Hygiene in der ambulanten Pflege

Ambulante Pflege kümmert sich Zuhause um Patienten.
Hygiene in der ambulanten Pflege
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Inhaltsverzeichnis

Ambulante Pflege lässt sich als häusliche Pflege verstehen, die Menschen in ihrem häuslichen Umfeld erhalten. Der Pflegedienst kommt regelmäßig vorbei und bietet medizinische, pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgungsleistungen an. Meistens werden diese Aufgaben zunächst von pflegenden Angehörigen übernommen. Der ambulante Pflegedienst ist im Umgang mit Medizin geschult und entlastet die Familie bei Bedarf, weshalb er häufig vorzuziehen ist.

Was versteht man unter ambulanter Pflege?

Ambulant bedeutet, dass der Pflegedienst im Voraus abgesprochene Arbeiten direkt im Haus der pflegebedürftigen Person übernimmt. Dies kann mehrmals in der Woche, aber auch mehrmals pro Tag der Fall sein. Zu den Aufgaben gehören zum Beispiel Grundpflege, medizinische Versorgung oder die Begleitung zu Arztbesuchen.

In einem Pflegeplan legt der ambulante Pflegedienst in Absprache mit dem Betreuungsbedürftigen und den Angehörigen fest, welche Aufgaben wie häufig gewünscht werden. Dabei ist es auch möglich, einen Arzt zur Rate zu ziehen.

Um die Leistungen abrechnen zu können, dokumentiert der ambulante Pflegedienst jede Dienstleistung detailliert. Viele Leistungen deckt die Pflegeversicherung ab. „Sonderwünsche" wie etwa die Pflege von Haustieren oder Pflanzen muss der Pflegebedürftige jedoch fast immer selbst bezahlen.

Wann ist die ambulante Krankenpflege empfehlenswert?

  • Nach einer Operation oder einem schweren Eingriff
  • Nach einem Krankenhausaufenthalt
  • Bei schwerer Krankheit
  • Bei Unselbständigkeit im Alltag
  • Zur Unterstützung von pflegenden Angehörigen

Welche Leistungen bietet ein ambulanter Pflegedienst?

Ein ambulanter Pflegedienst leistet eine ausführliche medizinische Behandlungspflege und orientiert sich dabei am Fünften Sozialgesetzbuch.

Die enthaltenen Leistungen der medizinischen Behandlungspflege sind:

Auch die Grundpflege gehört zu den Dienstleistungen ambulanter Diensten. Diese beinhaltet die Hilfe bei der Körperpflege, Unterstützung bei der Mobilität, Ernährung, Training von Fähigkeiten sowie die Förderung von Ressourcen.

Die Pflege kann sowohl nachts als auch tagsüber erfolgen. Die nötigen Konditionen werden schriftlich festgehalten.

Zur hauswirtschaftlichen Versorgung, die viele Pflegebedürftige ebenfalls anfragen, gehören folgende Leistungen:

  • Einkaufen
  • Kochen
  • Reinigen der Wohnung

Häufig gehört dazu noch die Seniorenbetreuung. Diese soziale Arbeit besteht zum Beispiel aus Bestätigungsangeboten, gemeinsamen Spaziergängen und der Begleitung zu kulturellen oder sozialen Veranstaltungen. Hier ist das gegenseitige Vertrauensverhältnis besonders wichtig.

Viele Pflegekräfte können auf Wunsch auch die Pflegebedürftigen selbst sowie deren Angehörige beraten. Sie bieten im Rahmen privater Sitzungen oder im Rahmen von Kursen in den Räumlichkeiten des ambulante Pflegedienstes Kurse und Beratungen an.

Was sind die Vorteile der ambulanten Pflege?

Die ambulante Pflege bietet viele Vorteile für Patienten, die für einen kurzen Zeitraum oder punktuell Unterstützung benötigen. Die Planbarkeit der Besuche hilft dabei, das Personal des ambulanten Dienstes je nach Bedarf richtig einzusetzen.

Zudem ist die ambulante Pflege sehr transparent. Jede Leistung hat ihre eigene Abrechnung und wird dokumentiert. Somit weiß der Pflegebedürftige, dass er in den besten Händen ist und genau die benötigten Leistungen erhält.

In den meisten Fällen ist es möglich, sich einen „Stammpfleger" zu reservieren. Insbesondere, wenn eine 24-Stunden-Pflege verlangt wird, muss der Pflegebedürftige sich nicht an neue Gesichter gewöhnen, sondern darf sich darauf verlassen, dass immer die gleiche Bezugsperson die gewünschten Leistungen durchführt.

Dadurch, dass viele Krankenpfleger in Deutschland aus Osteuropa kommen und nur einen geringen Lohn fordern, ist die 24-Stunden-Pflege meist nur unwesentlich teurer als die gelegentliche Nutzung eines klassischen ambulanten Pflegedienstes.

Was sind die Nachteile der ambulanten Pflege?

Zugleich hat die ambulante Pflege auch Nachteile. Denn in einer stationären Einrichtung ist es meist einfacher, alle Bedürfnisse einer pflegebedürftigen Person abzudecken. Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur können die Pflegekräfte rund um die Uhr Leistungen erbringen, die nicht immer zu festen Uhrzeiten planbar sind.

Der Anschluss zu anderen Patienten fehlt in der ambulanten Pflege. Dadurch kann es zu einer Vereinsamung kommen, während in einem stationären Pflegeheim Freundschaften mit Gleichaltrigen möglich sind.

Hinweis:

Vor allem für Menschen mit geistigen Einschränkungen, etwa mit Demenz, ist es meist besser, in der gewohnten Umgebung zu bleiben. Dafür ist die 24-Stunden-Pflege eine gute Möglichkeit, eine hohe Lebensqualität zu erhalten.

Was sind die Pflegestandards der ambulanten Pflege?

In der ambulanten Pflege gibt es festgelegte Standards, die genau erklären, wie die jeweilige Pflegeleistung durchgeführt werden sollte.

Diese teilen sich in drei Bereiche auf:

  • Behandlungspflege (BP)
  • Grundpflege (GP)
  • Spezielle Pflege (SP)

Zur Behandlungspflege gehören zum Beispiel Standards für die Blutdruckkontrolle, die Sondenpflege, das Anlegen eines Katheters oder die Reanimation. Sie alle sind mit BP gekennzeichnet und lassen sich dem Pflegeplan entnehmen.

Bei der Grundpflege sind Leistungen wie Duschen, Mundpflege, Sturzprophylaxe und Schmerzmanagement Bestandteil der Pflegestandards. Sie werden mit GP gekennzeichnet, beispielsweise „GP Schmerzmanagement".

Zur Speziellen Pflege können Leistungen wie Sprachtraining, Esstraining oder die Lagerung nach einer Apoplexie gehören. Hier sind die Buchstaben SP Hinweis auf den jeweiligen Pflegestandard.

Welche Hygienestandards gibt es in der ambulanten Pflege?

Ebenso wie in der stationären Pflege gibt es auch für die Hygiene im der ambulanten Bereich strikte Standards und Hygienemaßnahmen, die das Personal einhalten muss.

Zu den Hygienestandards der ambulanten Pflege gehören zum Beispiel folgende:

  • Gründliche und regelmäßige Desinfektion der Hände
  • Desinfektion von Flächen und Gegenständen
  • Desinfektion von Instrumenten

Dabei ist es wichtig, dass die Desinfektionsmittel nach Abwägung einer Infektionsgefährdung eingesetzt werden. Insbesondere Kontakte zu Krankheitserregern sollten vermieden werden. Die Standards halten auch die vorgeschriebenen Konzentrationen und Einwirkzeiten der verschiedenen Mittel fest.

Das Pflegepersonal ist dazu angehalten, die nötigen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen in einem sogenannten Reinigungs- und Desinfektionsplan aufzulisten, dieser Hygieneplan soll dann gut sichtbar aufgehangen werden. So wissen andere Pflegekräfte, worauf es zu achten gilt und wann die letzte Grundreinigung vorgenommen wurde.

Hinweis

Je nach Anwendungsgebiet sollte der ambulante Pflegedienst ein passendes Mittel aus der aktuellen Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene auswählen. Bei Bedarf ist es empfehlenswert, Rückspräche mit dem Gesundheitsamt zu halten.

Händedesinfektion: Händehygiene in der ambulanten Pflege

Essenziell in der ambulanten Pflege ist die Hygiene der Hände, um Kontaktinfektionen zu vermeiden. Diese Maßnahme schützt sowohl den Pflegebedürftigen als auch das Personal des ambulanten Pflegedienstes und gilt als Infektionspävention.

Das Personal sollte beim Hausbesuch das folgende Zubehör für die Händehygiene mitbringen:

  • Händedesinfektionsmittel
  • Flüssigseife
  • Einweghandtücher
  • Einmalschutzanschuhe

Wichtig

Vermeiden Sie den Gebrauch von Stückseifen und Gemeinschaftshandtüchern!

Obwohl das Händewaschen die Anzahl der Keime auf den Händen reduziert, ist es nicht ausreichend, um die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden. Daher ist es immer vorzuziehen, die Hände zu desinfizieren. Dies gilt insbesondere vor dem Kontakt zum Pflegebedürftigen, dem Umgang mit Lebensmitteln und dem Verlassen der Wohnung.

Der Umgang mit infektiösen Materialien, mit Körperflüssigkeiten sowie mit Tieren ist besonders gefährlich. Nach dem Niesen oder Husten ist eine Desinfektion ebenfalls sofort als Hygienemaßnahme erforderlich.

Hinweis

Weitere Vorgaben lassen sich den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) entnehmen, die die genauen Anforderungen an das Händewaschen, die Händepflege, das Tragen von Handschuhen und die Desinfektion von Händen enthält.

Reinigung von Flächen und Gegenständen in der ambulanten Pflege

Zu den Pflegeleistungen gehört oft auch die Reinigung von Flächen und Gegenständen. Zudem gibt es strenge Hygienestandards für Pflegepersonal, das während der Arbeit in Kontakt mit Flächen in der Wohnung des Pflegebedürftigen kommt. Anders als beispielsweise bei der Krankenhaushygiene, ist im Privathaushalt ist dafür in vielen Fällen die Feuchtreinigung ausreichend.

In Situationen wie etwa einer sichtbaren Kontamination oder dem Umgang mit Medikamenten oder Exkreten, die in Kontakt mit einer Fläche oder einem Gegenstand gekommen sind, ist eine Desinfektion vorzuziehen. Diese sollte mit von KRINKO gelisteten Mitteln geschehene. Pflegekräfte können sich an die „Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen" von KRINKO halten.

Wichtig ist auch, bei Desinfektionsmaßnahmen Schutzkleidung wie entsprechende Handschuhe und einen Kittel oder eine Schürze zu tragen. Bei Reinigungsmaßnahmen ist dies nicht nötig, zum Schutz der Haut aber in vielen Fällen empfehlenswert.

Sterilisation von Instrumenten in der ambulanten Pflege

Wie bei der Krankenhaushygiene, ist es auch in der ambulanten Pflege grundsätzlich aus hygienischen Gründen vorzuziehen, Einwegmaterial und Einweginstrumente zu nutzen. Wenn dies nicht möglich ist, sollten Pflegekräfte die genutzten Instrumente entsprechend aufbereiten.

Dabei ist es essenziell, die Übertragung von pathogenen Krankheitserregern zu 100 % auszuschließen. KRINKO hat auch hier ein Merkblatt zu den „Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten" mit entsprechenden Abläufen.

Das Pflegepersonal sollte folgende Grundsätze bei der Sterilisation von Instrumenten in der ambulanten Pflege berücksichtigen:

  • Die Sterilisation erfolgt nicht im Haus des Pflegebedürftigen
  • Benutzte Instrumente müssen in sicheren, desinfizierbaren und verschlossenen Transportbehältnissen zur Wiederaufbereitung gebracht werden
  • Nur sachkundiges Personal darf die Instrumentenaufbereitung durchführen
  • Die richtige Reihenfolge lautet: Reinigen, Desinfizieren, Spülen, Trocknen, Pflegen, Prüfen auf Funktionsfähigkeit, Verpacken, Sterilisieren und sachgerecht Lagern
  • Einmalinstrumente dürfen nicht aufbereitet werden
  • Die maschinelle Aufbereitung ist zu bevorzugen
  • Das Fachpersonal muss das Sterilisationsdatum schriftlich festhalten
  • Das Verfallsdatum muss beachtet werden

Weitere Hygiene-Vorgaben in der ambulanten Pflege

Darüber hinaus gibt es viele weitere Situationen in der ambulanten Pflege, die Hygiene und Reinigung erfordern. Dazu gehört zunächst einmal der Umgang mit Wäsche. Wenn es zu den Leistungen gehört, die Bekleidung des Pflegebedürftigen zu reinigen, gelten bestimmte Grundsätze zum Wäschewechsel, beispielsweise:

  • Sichtbare Verschmutzung: sofortiger Wäschewechsel
  • Bettwäsche alle zwei Woche (bei bettlägerigen Personen wöchentlich)
  • Handtücher zweimal wöchentlich
  • Waschlappen täglich (Einmalgebrauch ist vorzuziehen)
  • Unterwäsche täglich

Hinweis:

Das ambulante Pflegepersonal sollte die Wäsche bei mindestens 60°C waschen. Wenn Verunreinigungen durch Substanzen wie Blut, Urin oder Stuhl vorliegen, ist die Wäsche bei Temperaturen von 90 - 95°C empfehlenswert.

  • Arbeitskleidung

Die Arbeitskleidung der Angestellten des ambulanten Pflegedienstes sollte aus Gewebe bestehen, das sich leicht mit einem wirksamen, desinfizierenden Verfahren waschen lässt. Es gibt keine vorgeschriebene Arbeitskleidung, doch viele ambulante Pflegedienste stellen eine Art Uniform zur Verfügung.

Wichtig ist, dass das Pflegepersonal strikt zwischen privater Wäsche und Arbeitskleidung trennt. So ist es möglich, die Arbeitskleidung bei möglichst hohen Temperaturen zu waschen und somit für maximale Hygiene zu sorgen.

  • Umgang mit Lebensmitteln

Auch für den Umgang mit Lebensmitteln gibt es strenge Vorschriften. Das Pflegepersonal muss sich vor dem Umgang mit Lebensmitteln die Hände waschen oder desinfizieren, sich von der Genusstauglichkeit überzeugen und stets das Haltbarkeitsdatum prüfen.

Wenn Speisen geliefert werden, sollte die Pflegekraft überprüfen, dass die Transportbehälter sauber sind und die nötigen Temperaturen einhalten. Kalte Speisen sollten nicht über 15°C haben, während warme Speisen mindestens 65°C aufweisen sollten.

Bei einer angemessenen Kühlung ist es möglich, nicht genutzte Speisen später zu verbrauchen. Dabei sollten jedoch längere Standzeiten vermieden werden.

Hinweis:

Das Pflegepersonal darf den Speisen kein rohes Ei hinzufügen, wenn diese nicht mehr erhitzt werden.

  • Abfallbeseitigung

Zuletzt sollte das Pflegepersonal sich mit der Abfallbeseitigung auskennen. Hier gilt die „Vollzugshilfe zur Entsorgung von Abfällen aus Einrichtungen des Gesundheitsdienstes" der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA). Wichtig ist es, die landesrechtlichen und regionalen Besonderheiten der Abfallentsorgung zu beachten.

Das Personal des ambulanten Pflegedienstes ist dafür zuständig, den Abfall korrekt zu trennen.

Aus infektionspräventiver und umwelthygienischer Sicht sind an die folgenden Gegenstände besondere Ansprüche zu stellen:

  • Geöffnete Ampullen, benutzte Kanülen, scharfe und spitze Gegenstände: in verschließbaren Einwegbehältern sammeln und über den Hausmüll entsorgen
  • Textilien, die Blut, Sekrete oder Extrekte enthalten: in reißfesten und wasserdichten Behältnissen sammeln und verschlossen entsorgen
  • Größere Flüssigkeitsmengen: Abwasser
  • Altmedikamente: Absprache mit der Apotheke

Wichtig ist dabei stets, dass durch die entsorgten Abfälle keine Gefahr für die Allgemeinheit besteht. Insbesondere gilt es hier, neugierige Kinder zu bedenken. Im Zweifelsfall ist es immer möglich, sich mit der lokalen Abfallberatung oder Wertstoffberatung in Kontakt zu setzen und eine Beratung anzufordern.

Ambulante Pflege in Deutschland

In Deutschland gab es Ende 2017 etwa 3,4 Millionen Pflegebedürftige. Der demographische Wandel sowie die steigende Lebenserwartung führen dazu, dass diese Zahl in den nächsten Jahren immer weiter ansteigen wird. 

Wussten Sie?

Insgesamt hat das Statistische Bundesamt 14.100 ambulante Pflegedienste und 14.500 Pflegeheime erfasst.

Dies spiegelt sich auch in den Zahlen zur Versorgungsart wider:

  • 24 % der Pflegebedürftigen werden stationär in einem Heim versorgt
  • Über 75 % werden zuhause gepflegt, wovon ambulante Pflegedienste 24,3 % übernehmen. Die restliche Pflege nehmen die Angehörigen vor

Das bedeutet, dass die ambulante Pflege zahlenmäßig beinahe genauso häufig in Anspruch genommen wird wie die stationäre Pflege. Jedoch gilt es, die Dunkelziffer der vielen Angehörigen zu berücksichtigen, die selbst ambulante Pflege leisten, ohne bei einem Pflegedienst zu arbeiten oder entsprechend qualifiziert zu sein.

Interessant ist es auch, dass deutlich mehr Frauen als Männer pflegebedürftig sind. Das liegt unter anderem an der höheren Lebenserwartung von Frauen, was erklärt, warum in der Altersgruppe ab 85 kaum Männer gepflegt werden.

Fazit

Die Entscheidung für einen ambulanten Pflegedienst fällt häufig dann, wenn die Angehörigen, die bisher mit der Pflege betreut waren, diesen Service nicht mehr leisten können oder wollen. In vielen Fällen entscheidet die pflegebedürftige Person, zuhause zu blieben und nicht in ein stationäres Pflegeheim zu gehen. Wo immer möglich sollte diesem Wunsch entsprochen werden.

Der ambulante Pflegedienst bietet ein großes Spektrum an Leistungen an, die alle im Zuhause des Pflegebedürftigen durchgeführt werden können. Neben der Behandlungspflege, die etwa nach einer Operation nötig wird, gehört dazu die Grundpflege. Bei manchen Krankheitsbildern oder im Alter kann eine spezielle Pflege nötig sein.

Um eine hohe Qualität zu gewährleisten, gibt es für die ambulante Pflege strenge Standards. Diese beziehen sich auf die Pflegeleistungen selbst, aber auch auf die Hygiene der durchgeführten Leistungen. Für die Reinigung von Händen, Flächen und Instrumenten sowie den Umgang mit Wäsche, mit Lebensmitteln und mit Abfällen sind detaillierte Regelungen vorhanden. Hygienepläne müssen erstellt und eingehalten werden.

Es gilt, je nach Einzelfall die Entscheidung für oder gegen die ambulante Pflege zu treffen. Die Vorteile wiegen die Nachteile häufig auf, wobei der soziale Aspekt bei der ambulanten Pflege manchmal zu kurz kommt. Ideal ist es daher, wenn der Pflegedienst immer die gleiche Person als Vertrauens- und Bezugsperson zum Pflegebedürftigen sendet.