Hygiene für Besucher in der Pflege

Damit der Besuch des Patienten reibungslos ablaufen kann, ist Hygiene unerlässlich.
Hygiene für Besucher in der Pflege
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Inhaltsverzeichnis

Wer als Patient im Krankenhaus liegt, befindet sich in einer Ausnahmesituation, die verunsichert und Angst macht. Hier wirken sich Besucher extrem positiv aus, denn sie lenken den Patienten ab, muntern ihn auf und sind seine Verbindung zur Außenwelt. Wer als Besuch in eine Klinik oder Pflegeeinrichtung kommt, der sollte sich jedoch unbedingt an die Hygiene-Vorschriften halten, um sich und den Patienten nicht zu gefährden.

Grundsätzliches zur Hygiene

Die Zahl der Weltbevölkerung steigt rapide an und vor allem in Ballungsgebieten und großen Metropolen leben immer mehr Menschen auf immer weniger Raum. Dadurch kommt der Mensch automatisch mit einer steigenden Zahl von Personen in unmittelbaren Kontakt. Gerade in der kalten Jahreszeit sind die Wartezimmer bei Ärzten voll mit Menschen, die sich eine Erkältung eingefangen haben. Dann ist das Risiko, in der Bahn, im Bus oder im Büro mit Krankheitserregern in Berührung zu kommen, besonders hoch.

Aus diesem Grund raten Mediziner stets dazu, sich während des Tages regelmäßig die Hände zu waschen und sich beispielsweise nicht die Augen zu reiben. Ein effizienter Schutz vor einer Infektion sind Desinfektionsmittel, die es in Drogeriemärkten gibt und die in jede Tasche passen. Wenn man diese grundlegende Hygiene praktiziert und nicht gerade von einem Fahrgast angeniest oder angehustet wird, hat man gute Chancen, gesund durch den Herbst und Winter zu kommen.

Welche Grundregeln gelten für Besucher von Krankenhäusern und Pflegeheimen?

Die Aufgabe der Pflegekraft ist es, Patienten bzw. Pflegekunden zu versorgen und auch Besucher zum Einhalten bestimmter Regeln anzuhalten, die dem Schutz der Menschen dient. Diese Regeln sorgen ganz allgemein dafür, dass Besuche nicht stören oder die Gesundheit der Besuchten gefährden.

Einhalten von Besuchszeiten hilft Patienten und Pflegekräften

Damit die Pflegekräfte ihre Arbeit korrekt ausführen können und die von versorgten Personen nicht ständigem Stress ausgesetzt sind, gibt es in allen Kliniken, Pflege- und Altenheimen feste Besuchszeiten, an die sich Familienangehörige, Freunde und Bekannte halten müssen. Sie sind in der Regel so gelegt, dass das Pflegepersonal morgens und abends ausreichend Zeit hat, um notwendige Tätigkeiten in Ruhe und ohne Störung durch externe Personen auszuführen.

Zu den regelmäßigen Tätigkeiten der Pfleger gehören:

  • Wecken der Patienten/Bewohner
  • Kontrolluntersuchungen, z. B. Messung des Blutdrucks und der Temperatur
  • Vergabe von Medikamenten
  • Begleitung des Arztes während der Visite
  • Hilfestellung bei der Körperhygiene
  • Ausgabe der Mahlzeiten
  • Dokumentation der einzelnen Arbeiten
  • Übergabe" an die nachfolgende Schicht

Um diese Arbeiten gewissenhaft ausüben zu können, beginnt die offizielle Besuchszeit in den meisten Einrichtungen meist ab 9 Uhr du endet spätestens um 20 Uhr.

Besucher bedeuten Stress

Leider geschieht es immer wieder, dass Patienten bzw. pflegebedürftige Heimbewohner von ganzen Gruppen besucht werden. Als Pflegekraft ist es ratsam, den Besuch zumindest darauf hinzuweisen, dass ein solcher Gruppenbesuch für den Besuchten selbst sowie für eventuelle Zimmernachbarn Stress bedeutet, was sich ungünstig auf seine Genesung auswirken könnte.

Hinweis:

Idealerweise sollte man einen Besuch im Krankenhaus entweder alleine oder höchstens zu zweit absolvieren.

Gibt es viele Angehörige, sollten die Besuche aufgeteilt werden, etwa dass ein Teil der Familie am späten Vormittag und der andere Teil am Nachmittag nach der Arbeit oder Schule zu Besuch kommt. Es besteht zudem die Möglichkeit, dass zwar eine ganz Gruppe kommt, aber immer nur zwei Personen ins Krankenzimmer gehen. Wenn es sich nicht anders einrichten lässt, können die Besucher den Patienten eventuell mit in einen der meist vorhandenen Aufenthaltsräume oder in die Cafeteria nehmen, wenn es sein Gesundheitszustand zulässt.

Pflege-Patienten brauchen Ruhe – Lautstärke reduzieren

Was Patienten neben einer adäquaten Behandlung vor allem benötigen, ist Ruhe und Zeit zur Erholung. Aus diesem Grund sollten sich Besucher auf den Stationsgängen und vor allem in den Krankenzimmern entsprechend verhalten und ihre Lautstärke beim Sprechen der Situation anpassen. So fühlen sich andere Patienten nicht gestört und sind zudem nicht gezwungen, alles mitanzuhören, was zwischen Besucher und Besuchtem gesprochen wird.

Besucher im Pflegeheim - Handynutzung nur im Notfall

Nahezu jeder besitzt heute ein Handy bzw. Smartphone und legt Wert darauf, ständig erreichbar zu sein. Das gilt für Patienten und Besucher gleichermaßen. Beim Besuch eines pflegebedürftigen Menschens sollte man ihm all seine Aufmerksamkeit schenken und das Handy leise stellen oder ganz ausschalten. In einigen Bereichen sind Handys ohnehin verboten, weil sie möglicherweise die sensible Technik medizinischer Geräte stören könnten, etwa auf einer Intensivstation oder in der Nähe des Bereichs mit Operationssälen.

Hinweis

Zwar dürfen Handys in der Regel angeschaltet bleiben, wenn man allerdings tatsächlich telefonieren muss, sollte dies nicht im Krankenzimmer, sondern draußen auf dem Flur oder sogar vor dem Krankenhaus geschehen. 

Privatsphäre respektieren - Anklopfen ist nicht nur für Besucher Pflicht

Schon im alltäglichen Leben gehört es zu einer guten Erziehung, dass man die Privatsphäre anderer Personen respektiert und sich entsprechend verhält, indem man beispielsweise erst anklopft, bevor man das Büro von Kollegen betritt. Als Besucher im Krankenhaus sollte man auf solche Dinge besonders achten, denn die Patienten haben in Mehrbettzimmern ohnehin schon sehr wenig bis gar keine Privatsphäre.

Da in einem Krankenhaus oder Pflegeheim auch in den Zimmern fortlaufend Untersuchungen, Wund-Kontrollen oder sonstige Behandlungen stattfinden, ist das Risiko groß, dass Besucher in solche Aktivitäten hineinplatzen, wenn sie einfach eintreten. Manchmal vergisst die Pflegekraft vielleicht auch in der Eile, das Licht einzuschalten, welches auf dem Gang angebracht ist und signalisiert, dass Sie gerade im Zimmer zu tun haben. Auch deshalb ist es sinnvoll, immer erst anzuklopfen und dann die Tür langsam zu öffnen. So hat die Pflegekraft Zeit, den Eintretenden zu bitten, draußen zu warten, bis ein Verband, eine Bettschutzeinlage oder eine Infusion gewechselt wurde.

Wann der Besuch mal „muss" – Besuchertoiletten

Immer wieder kommt es vor, dass Besucher während ihres Aufenthaltes im Krankenhaus auf die Toilette müssen. Leider wollen sie dann nicht erst lange nach einer Toilette für Besucher suchen und benutzen einfach die Toilette im Krankenzimmer.

Die Patiententoiletten sollten aus hygienischen Gründen von Besuchern nicht genutzt werden dürfen. Außerdem befinden sich in den Toiletten oft die privaten Hygieneartikel der Patienten und diese sind nicht für die Augen Fremder bestimmt. Jedes Krankenhaus verfügt auf den Gängen über spezielle Besucher-Toiletten, die diese auch benutzen sollten.

Hygiene für Besucher von Krankenhäusern und Pflegeheimen

Wer als Patient in einem Krankenhaus oder als Pflegebedürftiger in einer entsprechenden Einrichtung versorgt wird, der ist in der Regel ohnehin gesundheitlich angegriffen und hat mit einem schlechter funktionierenden Immunsystem zu kämpfen. Jeder Keim kann in einer solchen Situation zu schweren Infektionen und in der Folge zu einer weiteren Verschlechterung des Gesundheitszustandes führen.

Aus diesem Grund ist die Krankenhaushygiene und Sauberkeit in Pflegeheimen so wichtig.

Wussten Sie?

Laut der vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) veröffentlichten Zahlen infizieren sich in Deutschland pro Jahr etwa eine halbe Million Menschen im Krankenhaus mit Keimen, durch die circa 15.000 Patienten sterben. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) dagegen geht von bis zu 900.000 infizierten Personen aus und vermutet zwischen 30.000 und 40.000 Tote.

Welche Formen der Händehygiene gilt für Patienten, Besucher und Pflegekräfte?

Wer als Besucher in ein Krankenhaus geht, der sollte wissen, dass er selbst Keime transportiert (z. B. auf seinem Körper, auf der Kleidung, auf Blumen, in mitgebrachten Speisen) und dass ihm innerhalb der Klinik überall Keime begegnen (z. B. durch Patienten, Tische und Stühle, Türgriffe, Toilettenbrillen). Um die Patienten und sich selbst zu schützen, muss jeder Besucher aktiv mitarbeiten und die verschiedenen Formen der Händehygiene beachten.

Desinfektionsmittelspender

Wer jemanden in einem Krankenhaus besucht, der findet bereits an den Eingängen die einfachste und effizienteste Methode zur Vermeidung von Infektionen in Form von Spendern für Desinfektionsmittel. Durch einfaches Einreiben der Hände mit diesen Mitteln schon beim Betreten des Krankenhauses reduziert der Besucher das Risiko, Keime mit ins Gebäude zu nehmen.

Da man auf dem Weg zum Patienten Türen öffnen, Fahrstuhlknöpfe drücken oder Handläufe im Treppenhaus berühren muss, sollte man sich auch unmittelbar vor der Krankenstation sowie direkt nach dem Eintreten ins Krankenzimmer ein weiteres Mal am Desinfektionsmittelspender bedienen und seine Hände einreiben.

Händehygiene auf der Besucher-Toilette

Eine wichtige Maßnahme zum Selbst- und Patientenschutz ist das sorgfältige Händewaschen auf der Besucher-Toilette. Krankenhäuser sind meist sehr groß und verzeichnen jede Menge Publikumsverkehr. Auch die Toiletten sind oft stark frequentiert. Damit man sich auch dort vor Erregern und Keimen effizient schützt, sollte man sich nach der Benutzung ausgiebig die Hände waschen. Sehr oft gibt es direkt am Waschbecken eine Beschreibung, wie man sich richtig die Hände wäscht.

Praxis-Tipp

Zu der richtigen Handreinigung, durch die die Belastung mit Keimen übrigens um bis zu 30 % reduziert werden kann, gehört nicht nur das richtige Befeuchten der Hände mit Wasser sowie das sorgfältige und nicht zu kurze Verteilen der Waschlotion auf den Händen (auch zwischen den Fingern), sondern auch das vollständige Abspülen der Lotion mit Wasser, das im Idealfall zumindest lauwarm ist. Anschließend folgt wiederum das Einreiben der Hände mit Desinfektionsmittel.

Schutz von Besuchern durch Schutzkleidung

Erhalten Patienten Besuch, die bereits mit Krankenhauskeimen infiziert sind, ist es zum Teil vorgeschrieben, Schutzkleidung zu tragen. Zu dieser können unter Umständen auch Latexhandschuhe gehören. Sie als Pflegekraft müssen darauf achten, dass Besucher sich an diese Hygiene-Vorschriften halten. Meist liegen solche Patienten ohnehin auf sogenannten, extra gekennzeichneten Isolierzimmern, vor denen entsprechende Kleidung bereitsteht, also Kittel, Überzieher für die Schuhe, Mundschutz sowie eben auch Handschuhe.

Krankenhaushygiene: Warum ist Hygiene für Besucher wichtig?

Das strikte Beachten von Vorschriften bezüglich der Hygiene in einem Krankenhaus dient dem Schutz von Patienten und Besuchern gleichermaßen. In Krankenhäusern tummeln sich erwiesenermaßen unzählige Keime, die vor allem für die Patienten gefährlich werden können.

Auch Besucher können zusätzliche Erreger einschleusen, wenn Sie das Krankenhaus betreten. Jeder, der eine Erkältung hat, sollte einen geplanten Krankbesuch im Krankenhaus lieber verschieben, weil bei einer solchen Infektionskrankheit Desinfektionsmittel leider nicht hilft. Auch gesunde Personen sollten sich vor jedem Betreten eines Krankenzimmers die Hände waschen und die Spender mit Desinfektionsmittel verwenden.

Krankenhauskeime: Eine Gefahr für Besucher?

Vor allem in Krankenhäusern sowie Langzeitpflegeeinrichtungen finden sich möglicherweise sogenannte multiresistente Erreger (MRE), die sich mit normalen Antibiotika nicht behandeln lassen, weil sie eine Resistenz gegen deren Wirkstoffe entwickelt haben. Viele Patienten, bei denen häufigere und längere Aufenthalte notwendig sind (z. B. bei chronischen Erkrankungen), haben mit solchen multiresistenten Keimen zu kämpfen. Die Übertragung solcher Krankenhauskeime auf Besucher ist prinzipiell möglich.

Welche Krankenhauskeime gibt es?

Prinzipiell gilt, dass nicht jeder Krankenhauskeim gleich gesundheitsgefährdend ist. Ursache dafür ist, dass Experten unter diesen Begriff alle Mikroorganismen einsortieren, die rein theoretisch eine sogenannte nosokomiale Infektion verursachen können. Nosokomial bedeutet, dass eine Infektion durch eine medizinische Maßnahme verursacht wird.

Bakterien des menschlichen Körpers

Dazu gehören beispielsweise Bakterien, die der Mensch billionenfach in seiner normalen Haut-, Schleimhaut- oder Darmflora mit sich herumträgt und die eigentlich vollkommen ungefährlich sind. Auch Keime, die in der Umgebung des Menschen, also in der Luft oder im Wasser existieren, werden zu diesen Mikroorganismen und damit zu den Krankenhauskeimen gerechnet.

Für gesunde Menschen sind die Keime auf der Haut oder im Magen-Darm-Trakt in der Regel vollkommen ungefährlich. Für kranke Menschen hingegen könne sie ein Risiko darstellen, wenn sie beispielsweise in eine offene Wunde gelangen. Das Immunsystem vieler Patienten ist durch die Erkrankung geschwächt und kann Erreger nicht so gut bekämpfen. Auch die Ansiedlung von Krankheitskeimen in Körperregionen, in denen sie eigentlich nicht vorkommen, kann gefährlich sein.

Ein besonderes Risiko für Infektionen besteht für sehr schwache, chronisch erkrankte oder sich von einer großen Operation erholende Patienten mit künstlichen Eintrittspforten wie Gefäß- oder Harnwegskathetern.

Wichtiger Hinweis

Es gibt endogene Infektionen, bei denen körpereigene Keime eine Infektion auslösen und exogene Infektionen, bei denen die Keime beispielsweise durch die Berührungen von Pflegepersonal oder Besuchern an den Patienten gelangen und eine Infektion verursachen.

Multiresistente Erreger (MRE)

Als multiresistente Erreger charakterisieren Mediziner Keime, die sich mit den üblichen Antibiotika nur noch sehr schlecht oder sogar überhaupt nicht mehr behandeln lassen. Eine Ursache für die Entstehung solcher Keime ist der stetig steigende, oft falsche Gebrauch von Antibiotika durch Patienten.

Darüber hinaus werden für den Verzehr gezüchtete Tiere immer häufiger mit Antibiotika behandelt, um sie prophylaktisch vor Krankheiten zu schützen. Diese Antibiotika nimmt der Mensch mit der Nahrung auf, ohne es zu bemerken. So können Keime mit der Zeit multiple Resistenzen entwickeln, sodass ein Antibiotikum im Krankheitsfall unter Umständen nicht hilft.

Am häufigsten werden folgende Krankheitskeime im Krankenhaus diagnostiziert:

  • MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus)
  • Klebsiellen
  • Pseudomonaden
  • Enterokokken
  • Clostridien

Wenn Patienten mit einem der hier genannten multiresistenten Krankenhauskeime infiziert ist, müssen Patienten selbst und auch alle Besucher darüber informiert und dazu angehalten werden, die Vorschriften bezüglich der Hygiene streng einzuhalten. Dazu zählt neben dem Tragen von Schutzkleidung wie Kittel und Mundschutz auch die Handhygiene beim Betreten und Verlassen des Krankenzimmers.  

Wie werden Krankenhauskeime auf Besucher übertragen?

Da solche Erreger hauptsächlich durch direkten Körperkontakt übertragen werden, können sich auch Besucher mit ihnen infizieren, wenn sie beispielsweise ihrem Ehepartner oder Kind zur Begrüßung oder Verabschiedung einen Kuss geben, ihn umarmen oder auch nur die Hand reichen.

Gerade bei kranken Kindern bleiben die Eltern oft über längere Zeiträume in der Nähe ihres Kindes, um es zu betreuen und zu beruhigen. Dabei kommt es fast automatisch zu vermehrtem Körperkontakt. In diesem Fall kann das Risiko einer Infektion bei Kind und Eltern nur dadurch reduziert werden, dass sich die Eltern konsequent an die Hygiene-Vorgaben halten und beispielsweise auf eine regelmäßige Händedesinfektion achten.

Wie kann man sich als Besucher vor einer Ansteckung mit Krankenhauskeimen schützen?

Obwohl es gerade im Krankheitsfall aufbauend sein kann, von jemandem in den Arm genommen zu werden, sollten Besucher und Patienten direkten Körperkontakt vermeiden. Vor allem durch diesen Kontakt werden nämlich Krankenhauskeime übertragen. Zudem sollte man es vermeiden, mit Körperflüssigkeiten des Patienten bzw. Besuchers in Berührung zu kommen. Wer beispielsweise einen Schnupfen hat oder unter Husten leidet, sollte sich einen Mundschutz geben lassen, um Tröpfcheninfektionen zu verhindern.

Wer eine starke Erkältung hat oder unter anderen Infektionskrankheiten leidet, der sollte den Besuch im Krankenhaus verschieben und auf diese Weise sich selbst und den Patienten schützen. Falls man als Pflegekraft bemerkt, dass ein Besucher krank ist und dadurch Ihre Patienten gefährdet, ist es kein Fehler, ihn darauf anzusprechen und ihm zu raten, den Besuch abzubrechen und zu warten, bis er wieder völlig gesund ist. Letztlich geht es immer um die Sicherheit und die Gesundheit der Patienten.

Fazit – Besucher können zur besseren Krankenhaushygiene beitragen

Patienten in Krankenhäusern gehören zu denjenigen Personen, die am anfälligsten für Infektionen sind und die deshalb besonders geschützt werden müssen. Wer jemanden im Krankenhaus besucht, der kann selbst einiges dafür tun, dass er den Patienten nicht durch mitgebrachte Keime infiziert und dass er auch selbst gesund bleibt.

Das A und O aller Bemühungen um eine gute Hygiene ist für Mediziner die Verwendung von Desinfektionsmitteln zur Reinigung der Hände. So wie Sie diese Mittel vor und nach jeder einzelnen Tätigkeit verwenden, so sollten auch Besucher Händedesinfektion betreiben. Zudem sollte es möglichst wenig direkten Körperkontakt zwischen Besucher und Patient geben, um eine, in beide Richtungen mögliche, exogene Infektion zu verhindern. Die Pflegekräfte müssen zwar ihre Patienten berühren, können sich und den Behandelten aber durch regelmäßig desinfizierte Hände sowie das Tragen von Handschuhen schützen.

Viele Besucher verhalten sich hier leider noch zu leichtfertig und gefährden damit sich selbst und andere Personen. Weisen Sie als kompetente Pflegekraft auf die notwendigen Verhaltensweisen immer wieder einmal hin und animieren die Besucher dazu, die Desinfektionsmittelspender zu verwenden, nicht die Patienten-Toilette zu benutzen und sich auch sonst an die Verhaltensvorgaben des Krankenhauses zu halten.