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So bewahren Sie Ihre Pflegekunden vor einer Hitzeerschöpfung

17.09.2014

Kaum ist die große Freude über die ersten warmen Sonnentage aufgekommen, schon zeigen sich erste Sorgenwolken am Pflegehimmel. Denn der richtige Umgang mit Sonne und sommerlicher Wärme will gelernt sein. Viele Ihrer Pflegekunden haben aufgrund ihres Alters und ihrer Erkrankungen schnell große Probleme, wie beispielsweise eine Hitzeerschöpfung, bei sommerlichen Temperaturen.

Viele weitere wertvolle Tipps für Notfallsituationen in der Pflege erhalten Sie in "Notfallmanagement in der Altenpflege".

So kommt es zu einer Hitzeerschöpfung
Bei Hitze oder sehr warmen Temperaturen versucht der Körper, sich durch vermehrtes Schwitzen zu kühlen. Zu einer Hitzeerschöpfung kommt es immer dann, wenn der Mensch aufgrund körperlicher Anstrengung bei sehr warmem oder heißem Wetter viel Flüssigkeit und Elektrolyte verliert, ohne dass sie entsprechend ausgeglichen werden. Das Blut dickt aufgrund des Flüssigkeitsverlustes ein, und das Herz muss immer kräftiger pumpen, um alle Körperregionen ausreichend zu versorgen. Mit der Zeit steht den inneren Organen jedoch nicht mehr genügend Blut zur Verfügung. Es kommt zu den typischen Symptomen einer Hitzeerschöpfung.

Darum ist Ihr Pflegekunde besonders gefährdet
Für Ihren Pflegekunden kann schon eine recht geringe körperliche Anstrengung, wie beispielsweise ein Spaziergang, zu ernsthaften Problemen führen. Denn bei älteren Menschen funktioniert die Wärmeregulierung des Körpers altersbedingt nicht mehr so gut und einwandfrei wie in jüngeren Jahren. Zusätzlich leiden viele ältere Menschen an einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems. Dadurch kann sich der Körper nicht mehr adäquat auf die hohen Temperaturen einstellen.

 

Daran erkennen Sie eine Hitzeerschöpfung:
Die folgenden Symptome sind typisch für eine Hitzeerschöpfung

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Benommenheit
  • blasse, kühle, aber feuchte Haut
  • beschleunigter, schwacher Puls

So reagieren Sie bei einer Hitzeerschöpfung richtig:

  • Bringen Sie Ihren Pflegekunden möglichst an einen kühlen, schattigen Ort.
  • Lagern Sie ihn möglichst flach, aber mit leicht erhöhten Beinen.
  • Öffnen Sie beengende Kleidung.
  • Versuchen Sie, den Körper etwas abzukühlen, indem Sie die Beine oder die Arme mit kühlen feuchten Tüchern bedecken. Diese müssen jedoch, sobald sie sich erwärmt haben, gewechselt werden, da sie sonst den Wärmestau verschlimmern.
  • Fächeln Sie Ihrem Pflegekunden kühle Luft zu.
  • Bieten Sie schluckweise kühle Getränke an, z. B. Wasser, Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetee oder eine Saftschorle.
  • Kontrollieren Sie den Puls und Blutdruck in regelmäßigen Abständen, bis sich der Allgemeinzustand Ihres Pflegekunden wieder verbessert hat.
  • Informieren Sie den Hausarzt schnellstmöglich und lassen Sie sich weitere, individuelle Anweisungen geben.
  • Sollte Ihr Pflegekunde bewusstlos werden, müssen Sie sofort den Notarzt informieren.


So vermeiden Sie eine Hitzeerschöpfung
Um es erst gar nicht zu einer Hitzeerschöpfung kommen zu lassen, sollten Sie folgende Tipps berücksichtigen:

Tipp 1: Meiden Sie die direkte, intensive Sonne – halten Sie sich mit Ihrem Pflegekunden im Schatten auf.

Tipp 2: Achten Sie auf luftige Kleidung, die den Temperaturen angemessen ist.

Tipp 3: Vergessen Sie nie einen Hut oder eine andere Kopfbedeckung, wenn Sie mit Ihrem Pflegekunden nach draußen gehen.

Tipp 4: Vermeiden Sie bei sommerlichen Temperaturen ungewohnte oder größere körperliche Anstrengungen für Ihren Kunden. Je nach Gesundheitszustand kann schon ein längerer Spaziergang am frühen Nachmittag zu viel für den Betroffenen sein.

Tipp 5: Achten Sie darauf, dass Ihr Pflegekunde ausreichend trinkt und sich so genügend Flüssigkeit und Mineralstoffe zuführt. Gut geeignet sind Wasser, Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees sowie Saftschorle und Brühen. Aber auch saftiges Obst und Gemüse liefern zusätzliche Flüssigkeit.

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