieneplan überprüft, eine andere Gruppe geht im Sinne einer Hygienebegehung durch die Einrichtung und stellt ggf. Hygienemängel, aber auch positive Hygienezustände fest. Eine andere Gruppe geht mit Händedesinfektionsmittel durch die Einrichtung und führt praktische Übungen dazu durch und sammelt Verbesserungsmaßnahmen. Eine weitere Gruppe beschäftigt sich mit konkreten Verbesserungsmaßnahmen zu Hygienethemen. Es könnten z. B. auch Angehörige und Bewohner zur Hygiene in der Einrichtung und zur Personalhygiene befragt werden. Vielleicht organisieren auch interessierte Mitarbeiter eine kleine Ausstellung zur Hygiene in der Pflege in einem Gemeinschaftsraum.

  • Produktschulung: Sie bitten den Lieferanten, eine Produktschulung durchzuführen und gleichzeitig eine praktische Übung zur Händedesinfektion anzubieten. Sicherlich gibt es bezogen auf Ihr Team noch weitere Methoden zur Schulung, die die Mitarbeiter erreichen und bleibende Wirkung hinterlassen. Denn das sollte bei allen Verbesserungsmaßnahmen immer Ihr Ziel sein: das Wissen tief zu verankern!

Praxistipp: Auswertung der Hygienevisite:Wenn rund 50 % der Fragen mit „Gut“ bewertet wurden, sollten Sie eine umfassende Schulung zum Thema „Hygiene“ zeitnah einplanen. Wenn Sie über 70 % der Fragen mit „Gut“ bewertet haben, müssen Sie als Sofortmaßnahme z. B. die nächste Dienstbesprechung zum Anlass nehmen, um entsprechende Schulungen und Unterweisungen zu den defizitären Themen durchzuführen. Planen Sie auf jeden Fall zeitnah eine Wiederholungsvisite!

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