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Hygiene: Arbeitskleidung dient der Infektionsprävention

30.09.2019

Allen Pflegekräften ist bekannt, wie wichtig die Händehygiene bei der Infektionsprävention ist. Sie ist effektiv, um Keime einzudämmen, und leicht zu praktizieren. Aber bei der Händehygiene hört die Infektionsprävention nicht auf. Genauso wichtig ist die Arbeitskleidung.

Pflege durch Pflegekräfte erfordert in diesem Punkt besonderen Augenmerk. Allerdings wird die Dienstbekleidung – Pflege im Gegensatz zu den Händen oft auf „die leichte Schulter“ genommen. Hinzu kommt: Es gibt nicht viele Richtlinien und Empfehlungen zum Thema „Arbeitskleidung – Pflege, sowie Arbeitskleidung - Altenpflege“. Hier finden Sie daher eine Checkliste mit Mindestanforderungen, die die (private) Berufsbekleidung – Pflege Ihrer Mitarbeiter erfüllen sollte.

Arbeitskleidung sind nicht nur Kittel oder Kasack und Hose (= Dienstkleidung). Arbeitskleidung ist jede Kleidung, die bei der Arbeit getragen wird. Berufskleidung - Pflege kann im Pflegeheim auch Privatkleidung, z. B. Jeans, Pullover und T-Shirt, sein. Ob nun Dienst- oder Privatkleidung getragen wird, ist in Pflegeeinrichtungen sehr unterschiedlich geregelt.

Hinweis: Bitte verwechseln Sie Arbeitskleidung nicht mit Schutzkleidung. Schutzkleidung wird ergänzend zur Dienstbekleidung – Pflege getragen, wenn eine potenzielle Infektionsgefahr, z. B. MRSA, Norovirus, besteht. Sie wird für eine bestimmte Pflegehandlung angelegt und danach entsorgt. Typische Schutzkleidung sind Gummihandschuhe, Schürze, Kopfhaube, Brillen und Mundschutz.

Hygiene in der Pflege: Diese Richtlinien gibt es

Es gibt nicht viele Richtlinien und Empfehlungen zum Thema „Arbeitskleidung – Pflege bzw. Arbeitskleidung – Altenpflege“. Im Grunde gibt es 4 Sichtweisen, die teilweise auch die Berufskleidung – Pflege betreffen:

  1. des Arbeitsschutzes bei den Berufsgenossenschaften,
  2. des Unfallschutzes bei den Unfallversicherungsträgern,
  3. des Gesetzgebers in indirekten Regelungen innerhalb des Arbeitsschutzgesetzes, der Biostoff- und der Gefahrstoffverordnung,
  4. des Infektionsschutzes als konkrete Empfehlungen desRobert Koch-Instituts auf www.rki.de

Darüber hinaus haben Experten der Sektion „Hygiene in der ambulanten und stationären Kranken- und Altenpflege / Rehabilitation“ der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene e. V. (DGKH) ein sogenanntes „Kleiderpapier“ veröffentlicht, das Praktikern aus Krankenhaus- und Pflegeeinrichtungen als Arbeits- und Umsetzungshilfedienen soll.

Dieses Arbeitspapier bündelt übersichtlich alle Empfehlungen und Vorgaben des Bereichs „Arbeitskleidung“. Es besteht aus 3 übersichtlichen Tabellen:

  1. Welche Mindestanforderungen an Dienstkleidung gestellt werden.
  2. Warum und welche Dienst- bzw. Arbeitskleidung in unterschiedlichen Arbeitsbereichen erforderlich ist.
  3. Wann und wo Schutzkleidung zur Anwendung kommen muss.

Durch die übersichtliche Darstellung können Sie Ihren Mitarbeitern sehr gut und effektiv vermitteln, warum es wichtig ist, in unterschiedlichen Situationen auch unterschiedliche hygienische Vorkehrungen zu treffen.

Hinweis: Sie können auf der Internetseite der DGKH (www.dgkh.de) unter dem Punkt „Empfehlungen“ die Übersicht „Kleidung und Schutzausrüstung für Pflegeberufe aus hygienischer Sicht“ kostenlos herunterladen. Diese Empfehlungen enthalten auch Hinweise für Pflegeeinrichtungen.

Oft fehlt die notwendige Einsicht

Pflegekräfte in Pflegeheimen argumentieren oft damit, dass die Einrichtung Wohnung und nicht Krankenhaus ist, weshalb die Infektionsprävention oft als übertrieben angesehen wird. Es lässt sich aber nicht von der Hand weisen, dass Pflegekräfte mit zum Teil hochinfektiösen Stoffen in Kontakt kommen. Die Händedesinfektion allein reicht dann nicht aus. Arbeitskleidung kann genauso Keime an sich tragen wie die Kleidung oder Bettwäsche des infizierten Bewohners. Ihre Mitarbeiter sollten deshalb zumindest die in der Checkliste aufgeführten Mindestanforderungen zur (privaten) Arbeitskleidung erfüllen.

Fazit zu Hygienevorschriften

Wird im Bereich der Arbeitskleidung nicht sorgfältig auf Infektionsschutz geachtet, kann es auch durch die (private) Arbeitskleidung zu direkter oder indirekter Übertragung von pathogenen (krankheitserregenden) Mikroorganismen auf nicht kontaminierte Flächen kommen (Kreuzkontaminationen). Treffen Sie deshalb verbindliche Regelungen, wie mit privater Arbeits-, Dienst- und Schutzkleidung umzugehen ist.

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