Verlag & Akademie

Neuer Expertenstandard „Chronische Schmerzen“; Teil 4 / 4

01.06.2015

So setzen Sie ein differenziertes Schmerzassessment um

Haben Sie in einem initialen Assessment festgestellt, dass Ihr Patient unter chronischen Schmerzen leidet, muss eine differenzierte Schmerzeinschätzung vorgenommen werden.

Wie schon im dritten Teil unserer Themenwochen ausgeführt, sind sowohl die Einschätzung  der momentanen Schmerzsituation als auch die Erhebung der Schmerzgeschichte Ihres Patienten (z. B. wie Schmerzen früher erlebt und welche Erfahrungen mit Schmerzmedikamenten gemacht wurden) grundsätzliche Bestandteile eines differenzierten Schmerzassessments.

Durch die Aktualisierung des Expertenstandards muss nun die Schmerzintensität  sowohl in Ruhe als auch unter Belastung gemessen werden. Diese Neuerung liegt in der Tatsache begründet, dass  Bewegung und Belastung oftmals den Schmerz verstärken und durch den Patient eine Schonhaltung eingenommen wird.

Außerdem müssen beim differenzierten Schmerzassessment folgende Aspekte erfasst werden:

  • Schmerzlokalisation
  • Schmerzqualität
  • Schmerzempfinden
  • Zeitliche Dimension des Schmerzes
  • verstärkende und lindernde Faktoren
  • Auswirkungen der Schmerzen auf Alltagsleben, Lebensqualität und Stimmungslage Ihres Patienten
  • Schmerzmedikamentengebrauch (auch von frei verkäuflichen Präparaten)

 

Mit dem unten stehenden Musterformular lassen sich die verschiedenen Aspekte einfach und gezielt abarbeiten:

Musterformular_differenziertes-Assessment

Welche Optionen Medikamente und alternative Methoden beim Thema Schmerzmanagement bieten und wie diese richtig angewendet werden, können interessierte Pflegefachkräfte in dem Fachinformationsdienst "Qualität in der Pflege" erfahren.

 

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