Qualität - PRO PflegeManagement https://www.ppm-online.org Fri, 28 Apr 2017 09:25:24 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.4 In 3 einfachen Schritten zur Sturzrisikoerfassung https://www.ppm-online.org/sturzrisikoerfassung-in-3-einfachen-schritten/ https://www.ppm-online.org/sturzrisikoerfassung-in-3-einfachen-schritten/#respond Fri, 28 Apr 2017 03:06:46 +0000 http://www.ppm-online.org/?p=8014 In der Pflegedokumentation müssen Sie im stationären Bereich für jeden Pflegekunden das individuelle Sturzrisiko erfassen und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen planen. Im ambulanten Dienst gilt dies nur im Rahmen des Pflegeauftrages, ansonsten müssen Sie nur zur Prävention beraten.

 

Qualitätsmanager

 

Vermeiden Sie übervorsichtige Einschätzungen

Viele Fachkräfte sind sich bei der Einschätzung noch unsicher und glauben nach wie vor, dass sie zu allen möglichen Risikofaktoren eine Prophylaxe planen müssen.

Beispiel: Herr Habicht trägt trotz leichter Kurzsichtigkeit keine Brille. Er hat eine Versteifung des rechten Beins und nimmt 12 verschiedene Medikamente ein. Er geht sicher am Rollator und unternimmt regelmäßige Spaziergänge in der Umgebung. Zudem kann er seine Fähigkeiten gut einschätzen. Daher hat er kein erkennbares Sturzrisiko.

Schätzen Sie das Risiko realistisch ein

Dennoch würden viele Pflegekräfte bei Herrn Habicht Prophylaxen planen. Der Grund: Die Kurzsichtigkeit, die Bewegungseinschränkung und zahlreichen Medikamente sind Risikofaktoren für Stürze. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie das Risiko schnell und einfach einschätzen. Das Beispiel der sturzgefährdeten Pflegekundin Frau Maier erläutert die Umsetzung.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: In 3 Schritten zur Risikoeischätzung

1. Nutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand.

Einschätzung: Ist Ihr Pflegekunde Ihrer Meinung nach sturzgefährdet?

Erläuterung: Beantworten Sie diese Frage immer zuerst, denn vermutlich können Sie das Risiko intuitiv sehr treffgenau einschätzen.

Beispiel: Frau Maier ist sturzgefährdet, da sie immer wieder Dinge vom Boden aufhebt, obwohl sie leicht das Gleichgewicht verliert.

2. Begründen Sie Ihre Einschätzung anhand Ihrer Beobachtungen.

Einschätzung: Warum? Warum nicht? Wie begründen Sie Ihre Einschätzung?

Erläuterung: Wie bewegt sich Ihr Pflegekunde und welches Risiko ergibt sich konkret daraus?
Hinweis: Beschreiben Sie die Bewegungsabläufe möglichst genau.

Beispiel: Die Pflegekundin geht schwankend kann und unvermittelte Bewegungen kaum ausgleichen. Sie kann sich zwar nach vorn beugen, hat aber nicht mehr die Kraft, sich wieder aufzurichten.

3. Suchen Sie nach weiteren Risikofaktoren.

Einschätzung: In der unteren Reihe sind zur Auffrischung für Sie die wichtigsten Sturzrisikofaktoren aufgezählt. Gehen Sie sie einzeln durch und prüfen Sie, ob sie auf Ihren Pflegekunden zutreffen. Falls ja, entscheiden Sie, ob sie die Sturzgefahr beeinflussen.

Erläuterung: Wie und warum beeinflusst der jeweilige Faktor konkret das Sturzrisiko? Warum trifft der Risikofaktor zwar auf den Pflegekunden zu, hat aber dennoch keine Auswirkung auf ein mögliches Sturzrisiko?

Beispiel: Ihre kognitiven Einschränkungen führen dazu, dass Frau Maier ihre Fähigkeiten falsch einschätzt. Sie wartet nicht auf Hilfe, sondern hebt die Gegenstände selbst auf. Sie ist zwar inkontinent, wechselt ihre Einlagen aber selbst, ohne dass sie hierbei das Gleichgewicht verliert. Entsprechend birgt dieser Faktor kein Sturzrisiko.

Mögliche Sturzrisikofaktoren

  • kognitive Einschränkungen/Depressionen
  • Probleme mit der Körperbalance, Veränderungen des Gangbildes, Sensibilitätsstörungen
  • eingeschränkte Bewegungsfähigkeit
  • Augenerkrankungen oder eine Fehlsichtigkeit
  • Probleme mit der Ausscheidung (z. B. Inkontinenz)
  • Erkrankungen, die zu Schwindel und/oder kurzzeitiger Ohnmacht führen können (z. B. Unterzuckerung, plötzlicher Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen)
  • Angst vor Stürzen
  • Hilfsmittel (z. B. Rollator) und Nutzung dieser Medikamente
  • komplizierte Kleidung, ungeeignete Schuhe

Planen Sie nur sinnvolle Maßnahmen

Die Hauptursache für Stürze besteht bei Frau Maier durch die Fehleinschätzung ihrer Kräfte und ihrem Bedürfnis nach
Selbstständigkeit. Geeignete Maßnahmen sind in diesem Fall regelmäßige Erinnerungen daran, dass sie mit dem Aufheben warten soll. Außerdem könnte eine Greifhilfe ihr das Bücken ersparen. Gängige Prophylaxemaßnahmen wie etwa sicheres Schuhwerk und Stolperfallen müssen Sie in diesem Fall nicht planen, da dies nichts mit der aktuellen Sturzgefahr zu tun hat.

Fazit: Haben Sie keine Angst vor Fehleinschätzungen

Wenn Ihr Pflegekunde stürzt, obwohl Sie kein Risiko festgestellt hat, haben Sie seine Fähigkeiten nicht unbedingt falsch eingeschätzt. Niemand verlangt von Ihnen, dass Sie alle Eventualitäten voraussehen. Das steht ebenso im Expertenstandard „Sturzprophylaxe“, der ein allgemeines Lebensrisiko einräumt. Hiermit ist gemeint, dass sich nicht alle Stürze verhindern lassen.

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Der Qualitätsbeauftragte: Ein MUSS oder ein KANN? https://www.ppm-online.org/der-qualitaetsbeauftragte-ein-muss-oder-ein-kann/ https://www.ppm-online.org/der-qualitaetsbeauftragte-ein-muss-oder-ein-kann/#respond Fri, 21 Apr 2017 03:52:17 +0000 http://www.ppm-online.org/?p=8005 Gerücht 1: Einen Qualitätsbeauftragten (QB) muss es in der Pflege geben.

Gerücht 2: Einen Qualitätsbeauftragten (QB) muss es in der Pflege nicht geben.

Ja, was denn nun? Um den QB in der Pflege ranken sich viele Gerüchte.

 

Qualität in der Pflege

 

1. Der Qualitätsbeauftragte (QB) kann abgeschafft werden

Zum Hintergrund: Der klassische QB mit einer Stabsstelle zur Leitung ohne direkte Weisungsbefugnisse war noch nie erforderlich. Also ist es nach wie vor freiwillig, ob Sie eine haben oder nicht. Wünschenswert ja – aber aus der ISO 9001 nicht ableitbar. Auch aus den Maßstäben und Grundsätzen für die Qualität und die Qualitätssicherung nach § 113 SGB XI für die stationäre, ambulante oder teilstationäre Pflege geht nicht hervor, dass ein QB gebraucht wird. Damit macht es sich der Gesetzgeber einfach, denn so muss auch eine entsprechende Stelle nicht refinanziert werden. Einige Länder, z. B. Niedersachsen, regeln allerdings zur Refinanzierung etwas in ihren Rahmenverträgen, z. B. Niedersachsen 1:120. Unberücksichtigt dessen, was schwarz auf weiß geschrieben steht, ist es mehr als sinnvoll, eine Person mit den operativen Aufgaben des Qualitätsmanagements (QM) zu beauftragen.

2. Der Qualitätsbeauftragte (QB) ist für die Qualität verantwortlich

„Dafür habe ich ja meinen QB“, denken sich viele Leitungen, aber auch Mitarbeiter. Und sind sich der eigenen Verantwortung für die Qualität des Unternehmens nicht immer bewusst. Der QB ist aber vor allem dafür verantwortlich,

  • die Weiterentwicklung des QM-Systems zu begleiten,
  • die QM-Dokumentation formal zu erstellen und das Erarbeiten der Inhalte zu koordinieren,
  • für die Mitarbeiter ein fester Ansprechpartner für das QM zu sein,
  • Audits durchzuführen,
  • die Mitarbeiter zu schulen.

Es stimmt also nicht, dass der QB verantwortlich ist – alle sind verantwortlich, und zwar jeweils für ihr Aufgabengebiet.

3. Der Qualitätsbeauftragte (QB) muss eine Zusatzausbildung haben

Eine Zusatzausbildung ist sinnvoll, aber nirgendwo verpflichtend gefordert. Auch dieses Gerücht stimmt also nicht. Manche Menschen haben für QM ein Naturtalent oder werden einfach von der Leitung mit der Aufgabe betraut – auch ohne Talent, aber weil sich niemand anderes findet. Eine Verpflichtung zu einer Weiterbildung gibt es nicht. Wer aber eine Personalzertifizierung als QB anstrebt, sollte sich über die Richtlinien der Deutschen Akkreditierungsstelle informieren.

Fazit

Ein Qualitätsbeauftragter (QB) mit Qualifikation ist optimal, wird aber nicht bezahlt
. So oder so ist der QB als Kümmerer sinnvoll für jede Einrichtung.

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Bakteriengefahr aus dem Wasserspender bannen https://www.ppm-online.org/bakteriengefahr-im-wasserspender/ https://www.ppm-online.org/bakteriengefahr-im-wasserspender/#respond Thu, 30 Mar 2017 03:00:02 +0000 http://www.ppm-online.org/?p=7947 Meinen auch Sie es gut mit Ihren Mitarbeitern und Besuchern und haben daher einen Wasserspender zum Selbstzapfen in Ihrem Pflegedienst aufgestellt? Dann sollten Sie wissen, dass diese häufig unzulässig hoch mit krankheitserregenden Keimen und Bakterien belastet sind.

Von 799 Wasserproben aus 10 Bundesländern, die das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) untersucht hat, wurden 36 % wegen zu hoher Keimbelastung beanstandet. Das Institut warnt daher, dass die bequemen Spender insbesondere für Menschen mit einem schwächeren Immunsystem ein Gesundheitsrisiko darstellen können.

Quelle des Problems ist weniger das Wasser selbst, sondern die schädlichen Mikroorganismen im Abfüllsystem und in den Zapfvorrichtungen, besonders bei langen Standzeiten, Sonneneinstrahlung, hoher Raumtemperatur sowie mangelnder Reinigung und Desinfektion der Geräte.

Hinweis:
Es gibt 2 Arten von Wasserspendersystemen:

  1. Freistehende Wasserspender, die Wasser aus einer zu platzierenden Plastikflasche erhalten
  2. leitungsgebundene Wasserspender, die direkt an die Trinkwasserleitung angeschlossen sind

Das sollten Sie tun, wenn Sie einen Wasserspender in Ihrem Pflegedienst haben

Wenn auch Sie einen Wasserspender in Ihrem Pflegedienst haben, sollten Sie bei der Verwendung folgende Hygienemaßnamen strikt beachten:

Bei freistehenden Geräten sollte das Wasser spätestens nach 14 Tagen aufgebraucht sein, ansonsten sollten Sie den Behälter auswechseln, auch wenn er noch nicht leer ist.
Bei allen Geräten: Nach jeweils höchstens 3 Monaten sollten Sie eine Hygienewartung durchführen lassen, wobei abwechselnd eine hygienische Instandhaltung und eine komplette Reinigung sowie Desinfektion des gesamten Abfüllsystems erfolgen sollten.

Hinweis: Beachten Sie hierzu die Betriebsanweisung Ihres Gerätes.

Fazit:
Wo sich immungeschwächte Pflegekunden aufhalten (z. B. Tagespflegeeinrichtung, Gastraum Ihres Pflegedienstes oder Betreuungsgruppenraum), sollten Sie Wasserspender durch Wasserflaschen ersetzen.

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Die 7 Top-Tipps für Ihre MDK-Prüfung https://www.ppm-online.org/die-7-top-tipps-fuer-ihre-mdk-pruefung/ https://www.ppm-online.org/die-7-top-tipps-fuer-ihre-mdk-pruefung/#respond Wed, 29 Mar 2017 14:16:40 +0000 http://www.ppm-online.org/?p=5572 Brauchen Sie nicht? Wahrscheinlich. Sie haben inzwischen so oft unangekündigte MDK-Prüfungen erlebt und die Noten sind sowieso gut. Eine Zeitlang habe ich das auch geglaubt. Dann habe ich aber festgestellt, dass sich die Dinge, die in der Prüfung schieflaufen können, sich verändert haben. Es ist zwar eine gewisse Routine da, aber dennoch gibt es immer wieder an bestimmten Stellen Ärger. Beispielsweise, wenn Mitarbeiter und MDK-Prüfer aneinandergeraten. Es lohnt sich also, mit den Mitarbeitern noch einmal die folgenden Tipps zu besprechen:

Die 7 Top-Tipps für Ihre MDK-Prüfung

  • Weisen Sie den PDCA-Zyklus nach:
    Seien Sie vor allem vorbereitet auf die Frage, was Sie mit den Ergebnissen der letzten MDK-Prüfung gemacht haben. Hilfreich sind hier Auswertungen von Pflegevisiten, Maßnahmenpläne, Schulungsnachweise z. B. zu Expertentstandards. Die Stimmung ist gleich besser, wenn die Prüfer sehen, dass Sie die Prüfung trotz guter Noten ernst nehmen. Und nebenbei demonstrieren Sie, dass bei Ihnen „PDCAZyklus“ keine Worthülse ist.
  • Seien Sie gleichbleibend freundlich und professionell: Dieser Tipp ist nicht neu. Dennoch wundere ich mich immer wieder, wie viele Kollegen in der Prüfung von vornherein auf Konfrontation gehen. Sie haben doch nichts zu verbergen.
  • Schaffen Sie den berühmten MDK-Ordner ab: Qualifikationsnachweise, Listen aller Art und Besprechungsprotokolle – alles, was Sie doppelt kopieren, lochen und abheften, ist fehleranfällig. In einem gut funktionierenden QM finden Sie im Rahmen einer Prüfung benötigte Unterlagen schnell an dem für sie vorgesehenen Ort auf.
  • Nehmen Sie die Angst Ihrer Mitarbeiter vor der MDK-Prüfung ernst: Häufig werden in der Prüfung nur die Mitarbeiter präsentiert, die einer solchen Situation gewachsen sind. Nicht immer sind diese aber auch vor Ort, wenn der MDK unangekündigt kommt.
    Praxis Altenpflege
    Manchmal müssen eben diejenigen Mitarbeiter als Ansprechpartner dienen, die gerade da sind. Sie können die Mitarbeiter im Rahmen von Teamsitzungen vorbereiten. Wichtige Fragen hierbei sind:

a) Wovor haben die Mitarbeiter die meiste Angst?
b) Welche Fragen fürchten sie?
c) Wie können Sie sie unterstützen?
d) Wissen sie, wie die MDK-Prüfung abläuft, oder brauchen sie hier Informationen?

Je nachdem, was Ihre Mitarbeiter auf diese Fragen antworten, können Sie sie mit Schulungen und Informationen gezielt unterstützen. Mehr Informationen zum Schwerpunktthema "Vorbereitung auf die MDK-Prüfung“ finden Sie in "Qualität in der Pflege".

  • Werten Sie Pflegevisiten gezielt aus: So finden Sie Ansatzpunkte für kleine Schulungseinheiten, die die Fachlichkeit Ihrer Mitarbeiter fördern. Wenn Sie den Weg der Entbürokratisierung mitgehen, kommt der Fähigkeit Ihrer Mitarbeiter, dem MDK gegenüber Maßnahmen zu begründen, eine noch höhere Bedeutung zu. Themen, die sich bereits jetzt im Rahmen von MDKPrüfungen herauskristallisiert haben, sind:
  • Üben Sie mit den Mitarbeitern die Situationen ein: Sie können die Mitarbeiter in Gesprächsführung und im Umgang mit dem MDK schulen. Rollenspiele sind hier eine Möglichkeit. Viel natürlicher ist es aber, wenn Sie im Rahmen von Pflegevisiten fachliche Fragen an die Mitarbeiter richten, z. B. zur Umsetzung von Expertenstandards. Oder Sie nutzen die Teambesprechungen dazu. So werden die Mitarbeiter sicherer, wenn es darum geht, ihre fachliche Einschätzung zu begründen.
    • die initiale Einschätzung von Risiken und ihre Begründung
    • die Pflegeberichterstattung und insbesondere die Dokumentation von Abweichungen von geplanten Maßnahmen inklusive der Begründungen
    • die Dokumentation der zusätzlichen Betreuungsleistungen im stationären Bereich, und zwar insbesondere vor dem Hintergrund, dass die juristische Expertengruppe im Rahmen der Entbürokratisierung kürzlich klargestellt hat, dass es keiner Einzelleistungsnachweise mehr bedarf; d. h., es ist umso wichtiger, dass aus dem Tagesstrukturplan hervorgeht, welche Leistungen der Pflegekunde erhält
  • Der letzte und vielleicht wichtigste Tipp: Wenn Sie entbürokratisieren, kann es in der Umstellungsphase zu einer schlechteren Note kommen, weil die neuen Prozesse sich noch nicht so eingespielt haben. Na und? Stehen Sie hinter den Mitarbeitern und signalisieren Sie, dass niemandem der Kopf abgerissen wird, wenn es mal vorübergehend etwas holpriger läuft.

 

Top-Tipps für die MDK-Prüfung

Die Pflegenoten gehen, der MDK bleibt
Die Pflegenoten sollen ja nun laut PSG II bald Geschichte sein. Der MDK wird aber bleiben, auch wenn die genauen Umstände für die künftigen MDK-Prüfungen noch nicht geklärt sind. Fakt ist aber: Sie werden weiterhin einen professionellen Umgang mit den Prüfern pflegen und MDK-Prüfungen begleiten müssen.

Gehen Sie das daher weiterhin konstruktiv an.

 

 

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Chefredakteurin:
Sandra Herrgesell

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Aufgepasst: Das ändert sich in der Qualitätsprüfung ambulant https://www.ppm-online.org/aenderungen-fuer-qualitaetspruefung-ambulant/ https://www.ppm-online.org/aenderungen-fuer-qualitaetspruefung-ambulant/#respond Mon, 20 Mar 2017 03:50:11 +0000 http://www.ppm-online.org/?p=7786 Die Pflegedokumentation verliert an Bedeutung. Fehlen dort eindeutige Aussagen, soll der Prüfer von nun an Angaben von Pflegefachkräften, Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen berücksichtigen.

 

Qualität in der Pflege

 

Gestrichene Prüfkriterien

  1. Werden bei beatmungspflichtigen Menschen Vorbeugungsmaßnahmen gegen Pilzinfektionen in der Mundschleimhaut, Entzündungen der Ohrspeicheldrüse und Lungenentzündung sachgerecht durchgeführt?
  2. Wird die Katheterisierung der Harnblase entsprechend der ärztlichen Verordnung nachvollziehbar durchgeführt, dokumentiert und bei Komplikationen der Arzt informiert?
  3. Wird die Stomabehandlung entsprechend der ärztlichen Verordnung nachvollziehbar durchgeführt, dokumentiert und bei Komplikationen der Arzt informiert?
  4. Werden die individuellen Risiken hinsichtlich der Kontrakturen bei der Erbringung der Leistungen berücksichtigt?
  5. Liegen bei freiheitseinschränkenden Maßnahmen die notwendigen Einwilligungen oder Genehmigungen vor?

Neu hinzugefügte Prüfkriterien

1. Ist die Körperpflege im Rahmen der vereinbarten Leistungserbringung angemessen im Rahmen der Einwirkungsmöglichkeiten der Pflegeeinrichtung?
2. Entspricht die Bedarfsmedikation der ärztlichen Anordnung?

Die Bewertung wird strenger

Offensichtliche Ausnahmefehler in der Planung und Dokumentation (z. B. fehlendes Handzeichen) sollen nicht zu einer negativen Beurteilung des Kriteriums oder der Gesamtbeurteilung Ihres Pflegedienstes führen. Die Skalenwerte zur Notenbildung wurden jedoch etwas verschärft.

Die neue Stichprobe

Es werden 8 pflegebedürftige Kunden mit körperbezogenen Pflegemaßnahmen in die Prüfung einbezogen: Pflegegrad 2: 3 Pflegekunden, Pflegegrad 3: 3 Pflegekunden, Pflegegrad 4 und 5: 2 Pflegekunden.

Abrechnungsprüfungen

Bei allen Regel- und Anlassprüfungen wird die korrekte Abrechnung begutachtet. Es werden ein Zeitraum von mindestens 7 Tagen, davon 1 Wochenende oder 2 Feiertage, sowie gegebenenfalls weitere Tage geprüft.

Das Prüfverfahren wird bis Ende 2018 unverändert umgesetzt. Danach soll es durch ein wissenschaftsbasiertes Prüfsystem ersetzt werden.

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So gestalten Sie effektive Audits https://www.ppm-online.org/so-gestalten-sie-effektive-audits/ https://www.ppm-online.org/so-gestalten-sie-effektive-audits/#respond Thu, 16 Mar 2017 03:06:02 +0000 http://www.ppm-online.org/?p=7873 Die Expertenstandards des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege schlagen zu allen Standards Auditinstrumente vor, die Sie den jeweiligen Veröffentlichungen und kommentierten Literaturanalysen entnehmen können. Die Auditinstrumente beziehen immer die folgenden Auditmethoden ein:

  • Dokumente analysieren, z. B. hinsichtlich der Frage, ob Assessments und Formulare korrekt angewendet wurden
  • Mitarbeiter befragen, wie sie über den Standard informiert sind / informiert wurden
  • Pflegekunden und Angehörige fragen, wie sie über die Inhalte des Standards informiert / beraten wurden

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Lesen Sie hier:

3 Aspekte, mit denen Sie zuverlässige Auditergebnisse erhalten

Aussagekräftige Ergebnisse Ihrer internen Audits sind die Grundlage für Sie, um Maßnahmen für die Verbesserung abzuleiten. Damit Sie zu aussagekräftigen Ergebnissen gelangen, nutzen Sie die folgenden Tipps:

  1. Planen Sie ausreichend Zeit für das Audit ein. Insbesondere themenspezifische Audits zur Umsetzung der Expertenstandards können Sie gut an Ihre Pflegevisiten koppeln. So sparen Sie Zeit. Als Faustregel gilt: Ein internes Audit zur Umsetzung eines Expertenstandards sollte für die Beantwortung der allgemeinen Fragen die Dauer einer Stunde nicht unterschreiten. Für die Analyse der individuellen Dokumentation sollten Sie je eine weitere halbe Stundeeinplanen.
  2. Sorgen Sie dafür, dass sowohl der Originalexpertenstandard als auch Ihre einrichtungsinterne Verfahrensanweisung beim Audit in greifbarer Nähe sind. So können Sie einzelne Aspekte direkt mit den Mitarbeitern besprechen.
  3. Stellen Sie sicher, dass Sie eine geeignete Stichprobengröße auswählen. Mindestens 10 % aller vom jeweiligen Thema betroffenen Pflegekunden sollten Sie auswählen. Wenn Sie nur 2 Pflegekunden mit einer chronischen Wunde haben, wählen Sie beide.
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Das Erste-Hilfe-Paket gegen Auslastungsprobleme https://www.ppm-online.org/das-erste-hilfe-paket-gegen-auslastungsprobleme/ https://www.ppm-online.org/das-erste-hilfe-paket-gegen-auslastungsprobleme/#respond Wed, 01 Mar 2017 15:05:42 +0000 http://www.ppm-online.org/?p=7750 Stimmt die Auslastung in unserer Einrichtung nicht, dann gerät schnell die gesamte Wirtschaftlichkeit ins Wanken, nennenswerte „Polster“ können wir uns schwer aufbauen. Es ist extrem wichtig, die Gründe für einen plötzlichen oder schleichenden Auslastungsrückgang genau zu analysieren. Nur dann können Sie geeignete Gegenmaßnahmen einleiten. Mit dem folgenden Erste-Hilfe-Paket können Sie Anknüpfungspunkte finden.

 

Palliativpflege heute

 

Erste-Hilfe-Paket: So bekämpfen Sie die Auslastungsprobleme

Steigerung der Attraktivität Ihrer Einrichtung

Gehen Sie mit offenen Augen durch Ihre Einrichtung und setzen Sie die Brille eines Angehörigen und Mitarbeiters auf.

  • Ist die Sauberkeit/Hygiene in Ordnung?
  • Befindet sich das Inventar in einem guten und optisch ansprechenden Zustand?
  • Ist die Grundstimmung in der Einrichtung positiv, oder wirken Ihre Mitarbeiter unmotiviert und desinteressiert?

Lösungsansätze:

  • Setzen Sie bewusst Zeichen und erneuern Sie – sofern erforderlich – Teile des Inventars. Sie können auch versuchen, die Arbeitsbedingungen Ihrer Mitarbeiter durch die Bereitstellung von Pflegehilfsmitteln zu verbessern.
  • Gehen Sie mit dem Bewohnerbeirat ins Gespräch, binden Sie diesen aktiv ein.

Probleme im Bereich des Betriebsklimas und der Mitarbeitermotivation können Sie nicht von heute auf morgen lösen, Sie sollten aber unbedingt daran arbeiten und zusammen mit Ihren Führungskräften und der Mitarbeitervertretung gemeinsam Lösungen finden.

 

Gezielte Verbesserung der Außenwirkung

Analysieren Sie alle Internetauftritte Ihrer unmittelbaren Wettbewerber:

  • Was ist bei den Wettbewerbern ganz besonders gut gelungen?
  • Wie finden sich potenzielle Interessenten und Mitarbeiter auf Ihrer Internetseite zurecht?
  • An welcher Stelle wird bei Google Ihre Einrichtung gelistet?

Lösungsansätze:


  • Eine Überarbeitung und Auffrischung des Internetauftrittes kann Ihre Außenwirkung deutlich verbessern.
  • Sorgen Sie dafür, dass die Internetseite Ihrer Einrichtung besser gefunden wird. Hierfür gibt es Marketingexperten, die Ihre Internetseite optimieren können.
  • Tun Sie Gutes und sprechen Sie darüber. Ist Ihr Sommerfest besonders gelungen? War der Ausflug in den Zoo ein voller Erfolg? Bringen Sie Ihre Einrichtung ins Gespräch. Schreiben Sie eine positive Pressemitteilung und schalten Sie gezielt Werbung.
  • Führen Sie Gespräche mit Kooperationspartnern (Sanitätshaus, Ärzte, Apotheken etc.). Veranstalten Sie einen Tag der offenen Tür.

 

Qualitätsprobleme

Qualitätsprobleme in der Pflege sind inakzeptabel. Stimmt die Pflegequalität nicht, hat dies negative Auswirkungen auf alle anderen Bereiche Ihrer Einrichtung: unmotivierte, resignierte Mitarbeiter, eine schlechte Bewohnerversorgung, ein schlechtes Betriebsklima und hohe Mitarbeiterfluktuation. Das wird auch Ihren Besuchern nicht verborgen bleiben.

Lösungsansätze:

  • Werten Sie Ihr Beschwerdemanagement aus.
  • Nehmen Sie Ihre Führungskräfte in die Pflicht. Lassen Sie sich gezielt Lösungsvorschläge vorstellen und arbeiten Sie gemeinsam an der Verbesserung der Pflegequalität.
  • Investieren Sie in Schulungen. Fördern Sie gezielt Ihre Mitarbeiter, mittelfristig wird dies zu einer Qualitätssteigerung führen.
  • Sorgen Sie dafür, dass möglichst wenige Überstunden anfallen. Verschaffen Sie besonders belasteten Mitarbeitern mit hohen Überstundenguthaben Entlastung durch Freizeitausgleich.
  • Sollte es unausgesprochene Konflikte geben: Sprechen Sie diese offen an, versuchen Sie mit „offenem Visier“ alle Beteiligten in ein Boot zu bekommen.

Feiern Sie mit Ihren Mitarbeitern – sorgen Sie für Abwechslung zum Arbeitsalltag!

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So ermitteln Sie, ob Ihre Dokumentation einer Abrechnungsprüfung standhält https://www.ppm-online.org/dokumentation-abrechnungspruefung/ https://www.ppm-online.org/dokumentation-abrechnungspruefung/#respond Wed, 01 Mar 2017 03:52:43 +0000 http://www.ppm-online.org/?p=7722 Zum 01.01.2017 sind die neuen Qualitäts-Prüfungsrichtlinien (QPR) ambulant und stationär in Kraft getreten. Die Regelungen zur Abrechnungsprüfung sind bereits im Oktober 2016 in Kraft getreten. In die Personenstichprobe wird in diesem Zusammenhang die Abrechnung einbezogen, und zwar für einen Zeitraum von 7 Tagen, in dem möglichst 1 Wochenende enthalten sein sollte.
Wenn in diesem Zusammenhang etwas Auffälliges festgestellt wird, kann die Prüfung in eine anlassbezogene Abrechnungsprüfung umgewandelt werden.

Integrieren Sie das Thema Abrechnungsprüfung in Ihre Pflegevisiten

Nutzen Sie die unten stehende Checkliste, um im Rahmen Ihrer Pflegevisiten zu überprüfen, ob Ihre Dokumentationen für eine Abrechnungsprüfung gewappnet sind. Grundsätzlich sind die Kriterien natürlich nur zutreffend, wenn zu den genannten Themen überhaupt Leistungen vereinbart wurden.

Hygienebeauftragter

Fazit: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

„Mit der Integration der Abrechnungsprüfungen in die QPR steht die Pflege unter Generalverdacht“, sagen viele. Allerdings: „Jeder von uns würde Leistungen, die ihm zustehen, ordnungsgemäß erhalten wollen.“

Und weiterhin glaube ich, dass es nur sehr, sehr wenige schwarze Schafe gibt, die bewusst fehlerhaft abrechnen. Viel häufiger dürfte es der Fall sein, dass Fehler bei der Abrechnung und bei der Dokumentation der Leistung entstehen. Und diesen gehen Sie mit der Checkliste auf den Grund.

Checkliste zur Abrechnungsprüfung nach §136 SGB XI

 

Kriterium der QPR
Erfüllt
Für den geprüften Abrechnungszeitraum liegt ein gültiger Pflegevertrag vor.
Es ist nachvollziehbar, dass die in Rechnung gestellten körpernahen Pflegemaßnahmen
im geprüften Zeitraum erbracht worden sind.
Die körperbezogenen Pflegemaßnahmen wurden wie vertraglich beschrieben in Rechnung gestellt.
Es ist nachvollziehbar, dass alle in Rechnung gestellten pflegerischen Betreuungsmaßnahmen im geprüften Zeitraum erbracht worden sind.
Es ist nachvollziehbar, dass die Betreuungsleistungen gemäß den vertraglichen Regelungen in Rechnung gestellt worden sind.
Es ist nachvollziehbar, dass die erbrachten Hilfen bei der Haushaltsführung vertragskonform in Rechnung gestellt worden sind.
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Pflegefachkräfte optimal auf Pflegebegutachtungen vorbereiten https://www.ppm-online.org/pflegefachkraefte-optimal-auf-pflegebegutachtungen-vorbereiten/ https://www.ppm-online.org/pflegefachkraefte-optimal-auf-pflegebegutachtungen-vorbereiten/#respond Wed, 01 Mar 2017 03:25:18 +0000 http://www.ppm-online.org/?p=7733 Bestimmt kennen Sie das kleine Einmaleins der PDL. Es ist ganz einfach: Je höher die Pflegestufen Ihrer Bewohner ausfallen, desto mehr Mitarbeiter arbeiten in Ihrem Pflegebereich. Wenn sich die Arbeit auf mehr Schultern verteilt, sind die einzelnen Mitarbeiter und Bewohner zufriedener.

Dreh- und Angelpunkt dieser einfachen Rechnung sind erfolgreiche Höherstufungsanträge. In diesem Artikel finden Sie Anregungen dazu, wie Ihre Mitarbeiter Einstufungsgespräche selbstbewusst managen können.

Qualitätsmanager

Eine gute Vorbereitung der Pflegebegutachtung ist alles

Das Wichtigste in der Begutachtungssituation ist, dass Ihre Mitarbeiter den Überblick über das Gespräch behalten. Ein wesentliches Kriterium hierfür ist die sorgfältige Vorarbeit. Das gelingt am besten, wenn Ihre Fachkräfte sich intensiv auf den Hausbesuch und die Höherstufung vorbereiten. Diese Checkliste unterstützt Sie dabei:

Checkliste: Vorbereitungen des Einstufungsbesuchs

  • In der Dokumentation ist der höhere Pflegebedarf ersichtlich.
  • Es sind alle Pflegehandlungen und deren Aufwand in der Pflegeplanung beschrieben.
  • Im Berichtsblatt sind entsprechende Hinweise auf eine aufwändige Pflege erwähnt.
  • Die Fachkraft hat ein eigenes Gutachten über den Pflegebedarf erstellt.
  • Die Fachkraft ist für die Zeit der Begutachtung freigestellt.
  • Der Raum für die Begutachtung ist vorbereitet. Es stehen Getränke bereit und es sind Steckdosen z. B. für den Laptop der Gutachters vorhanden.
  • Es sind alle Unterlagen bereit: Dokumentation, Probegutachten, Notizseiten für die Mitschrift, Begutachtungsrichtlinien mit den entsprechenden Markierungen.
  • Der Bewohner ist informiert.

Leiten Sie Ihre Argumentation aus den Richtlinien ab

Der Gutachter muss sich an die Begutachtungsrichtlinien halten. Entsprechend sollten Ihre Mitarbeiter die Richtlinien kennen und lernen, anhand der Ausführungen zu argumentieren. Hierin steht etwa, dass die Zeitkorridore nur Richtwerte darstellen und für den Gutachter nicht bindend sind. Sie können diese auf der Seite des Spitzenverbandes des Medizinischen Dienstes (www.MDS.ev) bestellen oder herunterladen.

Üben Sie mit Ihren Fachkräften MDK-Sprache

Bei Einstufungsgesprächen führt die unterschiedliche Verwendung einzelner Begriffe häufig zu Missverständnissen. Gute Pflegekräfte haben gelernt, ressourcenorientiert über ihre Bewohner zu sprechen. MDK-Gutachter verstehen solche Ausführungen häufig falsch.

Beispiel:

Die Pflegekraft sagt: „Der Bewohner kann sich unter Anleitung (oder Beaufsichtigung) selbstständig waschen.“ Hiermit meint sie, dass der Bewohner die Waschbewegungen durchführt, wenn sie die Handlungsabbrüche ständig durch mündliche Erinnerungen ausgleicht. Ihr ist auch völlig klar, dass dies länger braucht als die einfache Übernahme der Hilfeleistung.

Manche Begriffe führen in die Irre
Manche Gutachter fragen genauer nach und verstehen den Sachverhalt daraufhin korrekt. Andere jedoch hören das Wort selbstständig“ und schließen daraus: „Der Bewohner benötigt keine Hilfe und es muss niemand dabei bleiben.“ Ihre Pflegekräfte sollten das Wort „selbstständig“ daher für die Dauer der Begutachtung aus ihrem Wortschatz streichen.
Ebenso bedeutet der Begriff "Unterstützung“ in der MDK-Terminologie Folgendes: Ihr Mitarbeiter hilft dem Bewohner für kurze Zeit, indem er etwa das Waschwasser vorbereitet, und verlässt anschließend das Zimmer. Wenn Ihre Fachkraft sagt: „Der Bewohner benötigt umfassende Unterstützung“, hört der Gutachter daher: „Der Bewohner benötigt kaum Hilfe.“

Diese Formulierung bringt Zeitwerte
Wenn Ihr Bewohner bei allen Handlungen angeleitet werden und Ihr Mitarbeiter dabei bleiben muss, lautet die korrekte Formulierung: „Der Bewohner benötigt kleinschrittige Anleitung und
ständige Beaufsichtigung aufgrund unvorhersehbarer Handlungsabbrüche.“ Manche Pflegekräfte befürchten, „Beaufsichtigung“ würde nicht oder kaum in Zeitwerten angerechnet. Doch genau das Gegenteil trifft zu: Der Gutachter muss die gesamte Anwesenheitszeit berechnen.

Fazit: Gute Kenntnisse helfen Ihnen weiter
Stärken Sie Ihren Mitarbeitern den Rücken, damit sie die Arbeit auch vor dem Gutachter belegen können. Machen Sie sich die Mühe, die Richtlinien gemeinsam mit Ihren Fachkräften durchzuarbeiten. Sie werden überrascht sein, wie viele Minuten bei der Berechnung der Pflegestufe zusammenkommen.

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https://www.ppm-online.org/pflegefachkraefte-optimal-auf-pflegebegutachtungen-vorbereiten/feed/ 0
MDK-Abrechnungsprüfung: Das kommt konkret auf Sie zu https://www.ppm-online.org/mdk-abrechnungspruefung/ https://www.ppm-online.org/mdk-abrechnungspruefung/#respond Wed, 22 Feb 2017 03:43:37 +0000 http://www.ppm-online.org/?p=7218 Ab sofort werden bei den Regelprüfungen durch den MDK auch Ihre Abrechnungen unter die Lupe genommen. Seit dem 04.10.2016 sind auch die Prüfkriterien klar. Denn zu diesem Zeitpunkt hat das Bundesgesundheitsministerium die Qualitätsprüfungsrichtlinie (QPR) für die ambulante Pflege genehmigt. Antworten auf Ihre Fragen rund um die Abrechnungsprüfung finden Sie hier.

Qualität in der Pflege

 

Frage: „Was prüft der MDK im Rahmen der Abrechnungsprüfung?“

Antwort: Im Rahmen der Abrechnungsprüfung wird gecheckt, ob Sie korrekt abgerechnet haben. Es gibt 15 Prüffragen, die sich auf folgende Abrechnungen beziehen:

  • körperbezogene Pflegemaßnahmen („Grundpflege“)
  • pflegerische Betreuungsmaßnahmen („häusliche Betreuung“)
  • Hilfen bei der Haushaltsführung („Hauswirtschaft“)
  • Leistungen der häuslichen Krankenpflege nach § 37 SGB V

Achtung: Andere Leistungen werden nicht geprüft!

Zu den nicht geprüften Leistungen gehören auch zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen sowie die Verhinderungspflege. Was im Einzelnen geprüft wird, können Sie der nebenstehenden Übersicht entnehmen.

 

Frage: „Welche Abrechnungen werden in welchem Umfang vom MDK geprüft?“

Antwort: In die Prüfung einbezogen werden die Abrechnungen der Pflegekunden, die im Rahmen der Regelprüfung ohnehin in die Prüfung einbezogen sind. Überprüft wird die Abrechnung von mindestens 7 Tagen. Nach Möglichkeit soll auch die Abrechnung eines Wochenendes oder von 2 Feiertagen Gegenstand der Prüfung sein.

 

Frage: „Welcher Zeitraum wird in der MDK-Abrechnungsprüfung überprüft?“

Antwort: Es ist im Rahmen der QPR nicht geregelt, wie weit die Prüfung zurückgehen kann. Es ist aber davon auszugehen, dass nur die letzten 3 abgerechneten Monate geprüft werden.

 

Frage: „Was passiert, wenn der MDK Auffälligkeiten feststellt?“

Antwort: Stellen die Prüfer Auffälligkeiten fest, werden diese im Prüfbericht zusammengefasst. Sie haben dann Gelegenheit, hierzu Stellung zu nehmen und diese aufzuklären. Gelingt Ihnen das nicht, müssen Sie mit weiteren Konsequenzen rechnen, z. B. der Rückzahlung von falsch abgerechneten Leistungsbeträgen und auch vertraglichen Sanktionen.

Achtung: Umwandlung in abrechnungsbezogene Anlassprüfung möglich!

Die Prüfer haben auch die Möglichkeit, bei erheblichen Auffälligkeiten im Auftrag der Pflegekassen die Regelprüfung in eine abrechnungsbezogene Anlassprüfung umzuwandeln. Dann dürfen Kopien der prüfungsrelevanten Unterlagen gemacht und an die Pflegekasse des Pflegekunden gesandt wer- den. Darüber hinaus müssen Sie damit rechnen, dass die Prüfer die Stellen zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen informieren. Diese setzen dann regelmäßig den Staatsanwalt in Marsch.

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