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So gewinnen Sie Ihre Mitarbeiter für eine teamübergreifende Zusammenarbeit

22.05.2020

In vielen Einrichtungen findet nach wie vor noch eine isolierte Arbeitsplanung innerhalb des Teams eines Wohnbereichs statt. Allerdings lassen sich mit einer teamübergreifenden Zusammenarbeit Arbeitsspitzen abschwächen und Mitarbeiterausfälle leichter kompensieren. So kann eine Umsetzung gelingen.

Praxisbeispiel: Der Dienstplan bricht zusammen

Vielleicht kommt Ihnen folgende Situation bekannt vor: Mal wieder schlägt eine Grippewelle in Ihrer Einrichtung ein, und vor allem ein Wohnbereich ist von Krankmeldungen stark betroffen. Sie müssen nun von anderen Wohnbereichen Mitarbeiter zur Abdeckung der Dienste auf der „verwaisten Station“ organisieren. Diese Mitarbeiter sind alles andere als begeistert, sondern empfinden diese zeitweise Versetzung als Höchststrafe.

Außerdem haben sie keine Ahnung, wie sie die Pflege auf dem anderen Wohnbereich sicherstellen sollen, weil dort ja angeblich „alles anders läuft“ als im eigenen Pflegeteam. Die Folge: Sie bekommen zwar die Dienste einigermaßen abgedeckt, allerdings sind die Arbeitsabläufe äußerst chaotisch und viele Aufgaben wie z.B. die Erledigung des Bestellwesens bleiben einfach auf der Strecke.

Etablieren Sie eine Kultur der teamübergreifenden Zusammenarbeit

Das Beispiel beschreibt sicherlich einen Extremfall, allerdings ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch Sie eine solche Situation in Ihrer Einrichtung erleben werden. Etablieren Sie bereits im Regelbetrieb eine Kultur der teamübergreifenden Zusammenarbeit. So vermeiden Sie es, in der akuten Notsituation bei Ihren Mitarbeitern erst noch Überzeugungsarbeit im Hinblick auf die Sinnhaftigkeit eines teamübergreifenden Einsatzes leisten zu müssen.

Vorteile eines flexiblen Mitarbeitereinsatzes

Eine teamübergreifende Zusammenarbeit hat darüber hinaus eine Reihe weiterer Vorteile: Die anfallenden Tätigkeiten werden gerechter auf mehrere Schultern verteilt. Sie gewinnen somit freie Personalressourcen, um die Umsetzung von pflegefernen Tätigkeiten wie z. B. Bestellwesen, Schüleranleitung, Dokumentationsarbeiten etc. besser zu gewährleisten. Außerdem gewinnen Sie Zeitressourcen für Ihre Fachkräfte, damit diese besser ihren originären Fachkraftaufgaben nachkommen können.

Eine individuelle Pflege ist dennoch möglich

Pflegeteams, die bisher 2 Wohnbereiche jeweils isoliert voneinander versorgt haben und nun zusammenarbeiten sollen, führen häufig das Argument an, dass ja dann keine individuelle Pflege mehr möglich sei. Der einzelne Bewohner bliebe auf der Strecke und zu viel Zeit würde für die langen Wege vergeudet. Dem können Sie nur begegnen, indem Sie eine detaillierte Einsatzplanung, einem Tourenplan wie im ambulanten Bereich ähnlich, vornehmen.

Dabei berücksichtigen Sie selbstverständlich auch die Entfernung der Bewohnerzimmer, setzen die Gruppen aber z. B. nach der Pflegeintensität und der Aufstehzeit der Bewohner zusammen. Wenn Sie dies bei der Planung berücksichtigen, werden Ihre Mitarbeiter die Vorteile des teamübergreifenden Arbeitens bald nachvollziehen können.

Weitere Tätigkeiten können übergreifend geplant werden

Zu den genannten alltäglichen Tätigkeiten gibt es noch eine Reihe weiterer Aufgaben, die wohnbereichsübergreifend geplant werden können. So können beispielsweise kleinere Fortbildungseinheiten, die an und für sich im Rahmen einer Teambesprechung aufgegriffen worden wären, auch übergreifend durchgeführt werden. In größeren Organisationseinheiten können auch Pflegevisiten, Fallbesprechungen, die Schüleranleitung, Einstufungstermine des MDK etc. gut verteilt werden.

Tipp: Erstellen Sie eine Planung analog dem Positivbeispiel, das wir für Sie in dem folgenden Download bereitgestellt haben und stellen Sie so die Vorteile einer teamübergreifenden Zusammenarbeit dar.
Gratis-DownloadInfoblatt: Beispiele für eine gelungene Arbeitsverteilung

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