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So erkennen und bannen Sie Intrigen in Ihrer Einrichtung

01.01.2021

Intrigen bahnen sich schneller an, als Sie denken, und häufig sind Sie als PDL mittendrin. Dies liegt vor allem an Ihrer Position: Denn Sie haben vermutlich auch die meisten Mitarbeiter im gesamten Haus. Entsprechend schieben die Leitungen der übrigen Bereiche lieber Ihren Mitarbeitern den schwarzen Peter zu, als Defizite im eigenen Bereich zuzugeben. Doch damit nicht genug: Auch Ihre Mitarbeiter versuchen, das System so gut wie möglich für sich auszunutzen, und geben Ihnen vor allem Informationen weiter, die für sie selbst günstig sind.

Machen Sie den Selbsttest: Haben Intrigen bei Ihnen eine Chance?

Sie als PDL müssen sowohl Intrigen unter Ihren Mitarbeitern als auch gegen sich selbst schnell und treffsicher erkennen. Prüfen Sie mit dem untenstehenden Selbsttest, wie gut Ihnen dies im Alltag gelingt und worauf Sie besonders achten sollten. Beantworten Sie die Fragen mit Ja / Nein. Bei jeder Frage finden Sie die Auswertung und Tipps zum Schutz gegen Intrigen.

Selbsttest: Sind Sie gegen Intrigen gewappnet?

1. Hinterfragen Sie Informationen über 3. Personen immer genau?

Hinterfragen Sie prinzipiell jede Information über Kollegen, Mitarbeiter oder Vorgesetzte. Recherchieren Sie grundsätzlich den Wahrheitsgehalt der Äußerung, bevor Sie sich eine Meinung bilden. Fragen Sie sich immer, wer einen Nutzen von der Verbreitung der Information hat.

2. Neigen Sie zu schnellen Entscheidungen?

Schnelle Entscheidungen basieren häufig auf einseitigen Informationen. Hierdurch laufen Sie Gefahr, Intrigenspinnerei zu begünstigen. Wenn ein Mitarbeiter Ihnen von einer Meinungsverschiedenheit im Team oder über einen Fehler berichtet, treffen Sie keine vorschnellen Entscheidungen. Besprechen Sie die Situation besser zunächst in der Übergabe mit allen Beteiligten.

3. Glauben Sie Mitarbeitern, die Ihnen Informationen zutragen, aber nicht genannt werden wollen?

Immer wenn Ihnen Mitarbeiter Informationen unter dem Siegel der Verschwiegenheit zu tragen, sollten Sie hellhörig werden. Misstrauen Sie diesen Informationen. Hinterfragen Sie vor allem sehr genau, warum der Mitarbeiter nicht genannt werden möchte. Eine wirkungsvolle Frage ist hierbei: „Wie soll ich Ihrer Meinung nach mit dieser Information umgehen?

4. Nehmen Sie es ernst, wenn ein Mitarbeiter die Intrige eines Kollegen fürchtet?

Nehmen Sie es ernst, wenn ein Mitarbeiter sich an Sie wendet, weil er die Intrige eines Kollegen fürchtet. Bagatellisieren Sie die Situation nicht, aber machen Sie sich ein eigenes Bild. Führen Sie anschließend ein Gespräch gemeinsam mit beiden Beteiligten.

5. Sollten Sie einen Kollegen ansprechen, wenn Sie vermuten, dass dieser gegen sie integriert?

Konfrontieren Sie Ihren Kollegen mit Ihrer Wahrnehmung. Sprechen Sie dabei in Ich-Botschaften, nicht in Vorwürfen. Sagen Sie etwa: „Ich habe die Situation so empfunden.“ Hierdurch ersparen Sie sich Diskussionen darüber, ob eine Situation so oder anders stattgefunden hat. Wichtig ist, dass Sie dem entsprechenden Kollegen Grenzen aufzeigen. Denn häufig suchen sich Intriganten Personen als Opfer aus, von denen sie keine Gegenwehr vermuten.

6. Ist es richtig, den Vorgesetzten einzuschalten, wenn Sie eine Intrige gegen sich vermuten.

Zunächst sollten Sie versuchen, die Situation selbst mit dem entsprechenden Kollegen zu bereinigen. Falls sich hierdurch nichts ändert, wenden Sie sich an Ihren Vorgesetzten. Denn es ist seine Aufgabe, Intrigen zu verhindern und Sie bei der Konfliktlösung zu unterstützen.

7. Können andere Kollegen Sie vor Intrigen schützen?

Ein gutes Netzwerk innerhalb Ihrer Einrichtung schützt Sie vor Intrigen. Hierdurch erfahren Sie rechtzeitig, wenn Gerüchte über Sie verbreitet werden.

Intrigen entstehen oft durch die Leitungskraft

Ob Intrigenspinnerei sich verbreiten kann, hängt vor allem von der Leitung ab. Denn Intrigen haben erst einen Sinn, wenn ein Vorgesetzter auf die verbreite- ten Gerüchte reagiert. Diese Eigenschaften bei Leitungen begünstigen das Zustandekommen von Intrigen:

  • Hierarchische Systeme rufen Macht- spiele hervor. Wenn der Chef den Mitarbeitern wenig eigene Entscheidungs- macht gibt und selbst nach undurchsichtigen Kriterien entscheidet, wird jeder Mitarbeiter versuchen, sich besser darzustellen als seine Kollegen.
  • Schwache Chefs sind empfänglicher für Schmeichelei und Zuträgerei.
  • Chefs, die zu schnellen Lösungen und Entscheidungen neigen, reagieren zumeist direkt, wenn ein Mitarbeiter ihnen von einem scheinbaren Problem berichtet.

Versuchen Sie, diese Kriterien im Umgang mit Ihrem Chef zu erkennen und bei sich selbst zu vermeiden.

Beteiligen Sie sich nicht an der Gerüchteküche

Der beste Weg, Intrigen im Keim zu ersticken, besteht in einer offenen Kommunikation. Kommunizieren Sie direkt und nicht über Dritte. Falls Ihnen Gerüchte zu Ohren kommen, tragen Sie sie nicht weiter. Fragen Sie sich besser: „Warum trägt mir jemand diese Information zu und wer hat einen Nutzen hiervon?

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