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Wachsende Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland

17.02.2017

Im Vergleich des Jahres 2013 zu 2015 hat die Zahl der zu Pflegenden in Deutschland immens zugenommen. Nachfolgende ermittelte Zahlen geben einen tieferen Einblick in die Entwicklung und sollten die Politik endlich zum Aufwachen bewegen. Es wird Zeit, sich den Folgen der demografischen Entwicklung zu stellen.

Im Vergleich zum Jahr 2013 hat sich die Anzahl der Pflegebedürftigen im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes im Jahre 2015 um 234.000 (8,9 %) erhöht, gab das Statistische Bundesamt (Destatis) bekannt. Zu der Altersstruktur ist Folgendes herausgefunden worden: 83 % der Pflegebedürftigen sind 65 Jahre und älter.

Die Zahl der mindestens 85-Jährigen beträgt ca. 37 %. Bei den Recherchen wurde deutlich, dass Frauen die Mehrheit der zu pflegenden Menschen stellen. Ihr ermittelter prozentualer Anteil beträgt 64 %.
Die Versorgung der Pflegebedürftigen teilt sich zum einen in den ambulanten und zum anderen in den stationären Bereich.

73 % (2,08 Mio.) der Betroffenen wurden in ihrem häuslichen Umfeld zum Teil durch Angehörige (1,38 Mio.) oder vollständig von ambulanten Dienstleistern (692.000) versorgt. Trotz der Pflegeversicherungsreform nehmen rund 27 % (783.000) der Pflegebedürftigen die Versorgung in stationären Einrichtungen in Anspruch.

Dennoch ist festgestellt worden, dass die Zahlen der ambulant versorgten Personen zu 2013 um 11,6 % (215.000) und im stationären Bereich um 2,5 % (19.000) gestiegen sind. Demnach zeigt die Reform der Pflegeversicherung erste Anzeichen für ein „Abwandern“ in den ambulanten Sektor. Dieser Trend könnte bei den niedrigen Pflegegraden anhalten.

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