Verlag & Akademie

So sind Sie auf die nächste Qualitätsprüfung gut vorbereitet

21.06.2017

Da externe Qualitätsprüfungen – egal, ob durch die Heimaufsicht oder den MDK – oftmals unangemeldet erfolgen, ist eine gute Vorbereitung in Form eines Prüfungskonzepts unerlässlich. Wir zeigen Ihnen, wie eine ideale Arbeitsteilung zwischen verschiedenen Mitarbeitern Ihrer Einrichtung aussehen kann, damit Sie stressfrei diesen Tag bestehen können.

Hygienebeauftragter

 

Es macht einen äußerst bescheidenen Eindruck, wenn am Tag der Prüfung alle Mitarbeiter wie aufgescheucht durch die Flure rennen und Einrichtungs­ sowie Pflegedienstleitung panisch und unkoordiniert Formulare etc. zusammensuchen. Deswegen sollten Sie im Vorfeld eine Vorgehensweise festlegen, wer welche Aufgaben im Rahmen einer Qualitätsprüfung übernimmt und welche Nachweise von wem zu pflegen sind. So­ mit stellen Sie sicher, dass diese dann am Tag der Prüfung griffbereit sind.

Eckpunkte eines Prüfungskonzepts

Ein solches einrichtungsspezifisches Prüfungskonzept sollte vorher abgesprochen sein und sich an den Kompetenzen, Verantwortungsbereichen sowie den individuellen Fähigkeiten der verantwortlichen Personen in Ihrer Einrichtung orientieren. Außerdem sollten bei dessen Erstellung die aktuell gültigen Prüfgrundlagen und ­Kriterien der Prüforganisation berücksichtigt werden. In der folgenden Übersicht finden Sie exemplarisch, wie bei einer MDK­Prüfung eine Kompetenzverteilung bzw. Zuständigkeitsregelung aussehen könnte.

Übersicht: Prüfungskonzept: So gehen Sie gut vorbereitet in eine Qualitätsprüfung

1. Einrichtungsleitung
Mögliche Themen:

  • Versorgungsvertrag
zzHeim- bzw. Pflegevertrag
  • Leistungsbeschreibung und Zusatzleistungen
  • Platzzahl/belegte Plätze
zzKundenstruktur nach Pflegestufen
  • hauswirtschaftliche Versorgung
  • Heimbeirat/Heimfürsprecher
  • arbeitsmedizinische Maßnahmen
  • Stellenbeschreibungen für Mitarbeiter
  • Kooperationsverträge

2. Pflegedienstleitung
Mögliche Themen:

  • Konzept über mögliche pflegefachliche Schwerpunkte
  • Personal-/Dienstplanung
zzPflegeleitbild, -modell, -konzept
zzPflegedokumentation, -planung
  • Pflegeorganisationssystem (Nachweise, wie die Bezugspflege umgesetzt wird)
zzVerfahrensanleitungen bzw. Pflegestandards
  • Prozessplanung und Arbeitsorganisation in der Pflege
  • Nachweise „Pflegevisiten“ bzw. „Fallbesprechungen“
  • Fortbildungsplan und pflegefachliche Literatur
  • Nachweise für Erste Hilfe
zzMedizinprodukte und Hilfsmittel

3. Qualitätsbeauftragte
Mögliche Themen:

  • Maßnahmen der Qualitätssicherung
  • Qualitätshandbuch
  • Nachweise über durchgeführte qualitätssichernde Maßnahmen
zzinterne Audits
  • Qualitätssicherung in der Küche und Hauswirtschaft
  • arbeitsmedizinische Maßnahmen
  • Medizinprodukte
zzHygienepläne

Weitere Aspekte für einen ruhigen Prüfungsverlauf

Je besser die Vorbereitung ist, desto erfolgreicher wird die Zusammenarbeit mit den Prüfern sein. Einer der größten Fehler ist, sich nicht im Vorfeld auf die Prüfsituation vorbereitet zu haben. Da­ bei sollten Sie aber auch noch weitere Aspekte berücksichtigen.

Legen Sie den Besprechungsort fest

So sollte überlegt sein, welcher Bespre­ chungsort besonders geeignet ist (z. B. für das Einstiegsgespräch und für das Schlussgespräch – während der Prüfung werden die Prüfer auf den jeweiligen Wohnbereichen sein). Außerdem sollten Sie organisatorische Maßnahmen klären, die dazu beitragen, dass der Prüfungsverlauf ruhig, koordiniert und vor allem störungsfrei gestaltet werden kann.

Vermeiden Sie unangenehme Unterbrechungen

Gerade kleine Störungen können oftmals das gesamte Prüfgeschehen beunruhigen und tragen zu einer aufgeregten Atmosphäre bei. Beachten Sie deswegen: Wie kann verhindert werden, dass während der Prüfung nicht ständig Besucher stören? Wie kann sichergestellt werden, dass die für die Prüfung relevanten Dokumente und Nachweise zügig verfüg­ bar sind? Die Pflegefachkraft, die mit dem Prüfer unterwegs ist, sollte im Übrigen keinen Telefondienst haben bzw. auf die Notklingel achten müssen.

Fazit

Mit einem individuell angepassten Prüfungskonzept für Ihre Einrichtung gehen Sie gut vorbereitet in die nächste Qualitätsprüfung und reduzieren somit automatisch Ihre Stressbelastung. Außerdem werden die Prüfer einen souveränen Eindruck von Ihnen bekommen – was sich wiederum positiv auf das Prüfergebnis auswirken wird.

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