Weiterbildung für Pflegefachkräfte

Weiterbildung für Pflegefachkräfte
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Inhaltsverzeichnis

Als Pflegefachkraft kümmern Sie sich um die Bedürfnisse der Patienten. Weiterbildungen in diesem Bereich sorgen somit nicht nur für bessere Qualifikationen, sondern auch die Patienten profitieren davon. Die Weiterbildungen für Pflegefachkräfte sind vielfältig und reichen vom Studium über Aufstiegsfortbildungen bis zu Fachweiterbildungen und Tagesseminaren. Erfahren Sie hier mehr über die Möglichkeiten, die Sie als Pflegefachkraft haben.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Für Pflegefachkräfte gibt es viele Weiterbildungsmöglichkeiten, Sie können sie in den verschiedensten Bereichen und Varianten absolvieren. Überlegen Sie sich also im Vorfeld, was Sie mit der Fortbildung erreichen wollen: Möchten Sie einfach ein Seminar zu einem bestimmten Thema besuchen, um sich auf den neuesten Stand zu bringen? Oder möchten Sie sich beruflich verändern und neue Aufgaben im Pflegebereich übernehmen? Sind Sie Krankenpfleger und möchten sich spezialisieren und mehr Kompetenzen erwerben? Vielleicht fällt es Ihnen auch körperlich immer schwerer, Ihren Beruf auszuüben und Sie suchen nach Möglichkeiten im administrativen Bereich? Die Gründe für eine Weiterbildung für Pflegefachkräfte sind vielfältig.

Wir stellen Ihnen hier vier Weiterbildungsmöglichkeiten vor, die für Sie als Pflegefachkraft infrage kommen.

Pflegeberater

Als Pflegeberater stehen Sie Pflegebedürftigen sowie deren Angehörigen mit individueller Beratung und Hilfestellung zur Seite. Welche Ansprüche haben sie? Welcher Bedarf besteht? Wie ist die Pflegebedürftigkeit einzuschätzen? Wie können Angehörige in der Pflege entlastet werden? Wie viel Pflegegeld steht Angehörigen und Pflegebedürftigen zu? Pflegeberater sind also für von Pflege betroffenen Personen Ansprechpartner und Vermittler. Seit 2009 gibt es die Pflegeberatung als Rechtsanspruch.

Laut § 7a SGB XI gehören zu den Aufgaben eines Pflegeberaters, den Hilfebedarf zu erfassen und zu analysieren, einen individuellen Versorgungsplan zu erstellen und dessen Durchführung umzusetzen sowie zu überwachen und Pflegepersonen über Leistungen zur Entlastung zu informieren.

Mach Sie sich Gedanken über das Berufsbild und überlegen Sie, ob es das ist, was zu Ihnen passt.

Übrigens: Beim Pflegeberater handelt es sich um keinen anerkannten Ausbildungsberuf, im Prinzip kann sich jeder so nennen.

Damit Sie die schwarzen Schafe unter den Anbietern erkennen, sehen Sie bei der Anbietersuche genau hin. Sie als Pflegefachkraft sollten auf jeden Fall darauf achten, dass die Weiterbildung nach § 7a SGB XI zertifiziert ist, sich also an die Weiterbildungsverordnung hält. So sind Sie auf der sicheren Seite, dass die Ausbildung ein Mindestmaß an Qualität erfüllt und nach bundeseinheitlichen Richtlinien erfolgt.

Was sind die Inhalte einer Weiterbildung?

Die Weiterbildung zum Pflegeberater bereitet die Teilnehmer umfassend darauf vor, Pflegebedürftigen, Angehörigen und Pflegenden beratend zur Seite zu stehen. Zu den Lehrgangsinhalten gehören zum Beispiel:

  • Pflegefachwissen, zum Beispiel Kenntnisse der Gesundheits- und Krankenpflege
  • Recht in der Pflege, zum Beispiel Grundlagen des Sozialrechtes, Leistungsrecht der Pflegeversicherung, Vertragsrecht der Kassen, Betreuungsrecht
  • Case Management
  • Bedarfsermittlung
  • Umgang mit Medikamenten
  • Qualitätsmanagement
  • Kultursensible Pflege
  • Kommunikation, Beratung, Antragstellung

Beachten Sie, dass jeder Anbieter die Weiterbildung unterschiedlich aufbaut und gestaltet. Damit Sie auf der sicheren Seite sind, sollten Sie sich bei verschiedenen Anbietern über Inhalte, Kosten, Ablauf und Weiterbildungsform informieren.

Wer ist die Zielgruppe und welche Voraussetzungen gibt es?

Die Pflegeberater Weiterbildung richtet sich in erster Linie an Menschen, die bereits im Gesundheitswesen arbeiten, also zum Beispiel an Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger oder Sozialversicherungsfachangestellte. Entsprechend sind auch die Voraussetzungen, die Sie erfüllen müssen, wenn Sie an einer Weiterbildung zum Pflegeberater teilnehmen wollen. Natürlich können die Teilnahmevoraussetzungen von Anbieter zu Anbieter variieren, aber grundsätzlich sollten Sie mit diesen Punkten rechnen:

  • Abgeschlossene Berufsausbildung in einem Gesundheitsfachberuf wie Gesundheits- und Krankenpfleger oder Sozialpädagoge
  • Alternativ ist die Teilnahme auch mit einem anderen Abschluss möglich, wenn mehrere Jahre Erfahrung in einer beratenden Tätigkeit vorhanden sind oder inhaltliche Schwerpunkte thematisch passend gelehrt wurden

Aber auch Quereinsteigern ist es möglich, Pflegeberater zu werden. Informieren Sie sich dazu bei den Bildungsanbietern, welche Voraussetzungen Sie mitbringen müssen oder ob beispielsweise ein Praktikum in einer Pflegeeinrichtung nötig ist.

Pflegeberater nach§ 45 SGB XI

Eine andere Variante ist die Weiterbildung zum Pflegeberater nach § 45 SGB XI: Pflegeberater schulen in diesem Fall die Angehörigen von Pflegebedürftigen und ehrenamtliche Pfleger. Da die Pflege in viele Fällen privat erfolgt, die Angehörigen in der Regel aber keine Erfahrung in der Pflege haben, ist diese Weiterbildung sehr sinnvoll und hilfreich. Die Schulungen für Angehörige und Ehrenamtliche Pfleger kann auch in den heimischen Wänden durchgeführt werden.

Pflegepädagoge

Vielleicht möchten Sie neue Arbeitsbereiche in der Pflege für sich entdecken, aber bitte nichts, was mit betriebswirtschaftlichen Aspekten zu tun hat? Sie arbeiten gerne in der Pflege und möchten dieses Wissen an andere weitergeben? Pflegepädagogik ist in diesem Fall etwas, das Ihnen zusagen könnte. Als Pflegepädagoge bilden Sie den Nachwuchs von morgen aus und bringen ihm fundiertes Wissen für den jeweiligen Pflegeberuf bei. Sie übernehmen also die Rolle, die Ihr Lehrer oder Praxisanleiter in Ihrer Ausbildung hatte.

Anders als die anderen drei Weiterbildungen, die wir Ihnen hier vorstellen, wird Pflegepädagogik nicht als Weiterbildung angeboten, sondern als berufsbegleitendes Studium. Sie haben nicht nur die Möglichkeit, den Bachelorabschluss zu erlangen, sondern auch den Master noch dranzuhängen.

Im berufsbegleitenden Studium Pflegepädagogik erhalten Sie fundiertes didaktisches Wissen, welche Lernmethoden es gibt, wie Sie den Unterricht gestalten und weiterentwickeln, Konzepte entwickeln, das Wissen vermitteln und einen guten Umgang mit den Auszubildenden haben.

Häufig werden Sie, sofern Sie sich für ein Studium entscheiden, bereits ins dritte Semester eingestuft, da Ihre Berufsausbildung in einem Pflegeberuf auf die Studienzeit angerechnet wird.

Was sind die Inhalte eines Pflegepädagogik-Studiums?

Im Pflegepädagogik Studium zählen zu den Lehrinhalten unter anderem …

  • Pflegewissenschaft
  • Pädagogik
  • Didaktische Modelle und Methoden
  • Lehren und Lernen in Gesundheitsberufen
  • Gesundheitswissenschaft
  • Rechtliche Aspekte
  • Gesundheits- und Sozialpolitik
  • Empirische Grundlagen der Gesundheits- und Pflegeforschung
  • Ethik
  • Kommunikation
  • Medizinische bzw. pädagogische Psychologie

Wer ist die Zielgruppe und welche Voraussetzungen gibt es?

In erster Linie richtet sich das berufsbegleitende Pflegepädagogik Studium an examinierte Kranken- und Gesundheitspfleger, Altenpfleger, Hebammen, Kinderkrankenpfleger und alle anderen Pflegefachkräften mit mehreren Jahren Berufserfahrung. Häufig wird auch eine Hochschulzugangsberechtigung gefordert, also Abitur oder Fachhochschulreife. Viele Pflegekräfte haben dies aber nicht, da sie sich nach dem Realschulabschluss für die Ausbildung entschieden haben. Aber: In allen Bundesländern gibt es seit der Kultusministerkonferenz 2009 Möglichkeiten, auch ohne Abitur zu studieren. Wie dazu die genauen Landesregelungen sind, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Häufig „ersetzen“ eine abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens drei Jahre Berufserfahrung das Abitur oder Fachabitur.

Informieren Sie sich unbedingt über die Regelungen für das jeweilige Bundesland, in dem Sie das Pflegepädagogik Studium absolvieren.

Pflegedienstleistung

Auch die Pflegedienstleitung (PDL) ist kein richtiger Ausbildungsberuf, wohl aber eine bundesweit anerkannte Weiterbildung für Pflegefachkräfte. Da das Aufgabengebiet der PDL eine große Bandbreite umfasst und viel Verantwortung mit sich bringt, ist eine Weiterbildung zwingend nötig. Die PDL ist eine Schnittstelle pflegerischer Stationsleitung und Geschäftsführung, sie ist befugt, den Mitarbeitern Anweisungen zu geben.

Auch wenn es sich nicht um einen richtigen Ausbildungsberuf handelt, gibt es laut §71 Absatz 3 Sozialgesetzbuch XI Richtlinien, die berücksichtigt werden müssen, damit die Weiterbildung zur PDL anerkannt wird. So muss die Weiterbildung eine Mindeststundenzahl von 460 Stunden umfassen; viele Weiterbildungsanbieter gehen weit über diese Stundenzahl hinaus, andere halten sich im Bereich der Mindeststundezahl auf.

Wer ist die Zielgruppe und welche Voraussetzungen gibt es?

Laut §71 Absatz 3 Sozialgesetzbuch XI richtet sich die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung an

„Pflegefachfrau oder Pflegefachmann, Gesundheits- und Krankenpflegerin oder Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger oder Altenpflegerin oder Altenpfleger“.

Außerdem sind mindestens zwei Jahre Berufserfahrung Pflicht. Wer Leiter im Pflegedienst werden will, muss einfach den Berufsalltag einer Pflegefachkraft kennen, nur so kann eine Station oder ein Bereich praxisnah, fair und realistisch geführt und organisiert werden.

Was sind die Inhalte der Weiterbildung zur PDL?

Inhalte der Weiterbildung zur Pflegedienstleitung sind zum Beispiel:

  • Organisation und Kontrolle des betrieblichen Ablaufes
  • Personalführung
  • Personalentwicklung
  • Betriebswirtschaft
  • Pflegeorganisation
  • Pflegewissenschaften
  • Konfliktmanagement
  • Umgang mit Patienten und Angehörigen
  • Arbeitsrecht
  • Sozialgesetzgebung

Wenn Sie also bereits mehrere Jahre Berufserfahrung mitbringen und gerne mehr Verantwortung übernehmen möchten, kann eine Weiterbildung zur Pflegedienstleitung der richtige Weg für Sie sein. Achten Sie jedoch darauf, dass der Bildungsanbieter die vorgegebenen Richtlinien erfüllt und vergleichen Sie verschiedene Bildungsangebote miteinander. Die Möglichkeiten sind zahlreich und in unterschiedlichen Varianten zu finden. Wie erwähnt, beträgt die Mindeststundenzahl 460, kann aber je nach Anbieter bis zu 2.000 Stunden umfassen. Entsprechend unterschiedlich werden auch die Inhalte behandelt.

Auch hier gilt: informieren, informieren, informieren.

Krankenpflege

Vielleicht wollen Sie gar nicht hoch hinaus mit einer Weiterbildung, sondern in Ihrem Beruf in der Krankenpflege bleiben. Für Kranken- und Gesundheitspfleger gibt es eine Menge an verschiedenen Fachweiterbildungen, mit denen sie sich auf einen bestimmten Bereich spezialisieren können und so zum Fachkrankenpfleger werden. Das sind zum Beispiel:

  • Intensivpflege- und Anästhesie
  • Onkologie
  • Nephrologie
  • Rehabilitation und Langzeitpflege
  • Psychiatrische Pflege
  • Hygiene
  • Palliativ- und Hospizpflege
  • Klinische Geriatrie
  • Schmerzmanagement und Schmerztherapie
  • Gerontopsychiatrische Fachkraft

Egal, für welche Weiterbildung für Pflegefachkräfte Sie sich entscheiden, gutes Personal wird immer gesucht und gerade der vorherrschende Mangel an Pflegekräften macht es für Sie leicht, Arbeit zu finden.

Wir haben Ihnen nun vier von vielen Möglichkeiten vorgestellt. Wenn Sie jetzt nach einer Weiterbildung suchen, finden Sie passende Anbieter für Pflegeweiterbildungen bei Fortbildung.net.

Seminare

Vielleicht möchten Sie nicht gleich komplett neue Aufgaben in Ihrem Pflegeberuf übernehmen, sondern sich einfach mit einem Tages- oder Wochenseminar für Ihren Beruf weiterbilden? In diesem Fall bietet sich Ihnen ebenfalls eine große Palette an Seminaren und Kursen an.

Seminare für Pflegefachkräfte gibt es unter anderem in den Bereichen Demenz, Palliative Care, kultursensible Pflege, Wundmanagement oder Recht in der Pflege. Da es so viele verschiedene Weiterbildungen gibt, macht es Sinn, dass Sie sich Zeit nehmen und Gedanken darüber machen, welches Ziel Sie mit der Weiterbildung erreichen möchten, in welcher Studienform und wie hoch die Kosten sein können bzw. welche Finanzierungsmöglichkeiten Sie haben.

Berufsbegleitend studieren

Eine Alternative zu einer Weiterbildung für Pflegefachkräfte stellt ein berufsbegleitendes Studium dar. Berufsbegleitend studieren können sie via Onlinestudium, Blended Learning, Fernstudium oder berufsbegleitendem Präsenzstudium.

Ein berufsbegleitendes Studium ist so ausgelegt, dass es sich organisatorisch mit dem Beruf vereinen lässt. Jede der genannten Studienformen ist mit ihrem Pflegeberuf vereinbar, sei es, weil die Seminare am Abend oder Wochenende stattfinden oder Sie bequem von zu Hause aus lernen können, weil Sie sich für ein Fernstudium entschieden haben.

Gerade im Gesundheitsbereich gibt es eine recht große Auswahl an Studiengängen, die sich berufsbegleitend studieren lassen. Mögliche Studiengänge sind:

  • Pflegemanagement
  • Pflegewissenschaft
  • Pflegepädagogik (bereits oben vorgestellt)
  • Pflegeleitung
  • Gesundheitswissenschaften
  • Gesundheitsmanagement
  • Gesundheitsökonomie
  • Gerontologie

Ein berufsbegleitendes Studium wird Sie beruflich voranbringen. Unterschätzen Sie jedoch nicht den zeitlichen und finanziellen Aufwand. Je nach Hochschule, Akademie und Studiengang müssen Sie einen Arbeitsaufwand von zehn bis zwanzig Stunden einplanen. Auch die Kosten sind nicht ohne und liegen je nach Hochschule, Studiengang und Abschluss grob zwischen 9.000 und 14.000 Euro. Abweichungen nach oben und unten gibt es immer, informieren Sie sich also auf jeden Fall bei den Hochschulen und nehmen Sie sich Zeit, diese sowie das Studienangebot miteinander zu vergleichen.

Fernstudium

Vielleicht stellt sich Ihnen die Frage, wie Sie neben der Arbeit noch ein Seminar, eine Weiterbildung oder ein ganzes Studium bewerkstelligen können. Viele Weiterbildungen können Sie mittels eines Fernstudiums absolvieren.

Tatsächlich ist ein Fernstudium für Arbeitnehmer die bequemste Form sich weiterzubilden oder zu studieren. Es bietet Ihnen maximale Flexibilität, denn bei einem Fernstudium entscheiden Sie, wann und wo Sie lernen. Die Bildungsanbieter schicken Ihnen das Lernmaterial entweder per Post nach Hause oder Sie laden es sich online herunter. Dann haben Sie Zeit, das Material durchzuarbeiten und Aufgaben zu bearbeiten. Zur Kontrolle schicken Sie die Aufgaben ein und erhalten dann eine Rückmeldung von Ihren Dozenten.

Ein weiterer Vorteil des Fernstudiums ist, dass es zwar eine Regelstudienzeit gibt, Sie diese aber an den meisten Fernhochschulen kostenlos verlängern können.

Ein Fernstudium ist allerdings nicht für jeden geeignet bzw. fragen Sie sich, ob es Ihnen leichtfällt, in Eigenregie zu studieren. Da Sie in einem Fernstudium an keinen oder nur sehr wenigen Seminaren teilnehmen, haben Sie keinen Druck von außen, keine Anwesenheitspflicht. Stattdessen müssen Sie an den Wochenenden und nach Feierabend lernen – und das aus eigener Motivation heraus. Falls Sie sich unsicher sein sollten, ob ein Fernstudium wirklich die richtige Studienform für Sie ist, nutzen Sie die Möglichkeit eines kostenlosen Probestudiums. Die meisten Fernhochschulen bieten das an, zum Beispiel für vier Wochen oder in der Form, dass Sie das erste Studienheft kostenlos durcharbeiten dürfen. Wenn Ihnen das Fernstudium zusagt und Sie dieses fortführen wollen, dann werden Ihnen die bisher erbrachten Leistungen angerechnet.

Die Klausuren werden bisher in der Regel in einem Studienzentrum der jeweiligen Fernhochschule geschrieben, aber bei einzelnen Anbietern ist es mittlerweile auch möglich, die Klausuren von zu Hause aus zu schreiben – per Videoüberwachung.

Online Studium

Ein Online Studium ist eine Form des Fernstudiums, schließlich lernen Sie auch bei dieser Studienform von zu Hause aus. Sie lernen hauptsächlich mit digitalen Unterlagen, Webinaren und Lern-Videos. Es kann auch durchaus vorkommen, dass Sie zu einigen wenigen Präsenzveranstaltungen müssen, das ist aber von Anbieter zu Anbieter und Studium zu Studium unterschiedlich.

Mit den Klausuren sieht es ähnlich aus, wie bei einem Fernstudium. Bisher müssen Sie für die Klausur persönlich vor Ort sein, um diese mitzuschreiben. Wenige Anbieter bieten reine Online-Klausuren an, vermutlich werden es mehr und mehr werden, da sich Online- und Fernstudium zunehmend großer Beliebtheit erfreuen. Allerdings ist auch zu beachten, dass die Auswahl an Online-Studiengängen im Vergleich zu Präsenz- oder Fernstudiengängen überschaubar ist, vor allem da viele Videos produziert werden müssen, was in der Tat ein nicht zu unterschätzender Aufwand für die Anbieter bzw. Hochschulen bedeutet.

Falls Sie sich fragen, ob ein Online Studium die gleiche Anerkennung erhält, wie ein Fernstudium oder Präsenzstudium, lautet die Antwort ja. Achten Sie aber darauf, dass Anbieter und Studiengang von offizieller Seite anerkannt sind und das Online Studium auch tatsächlich mit einem akademischen Abschluss abschließt.

Wichtige Zusatzqualifikationen

Weiterbildungen sind für Pflegefachkräfte wichtige Zusatzqualifikationen. Sie erweitern das bestehende Wissen, erweitern das Aufgabengebiet und ermöglichen einen Karriereschritt nach oben. Wie Sie in diesem Artikel gesehen haben, muss es nicht immer ein akademisches Studium sein. Es gibt auch viele Weiterbildungen für Pflegefachkräfte, die weniger zeitaufwendig und kostenintensiv sind und Sie trotzdem Ihrem Ziel näherbringen.

Auch sogenannte Aufstiegsfortbildungen zum Fachwirt oder Betriebswirt bringen berufliche Veränderungen mit sich. Nach der Aufstiegsfortbildung arbeiten Sie dann nicht mehr direkt mit den Patienten, sondern Sie gehen in den betriebswirtschaftlichen Bereich, erstellen Abrechnungen, machen die Kosten-Leistungsrechnung und führen Wirtschaftlichkeitsanalysen durch. Je nachdem wo sie arbeiten und wie groß die Einrichtung oder das Krankenhaus ist, können auch Aufgaben aus dem Personalbereich (Verträge, Dienstpläne, etc.) hinzukommen oder Marketingarbeit.

Egal, für welchen Weg Sie sich entscheiden: Die Zeugnisse, die Zertifikate, die Urkunden, all das sind am Ende die Bestätigung für das, was Sie neben Ihren Beruf geschafft haben. Ihre Mühen schlagen sich auf Ihren Lohn nieder. Je nachdem für welche Weiterbildung, welches Seminar oder Studium Sie sich entscheiden, können Sie sich über mehr Gehalt freuen. Im Recruiting freut man sich über kompetentes Personal in einer Pflegeeinrichtung und generell dürfen sich die Patienten auf eine umfassende, kompetente Versorgung freuen.