Pflege von Angehörigen zu Weihnachten

Vorbereitung und Tipps für Verwandte und Pflegende 
Inhaltsverzeichnis

Weihnachten ist traditionell ein Fest für die ganze Familie – und dazu gehören naturgemäß auch pflegebedürftige Verwandte. Damit Senioren oder Menschen mit Behinderung die besinnlichen Tage nicht allein zu Hause oder im Pflegeheim verbringen müssen, möchten sie viele Familien in dieser Zeit bei sich aufnehmen. Doch diese gut gemeinte Geste kann schnell zur Belastungsprobe für alle Beteiligten werden – denn die Pflege der Angehörigen muss auch an Weihnachten fortgesetzt werden und erfordert deshalb eine entsprechende Planung.

Und auch für Menschen, die ihre pflegebedürftigen Verwandten dauerhaft zu Hause versorgen, stellen die Weihnachtsfeiertage häufig eine besondere Herausforderung dar. Denn nicht nur ambulante Pflegedienste, sondern auch Apotheken und ärztliche Versorgung sind über die Feiertage meist nur eingeschränkt verfügbar. Die richtige Vorbereitung ist deshalb auch in diesem Fall das A und O. Lesen Sie hier, mit welchen Vorbereitungen Sie die besinnliche Zeit mit pflegebedürftigen Angehörigen erleichtert und was Sie tun können, wenn dennoch ein Notfall eintritt.

Vorbereitungen treffen

Das gemeinsame Beisammensein im Lichterglanz des Weihnachtsfestes ist nicht nur für Kinder ein echtes Highlight. Denn besonders Senioren, die den Rest des Jahres im Pflegeheim verbringen, freuen sich über die gesellige Zeit mit Kindern oder Enkeln – und schwelgen im Duft von Plätzchen und Zimt in den schönsten Erinnerungen. Dennoch kann die Versorgung von pflegebedürftigen Angehörigen auch mit einigem Aufwand verbunden sein. 

Tipp

Gerade bei Angehörigen mit höheren Pflegegraden nimmt die Versorgung unter Umständen viel Zeit in Anspruch. Egal ob als dauerhaft pflegender Angehöriger oder bei einem kurzen Besuch: Zwischen Kindern, Geschenken und Weihnachtsgans geraten Verwandte von Pflegebedürftigen schnell an ihre Grenzen. Ziehen Sie deshalb auch in Erwägung, zumindest für einige Stunden eine ambulante Pflegekraft zu engagieren, die Sie bei der Pflege Ihrer Angehörigen zu Weihnachten unterstützt.

Damit alle Beteiligten die Feiertage möglichst entspannt genießen können, sollten auch bei kurzen Besuchen die Bedarfe der Pflegebedürftigen bereits im Vorfeld genau geklärt werden. So können Sie das heimische Umfeld optimal auf den Aufenthalt vorbereiten – und ersparen sich und Ihren Angehörigen Unannehmlichkeiten.

Pflege durch Angehörige in der Weihnachtszeit: Ist das häusliche Umfeld geeignet?

Je nach Pflegegrad ist die Versorgung pflegebedürftiger Personen mit mehr oder weniger Aufwand verbunden und erfordert unter Umständen einige Hilfsmittel. Die Wohnräume und sanitären Anlagen in Pflegeheimen sind speziell an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst. Doch zu Hause bei den Angehörigen sieht die Lage meist anders aus – denn ein barrierefreies Bad, rutschfeste Böden oder einen Treppenlift sucht man hier meist vergebens. Und auch die Einrichtung der Wohnung hält vor allem für Senioren einige Stolperfallen bereit, die den Angehörigen meist gar nicht auffallen.

Wer seine Verwandten über die Feiertage bei sich aufnehmen möchte, sollte deshalb zunächst im Vorfeld klären, welche Pflegemaßnahmen für die betreffenden Angehörigen notwendig sind – und wie sich diese während des Aufenthalts in der privaten Wohnung umsetzen lassen. Ein Rollator, Rollstuhl oder ein Sitzhocker für die Dusche lassen sich beispielsweise meist unkompliziert mitbringen. Sind dagegen umfangreichere Pflegemaßnahmen und -hilfsmittel erforderlich, muss im Einzelfall entschieden werden, ob ein längerer Aufenthalt bei den Verwandten realisierbar ist.

Tipp

Wenn Sie Ihre Angehörigen über mehrere Tage in der eigenen Wohnung versorgen möchten, sollten Sie dies im Vorfeld nicht nur mit der pflegebedürftigen Person, sondern auch mit der ambulanten Pflegekraft bzw. der Pflege-Einrichtung absprechen. Diese können Sie fachgerecht über Maßnahmen zur Barrierefreiheit sowie die Bedarfe der Pflegebedürftigen informieren – und Sie im Hinblick auf die nötigen Vorbereitungen beraten.

Medikamentenversorgung auch an den Feiertagen sicherstellen

Neben dem räumlichen Umfeld kann auch die medizinische Versorgung der Angehörigen über die Feiertage eine Herausforderung darstellen. Denn da besonders bei pflegebedürftigen Senioren verschiedene Krankheitsbilder vorliegen, müssen sie meist mehrere Medikamente täglich einnehmen und dabei möglicherweise auch einen genauen Zeitplan einhalten. 

Ändert sich dann das gewohnte Umfeld, gerät die tägliche Tabletten-Routine schnell aus dem Blickfeld – was unter Umständen ernsthafte Konsequenzen haben kann. Zudem haben die meisten Apotheken und Sanitätshäuser während der Weihnachtstage geschlossen. Achten Sie deshalb darauf, dass vor allem die folgenden Komponenten der medizinischen Versorgung Ihrer pflegebedürftigen Angehörigen in ausreichender Menge vorhanden sind: 

  • erforderliche Medikamente (auch rezeptfreie)
  • weitere Medizinprodukte, wie Spritzen oder Verbandsmaterial
  • medizinische Hilfsmittel und Geräte, z. B. das Blutdruckmessgerät
  • besondere Pflege- und Hygieneprodukte, wie Desinfektionsmittel
  • eventuell benötigte Notfallmedikamente, z. B. Allergiemittel

Welche Arzneimittel und Pflegemaßnahmen benötigt werden und wann diese einzunehmen oder anzuwenden sind, sollte im Vorfeld immer mit den pflegebedürftigen Angehörigen und den betreffenden Pflegekräften abgesprochen werden. Mit dem Einverständnis der Pflegebedürftigen kann auch der Arzt einen individuellen Medikamentenplan erstellen, der Ihnen während der Weihnachtszeit bei der Einhaltung der medizinischen Routine hilft.

Tipp

Im Weihnachtstrubel mit der Familie vergisst man schnell die Zeit. Stellen Sie deshalb am besten einen Wecker oder den Timer im Handy, der Sie zu gegebener Zeit an die erforderliche Tabletteneinnahme oder die Pflegemaßnahme erinnert.

Weihnachtszeit ist Coronazeit: Was sollten Pflegebedürftige und Angehörige beachten?

Auch wenn die Bundesländer aktuell kaum noch Schutzmaßnahmen vorgeben: Gerade in der Winterzeit stellt das Corona-Virus weiterhin ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko für Pflegebedürftige dar. Vor allem hochbetagte Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem gehören nach wie vor zur Risikogruppe – und bedürfen deshalb nicht nur wegen des COVID-19-Virus, sondern auch im Hinblick auf andere Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel Influenza (Grippe), besonderer Rücksicht. 

Aus diesem Grund sollten Pflegebedürftige, die bekanntermaßen an einer Immunschwäche leiden, auch ohne gesetzliche Vorschriften zusammen mit den Angehörigen genau abwägen, ob eine gemeinsame Weihnachtsfeier angesichts der Risiken sinnvoll ist. Bedenken Sie dabei auch: Ein Ortswechsel über mehrere Tage hinweg für bedeutet viele Pflegebedürftige eine nicht zu unterschätzende Anstrengung, die das Immunsystem zusätzlich schwächen kann. 

Sollten Sie die Entscheidung treffen, das Weihnachtsfest gemeinsam zu feiern, sind in jedem Fall die folgenden Schutzmaßnahmen empfehlenswert:

ImpfungVor allem für ältere Personen und Risikopatienten empfiehlt die STIKO weiterhin regelmäßige Auffrischungsimpfungen. Genauso wie bei professionellen Pflegekräften ist außerdem auch das Impfen für Angehörige, die die Pflege dauerhaft übernehmen, Pflicht. Zwar lässt sich eine Ansteckung mit COVID-19 auf diesem Weg nicht ganz vermeiden – die Krankheit verläuft jedoch in einem Großteil der Fälle deutlich milder.
SchnelltestNicht nur zum Schutz der Pflegebedürftigen ist es sinnvoll, wenn jeder Besucher vor dem Familientreffen einen Heimtest oder Schnelltest im Testzentrum durchführen lässt. Wer sich krank fühlt, sollte außerdem auch mit einem negativen Test lieber zu Hause bleiben.
MaskenNicht nur wegen der Gefahr einer Corona-Infektion ist es im Umgang mit immungeschwächten Patienten auch für Angehörige weiterhin empfehlenswert, Mund und Nase zu bedecken – idealerweise mit einer FFP2-Maske. Besonders bei körpernahen Pflegetätigkeiten kann das Infektionsrisiko auch im Hinblick auf andere Viren und Bakterien deutlich reduziert werden.
Abstand, Lüften, Hände waschen Nach wie vor können die bekannten Hygienemaßnahmen entscheidend dazu beitragen, das Infektionsrisiko zu senken. Im Übrigen gehören viele dieser Regeln, wie beispielsweise eine intensive Handhygiene, für Pflegekräfte ohnehin zum täglichen Standard – und sollten deshalb im Umgang mit pflegebedürftigen Angehörigen auch abseits der Corona-Pandemie dringend eingehalten werden.

Gut zu wissen

Gerade Senioren, die das ganze Jahr über im Pflegeheim wohnen, sind vom Trubel auf der weihnachtlichen Familienfeier oft überfordert. Viele Pflegekräfte berichten deshalb von Heim-Bewohnern, die früher als geplant in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren möchten.Auch deshalb kann es sinnvoll sein, nicht das gesamte Weihnachtsfest gemeinsam zu feiern, sondern kleinere Besuche gezielt zu streuen – zum Beispiel mit gemeinsamen Spaziergängen in der Adventszeit oder Besuchen einzelner Familienmitglieder im Pflegeheim.

SOS unterm Weihnachtsbaum: Was tun, wenn ein Notfall eintritt?

Trotz aller Vorbereitung lässt sich gerade bei Pflegebedürftigen Angehörigen nie ganz ausschließen, dass sich der Gesundheitszustand unvorhergesehen verändert. Während das professionelle Notfallmanagement für geschulte Pflegekräfte zum Handwerkszeug gehört, sind Verwandte im Notfall häufig ratlos. 

Um im Ernstfall keine wertvolle Zeit zu verschwenden, gehört deshalb auch die Planung möglicher Notfallstrategien zu den Vorbereitungen für den Besuch der Pflegebedürftigen zu Hause. Vor allem die wichtigsten Notrufnummern und Anlaufstellen halten Sie am besten bereits im Vorfeld in einer Liste fest, die Sie an einem gut zugänglichen Ort deponieren. Diese sollte vor allem die folgenden Kontakte enthalten:

Rettungsdienst der Feuerwehr Bei lebensbedrohlichen Notfällen (Telefonnummer deutschlandweit: 112)
Ärztlicher BereitschaftsdienstFür die ärztliche Versorgung außerhalb der üblichen Praxiszeiten (Dienste regional unterschiedlich, Informationen erhalten Sie unter der bundesweit erreichbaren Telefonnummer: 116117) 
Apotheken-NotdienstTelefonnummern und Dienste regional unterschiedlich, Informationen erhalten Sie in örtlichen Apotheken oder unter der bundesweiten Rufnummer: 0800 00 22 8 33
Kontakt der Verantwortlichen im Pflegeheim oder des behandelnden ArztesFür mögliche Rückfragen

Wenn der Notfall eintritt, gilt es zunächst Ruhe zu bewahren und unverzüglich die entsprechende Stelle zu informieren. Doch das ist oft leichter gesagt als getan – denn verständlicherweise sind vor allem Angehörige mit der Situation oft überfordert.

 Um den Rettungskräften die Arbeit zu erleichtern und mögliche Behandlungsfehler zu vermeiden, empfiehlt es sich deshalb, auch alle wichtigen Eckdaten über den Gesundheitszustand der pflegebedürftigen Person bereits im Vorfeld zu notieren – am besten in Absprache mit der betreuenden Pflegekraft. Diese kann sie über alle relevanten Erkrankungen Ihres Angehörigen sowie eingenommene Medikamente aufklären.

Weihnachten mit Demenzkranken: Eine besondere Herausforderung

Das Weihnachtsfest ist gerade für Demenz-Erkrankte einen besonders hohen Stellenwert. Denn im Gegensatz zum ständig wechselnden Alltag, sind die Feiertage geprägt von Traditionen und vertrauten Abläufen, die den Betroffenen Sicherheit vermitteln können. Ob der wohlige Duft von Plätzchen und Weihnachtsgans, Melodien von Weihnachtsliedern oder der Anblick der funkelnden Lichter am Tannenbaum – vor allem die weihnachtlichen Sinneseindrücke lösen bei demenzkranken Angehörigen oft die verschiedensten Erinnerungen aus. 

Doch nicht immer verläuft der Weihnachtsabend mit Demenzerkrankten so harmonisch wie gehofft. Denn welche Gedanken und Erlebnisse im Rahmen der weihnachtlichen Stimmung zu Tage treten, lässt sich kaum kontrollieren. So kann es ebenso vorkommen, dass Personen oder Erlebnisse gemischt werden, unvermittelt Tränen fließen oder sogar Aggressionen zu Tage treten. Gerade in diesen Situationen ist von Seiten der Angehörigen viel Einfühlungsvermögen gefragt. 

Die folgenden Tipps und Ideen helfen Angehörigen dabei, die Weihnachtstage mit dementen Personen möglichst gut zu organisieren: 

Traditionen pflegenWeihnachtliche Traditionen bieten Demenzerkrankten oft ungeahnte Sicherheit. Versuchen Sie deshalb, ausgefallene Experimente zu vermeiden und setzen Sie stattdessen auf traditionelle Mahlzeiten und gewohnte Strukturen, die den Betroffenen bekannt sind.
Hektik vermeidenLaute Geräusche oder unübersichtliche Situationen lösen bei Demenzkranken häufig Angst oder Aggressionen aus. Um solche Verunsicherungen zu vermeiden, sollte das Weihnachtsfest möglichst ruhig verlaufen und eher im kleinen Familien-Kreis gefeiert werden. 
Rückzugsraum schaffenGerade in der Flut der weihnachtlichen Erinnerungen können sich Demenzkranke schnell überfordert fühlen. Pflegebedürftige, die die Weihnachtstage bei ihren Angehörigen verbringen, sollten deshalb am besten in einem eigenen Raum untergebracht werden, in den sie sich im Zweifel auch für einige Stunden zurückziehen können. 
Einfühlsame GesprächsführungBesonders in der mittleren Demenzphase können Erlebnisse und Zeitebenen in der Wahrnehmung der Betroffenen verschwimmen. Energische Richtigstellungen von Seiten der Angehörigen sind jedoch meist vergebens – und verunsichern die Demenzkranken zusätzlich. Auch wenn die Betroffenen traurig oder aggressiv werden, ist es oft sinnvoller, das Gespräch mit behutsamen Hinweisen oder neuen Impulsen in eine andere Richtung zu lenken.

Trotz aller Vorbereitung sollten Verwandte, die Ihre dementen Angehörigen über die Feiertage zu sich holen möchten, darauf gefasst sein, dass nicht alles nach Plan läuft. So kann es beispielsweise vorkommen, dass die Betroffenen früher als erwartet darauf bestehen, wieder nach Hause zu fahren, oder nicht zum geplanten Zeitpunkt zurück ins Pflegeheim möchten. Auch in diesen Fällen sollten Angehörige behutsam mit den Demenzkranken umgehen – und idealerweise bereits im Vorfeld einen „Plan B“ mit den Verwandten und dem zuständigen Pflegedienst ausarbeiten.

Freude schenken: Welche Weihnachtsgeschenke eignen sich für Senioren?

Zu einem gelungenen Weihnachtsfest gehören natürlich auch Geschenke. Während die Enkel jedoch meist eine lange Wunschliste vorweisen können, ist es gerade bei Pflegebedürftigen oft schwierig, etwas Passendes zu finden. Auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk für Senioren und Demenzkranke sollten sich Angehörige vor allem fragen, womit sich der Alltag der Betroffenen bereichern lässt.

FotosOb im Album, als Kalender oder gerahmt – Fotos sind nicht ohne Grund der Klassiker unter den Geschenken. Gerade Bilder von gemeinsamen Erlebnissen oder den Enkeln wecken bei vielen Senioren nicht nur liebevolle Erinnerungen, sondern sind auch ein beliebtes Gesprächsthema für Treffen mit Freunden und anderen Pflegeheim-Bewohnern. 
SelbstgemachtesFür viele Angehörige ist Zeit ein rares Gut. Umso bedeutsamer sind für viele Senioren deshalb selbstgemachte Geschenke. Gebastelter Baumschmuck, von den Enkeln eingesungene Weihnachtslieder oder auf CD gesprochene Gedichte zeigen dabei nicht nur Engagement, sondern wecken bei den meisten Senioren auch Gedanken an die eigene Kindheit. So lassen sich selbstgemachte Geschenke auch gut in die Biografiearbeit mit Demenzerkrankten einbinden.
Nesteldecken und Busy CubesDas Nesteln an der eigenen Kleidung oder anderen Gegenständen ist vor allem bei Demenzkranken eine häufige Nebenerscheinung. Das „Begreifen“ fördert dabei nicht nur die eigene Körperwahrnehmung, sondern beruhigt die Betroffenen auch. Nesteldecken mit Taschen, Schlaufen oder verschiedenen Materialien sorgen hierbei für neue Impulse und lassen sich auch gemeinsam mit den Kindern als Nähprojekt anfertigen. Alternativ bieten sogenannte Busy Cubes auch herausfordernde Beschäftigungsmöglichkeiten mit Schaltern, Klingeln oder Drehmechanismen.
Geschenke für die SinneGerade für Demenzkranke im späten Stadium oder Pflegebedürftige mit starken Einschränkungen können besondere Sinneseindrücke eine unerwartete Bereicherung darstellen – denn der Geschmack von selbstgebackenem Stollen, der Geruch von Tannenzweigen oder der Klang von Weihnachtsliedern aus der Kindheit wecken oft Erinnerungen, die bereits verloren schienen.

Fazit: Angehörige zu Weihnachten pflegen – die richtige Vorbereitung zählt

Die Pflege von Angehörigen während der Weihnachtstage erfordert einige Planung. Denn nicht nur die Gegebenheiten in der Wohnung und die medizinische Versorgung der Pflegebedürftigen können eine echte Herausforderung darstellen. Auch die konkrete Gestaltung des Besuchs und das Vorgehen im Notfall müssen im Vorfeld genau mit Pflegekräften und Verwandten abgesprochen werden.

Damit die Bedarfe der Pflegebedürftigen im weihnachtlichen Trubel nicht auf der Strecke bleiben, sollten Angehörige außerdem in Betracht ziehen, die Unterstützung einer ambulanten Pflegekraft in Anspruch zu nehmen. Vor allem dauerhaft pflegende Angehörige erhalten durch diese Hilfe auch einmal eine Auszeit von ihren Verpflichtungen – und können die Weihnachtstage auch selbst gebührend feiern.

FAQ: Häufige Fragen zur Pflege von Angehörigen an Weihnachten

Welche Vorbereitungen sind für die Pflege von Angehörigen zu Weihnachten notwendig?

Wer pflegebedürftige Angehörige an Heiligabend oder über die Feiertage zu sich nehmen möchte, sollte vor allem auf ein barrierefreies Umfeld sowie die Versorgung mit allen notwendigen Pflegemaßnahmen und Medikamenten sicherstellen. Zusätzlich sollte außerdem eine Notfallliste mit den wichtigsten Angaben zu den Pflegebedürftigen und allen Notfallkontakten mit Telefonnummern erstellt werden.

Welche Weihnachtsgeschenke sind für Demenzkranke geeignet? 

Beliebte Geschenke für Demenzkranke sind zum Beispiel Nesteldecken und Busy Cubes – denn durch diese besonderen Gegenstände erhalten die Betroffenen die Möglichkeit, ihren Drang zum „Begreifen“ auszuleben. In höheren Stadien der Demenz sind außerdem auch Geschenke geeignet, die mit Düften, Geschmäckern oder Klängen Erinnerungen bei den Dementen wecken.

Können pflegende Angehörige zu Weihnachten frei nehmen?

Auch pflegende Angehörige können im Rahmen der sogenannten Verhinderungspflege Urlaub beantragen – für insgesamt 42 Tage im Jahr. Die Kosten für die Vertretung, zum Beispiel durch eine ambulante Pflegekraft, trägt in dieser Zeit die Pflegekasse. Zum Teil wird der Betrag jedoch auf das Pflegegeld angerechnet.