Prellungen bei Senioren

Vorbeugung und Behandlung
Prellungen bei Senioren
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Inhaltsverzeichnis

Aufgrund nachlassender kognitiver Fähigkeiten, neurologischer Störungen, äußeren Umständen und Erkrankungen des Bewegungsapparats sind Senioren vermehrt von stumpfen Verletzungen und Prellungen betroffen. Erfahren Sie bei alles über die Ursachen von Prellungen bei alten Menschen, deren verschiedenen Formen, Erste-Hilfe-Maßnahmen und langfristige Behandlungsmöglichkeiten.

Aufgrund nachlassender körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit (z. B. eingeschränkte kognitive Fähigkeiten, neurologische Störungen, Erkrankungen des Bewegungsapparats usw.) und äußeren Umständen (z. B. Wetter, Regen, Glatteis usw.) sind insbesondere geriatrische Patienten (Senioren) vermehrt von Prellungen und anderen stumpfen Verletzungen betroffen. Die Sturzgefahr und andere Risikofaktoren steigen.

Was sind stumpfe Verletzungen?

Stumpfe Verletzungen (Traumata)“ ist der Oberbegriff für durch äußere Einwirkungen entstandenen Verletzungen, bei denen es nicht zu offenen Wunden kam. In diese Kategorie fallen z. B.

1. Frakturen/Knochenbrüche

Bei einer Fraktur kam es zu einer kompletten oder nur teilweisen Unterbrechung der Knochenkontinuität. Eine typische Fraktur bei alten Menschen ist die Oberschenkelhalsfraktur. Diese entsteht in der Regel aufgrund eines Sturzes und wird durch mangelnde Muskulatur, Osteoporose und natürlich das Alter begünstigt.

Tipp

Sind Senioren z. B. gestürzt, lassen sich Frakturen am schnellsten durch eine Fehlstellung der betroffenen Gelenke/Knochen und/oder persistierende Schmerzen erkennen.

Wissenswert

Besteht der Verdacht eines Knochenbruchs, ist immer ein Arztbesuch notwendig. Dieser wird, um auf Nummer sicher zu gehen, immer eine Röntgenaufnahme erstellen. Daran lässt sich sehr gut erkennen, ob es nur eine Prellung oder ein tatsächlicher Knochenbruch ist.

2. Quetschungen (Kontusionen) und Prellungen

Typische Ursachen für das Entstehen von Prellungen und Quetschungen sind Stürze und Stöße. Bei einer Prellung oder einer Quetschung werden meist die Blutgefäße verletzt, was zu Hämatomen (Einblutungen) führt. Gleichzeitig kommt es zum Anschwellen der gequetschten Muskeln und Weichteile, was natürlich Schmerzen in den betroffenen Bereichen hervorruft. Diese sind stärker, wenn es zu Einblutungen in die Knochenhaut kam.

Wissenswert

Wurde das Gewebe verletzt, leitet der menschliche Organismus sofort eine entsprechende Reparaturmaßnahme ein. Diese sind normalen Entzündungsprozessen äußerst ähnlich. Des Weiteren kommt es zu Schwellungen durch den behinderten Fluss der Lymphe. Gleichzeitig sind Einblutungen (Hämatome) keine Seltenheit. Alles in Kombination ist der Grund, warum Prellungen und Quetschungen auch lange nach dem verursachenden Unfall immer noch Schmerzen verursachen.

Quetschungen und Prellungen: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

PrellungenQuetschungen
-          Schwellungen-          Schwellungen
-          Einblutungen (Bluterguss)-          Einblutungen (Bluterguss)
-          Schmerzen-          Schmerzen
-          Banale Gewebsschädigung-          Zerstörtes Gewebe
-          Keine längerfristige Bedeutung 

3. Luxation/Nierenerkrankung (Synonym: Gelenkblockade, Verrenkung, Verstauchung)

Bei einer Luxation werden die Gelenkflächen plötzlich und ruckartig derartig stark verschoben, dass es nicht selten zum Reißen der Gelenkkapsel und/oder der Bänder kommt. Damit das ausgekugelte Gelenk wieder heilen kann und funktionsfähig bleibt, muss es repositioniert werden (Einrenken). Das ist die Aufgabe eines Arztes.

Wissenswert

Ausgekugelte Gelenke müssen zeitnah vom Arzt eingerenkt werden, um dauerhafte Gefäß- und Nervenschäden zu verhindern. Auf dem Weg zum Arzt sollte das luxierte Gelenk unbedingt ruhiggestellt und hochgelagert werden.

4. Verstauchungen

Durch eine äußere, plötzlich auftretende Einwirkung werden die Muskeln, Sehnen und Bänder ruckartig überdehnt. Die Gefahr besteht hier, dass die Bänder oder die Gelenkkapsel reißen. Schlimmstenfalls kommt es noch zu einer Verletzung der Knochen oder Knorpel.

Wissenswert

Bei einer Verstauchung kommt es genau wie bei einer Prellung erst einmal zu einer Schwellung (Behinderter Fluss der Lymphe/Einblutung (Hämatom). Hinzukommt, dass das betroffene Gelenk schmerzt und/oder in seiner Beweglichkeit stark eingeschränkt ist. Von außen lässt sich nicht beurteilen, ob es neben der Verstauchung zu einem Bänderriss oder einer Knochenverletzung kam. Darum ist bei einer möglichen Verstauchung der Besuch beim Arzt ratsam – Stichwort: Röntgen.

Stumpfe Verletzungen wie Prellungen bei Senioren: Welche prophylaktischen Maßnahmen sind sinnvoll?

Einer der Hauptgründe für das Auftreten von Prellungen bei Senioren sind Stürze im Haushalt und/oder im Bad. Natürlich werden Sturzrisiko, Sturzgefahr und andere Risikofaktoren von der aktuellen Jahreszeit (Winter/Glatteis) beeinflusst. Nachfolgend eine Reihe an Präventionsmaßnahmen, die für die stationäre und ambulante Altenpflege relevant sind:

  • Alle Stolperfallen aus dem Haushalt entfernen (z. B. lose Teppiche usw.).
  • Trittsichere Leitern/Hocker anschaffen.
  • Haltehilfen im Bad und den Treppen anbringen.
  • Regelmäßiges Gehtraining, um die körperliche Kraft, Koordination und Beweglichkeit der alten Menschen solange wie möglich zu erhalten.
  • Nachtlicht in den Patientenzimmern bzw. die geriatrischen Patienten dazu auffordern, dass sie bei einem nächtlichen Toilettengang immer das Licht anmachen.
  • Darauf achten, dass von Kreislaufproblemen und/oder Durchblutungsstörungen betroffene Patienten regelmäßig ihre Medikamente einnehmen.
  • Auf Medikamente achten, die eventuell Schwindel als Nebenwirkungen haben können.
  • Gutes Schuhwerk ist für gehbehinderte Senioren drinnen und draußen Pflicht, um das Sturzrisiko zu senken.

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen und Brüchen

Kam es zu einer Prellung, Quetschung, Verstauchung oder gar einem Bruch, ist immer eine schnelle und korrekte Erstversorgung notwendig, um einen schnellen Heilungsprozess zu erreichen und die Wahrscheinlichkeit von Folgeschäden zu reduzieren.

Was ist das Ziel von Erste-Hilfe-Maßnahmen bei stumpfen Traumata?

  • Eine Dämpfung der Entzündung/Schwellung
  • Reduzierung der Schmerzen
  • Das Festlegen einer Therapie

Was passiert bei einer Schwellung?

Der initiale Faktor für das Entstehen einer Schwellung ist eine Einblutung. Anschließend treten Entzündungsprozesse auf. Zudem wird der Lymph- und Blutfluss gestört, was die Schwellung noch verstärkt. Infolge der Entzündungsreaktion nimmt die Durchlässigkeit des Gewebes zu. Die Schwellung in Verbindung mit der Entzündung sorgt dafür, dass es zu Schmerzen kommt. Wenn Gelenke betroffen sind, kann noch eine Funktionseinschränkung aufgrund der Schwellung auftreten.

Wie lässt sich verhindern, dass es zu einer Schwellung kommt?

Um zu verhindern, dass eine Schwellung nach einer Prellung auftritt bzw. deren Schweregrad abzumildern, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Kühlung: Durch die sofortige Kühlung einer Prellung kann die Schwellung reduziert werden, da die Kälte für eine Verringerung der Durchblutung sorgt. Zudem hat das Kühlen einen positiven Effekt auf die Schmerzentwicklung. Dieser wird nicht so stark!
  • Ruhigstellen: Nach einer Prellung sollte der betroffene Bereich immer ruhiggestellt werden, um Schmerzen oder Folgeschäden zu vermeiden.
  • Hochlagern: Geprellte Gliedmaßen sollten hochgelagert werden, um den Abfluss der Lymphe zu beschleunigen und die Schwellung zu verhindern.

Tipp

Es ist wichtig, dass das Kühlpack niemals auf die blanke Haut aufgelegt wird, um Erfrierungen zu vermeiden.

Wie funktioniert die medikamentöse Behandlung bei Prellungen?

Bei einer Prellung kann auch eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein. So können verschiedene Medikamente dabei helfen, Schmerzen und Entzündungsreaktionen abzumildern.

  • Hat der Patient leichte Schmerzen, können ihm auf Acetylsalicylsäure oder Paracetamol basierende Schmerzmittel verabreicht werden. Aber Achtung, bei offenen Wunden sollten Schmerzmittel, die auf Acetylsalicylsäure basieren, besser vermieden werden, da sie einen aktiven Einfluss auf die körpereigene Blutgerinnung haben.
  • Sind Senioren mit Prellungen von starken Schmerzen betroffen, können auch sogenannte NSAR (z. B. Diclofenac, Ibuprofen usw.) verabreicht werden. Derartige Tabletten gibt es nicht nur zur oralen Einnahme, sondern auch in Salbenform.
  • Gele mit Salicylaten oder Menthol können auf die Prellung aufgebracht werden und für eine entsprechende Kühlung sorgen.
  • Heparin-Salben werden ebenfalls bei Prellungen gerne verwendet. Sie können dabei helfen, dass die Hämatome schneller vom Organismus resorbiert werden. Allerdings sind Heparin-Salben im Akut-Stadium der Prellung nicht unbedingt empfehlenswert.
  • Kompressionsverband anlegen, um zu vermeiden, dass die betroffenen Gliedmaßen nicht zu stark anschwellen.
  • Um Schwellungen möglichst schnell zu reduzieren, kann das Anwenden von Enzympräparaten von Vorteil sein.
  • Diejenigen, die an die Wirkung von Homöopathie glauben, können es auch mit Arnika Globuli C 30 versuchen.

Tipp

Um die Wirkung von Enzympräparaten und/oder der Heparin-Salbe zu gewährleisten, sollten die Mittel möglichst entsprechend der Packungsbeilage aufbewahrt und nach dem Ablaufdatum nicht mehr verwendet werden.

Wann sollte mit einer Prellung ein Arzt aufgesucht werden?

  • Der Betroffene sollte einen Arzt aufsuchen, wenn im geprellten Gelenk eine Reibung wahrzunehmen ist bzw. der Patient von einem Gefühl einer Instabilität im Gelenk berichtet.
  • Wenn der Patient stark gestürzt ist.
  • Wenn beim Patienten durch die Prellung starke Funktionseinschränkungen wahrzunehmen sind.
  • Wenn der Patient von Blutungsstörungen betroffen ist, oder Medikamente einnimmt, die Einfluss auf die Blutgerinnung haben.
  • Wenn beim Patienten nach einem kleinen Unfall (z. B. Sturz) eine deutliche Gelenkfehlstellung eines Körperteils wahrzunehmen ist.
  • Wenn der Patient über sehr starke oder über einen längeren Zeitraum anhaltende Schmerzen klagt.

Wissenswert

Lieber einmal mehr zum Arzt, als einen Bänderriss oder eine Fraktur übersehen.

Tipp

Macht die Verletzung/Prellung einen operativen Eingriff notwendig, ist eine konsequente Ruhigstellung der betroffenen Gliedmaßen unerlässlich.

Welche Formen der Prellungen gibt es?

Was ist eine Rippenprellung?

Bei einer Rippenprellung handelt es sich um eine geschlossene und stumpfe Verletzung des Brustkorbs, bei der die Rippen noch intakt geblieben sind.

Rippenprellung: die Symptome

Die Rippen sind weder von Fettgewebe noch von Muskeln geschützt, warum es äußerst leicht zu einer Prellung kommen kann. Das passiert entweder durch einen Schlag, einem Tritt oder einem Sturz auf die Rippen. Natürlich kann es zu einer Rippenprellung auch infolge eines Autounfalls (oder anderweitiger Gewalteinwirkung) kommen.

Tipp

Rippenprellungen sind äußerst schmerzhaft, warum sich immer der Besuch beim Arzt empfiehlt.

Rippenprellung: Was passiert beim Arzt?

Besteht der Verdacht einer Rippenprellung, wird der Arzt als erstes die Krankengeschichte erheben.

  • Was ist passiert, dass es zu dieser Verletzung gekommen ist?
  • Mit welchen Beschwerden hat der Patient zu kämpfen?
  • In welchen Bereichen nimmt der Patient Schmerzen wahr?

Mit abgeschlossener Anamnese erfolgt die körperliche Untersuchung des Patienten. Der Arzt wird den betroffenen Bereich vorsichtig abtasten, um sicherzustellen, dass die Rippen nur geprellt und nicht gebrochen sind. Zur Beseitigung von Unsicherheiten wird in so einem Fall auch geröntgt.

Wie wird eine Rippenprellung behandelt?

Hat der geriatrische Patient eine Rippenprellung erlitten, sollte als Erste-Hilfe-Maßnahme sofort der betroffene Bereich gekühlt werden. Das sorgt dafür, dass das Gewebe nicht zu stark anschwillt. Zudem hat das Kühlpack eine schmerzlindernde Wirkung.

Zur Behandlung einer Rippenprellung bzw. Schmerzlinderung kann der Arzt Schmerzmittel verschreiben. In der Regel wird er ein Schmerzmittel wählen, wie z. B. Heparin, das nicht nur Schmerzen lindert, sondern auch entzündungshemmend ist.

Wissenswert

Auch ein grippaler Infekt bzw. eine Grippe in Verbindung mit einem starken Hustenreiz kann zu einer Prellung der Rippen führen. Husten bei geprellten Rippen ist äußerst unangenehm und sehr schmerzhaft. Um den Heilungsprozess zu unterstützen, wird der Arzt für nachts einen Hustenstiller und für tagsüber einen schleimlösenden Hustensaft verschreiben.

Tipp

Auch wenn Patienten nur von einer leichten Prellung im Bereich der Rippen betroffen sind, sollten unnötige Belastungen vermieden werden. Rückengerechtes Verhalten ist das A und O. Des Weiteren sollte der Patient darauf achten, keine schweren Lasten zu heben oder zu tragen.

Rippenprellung: der Krankheitsverlauf

Der Patient wird geprellte Rippen vor allem beim Husten oder tiefen Einatmen deutlich spüren. Um die Schmerzen zu vermeiden, werden viele Patienten sehr vorsichtig und flach atmen. Vor allem, um Husten zu vermeiden. Doch das kann vor allem bei geriatrischen Patienten zum Problem werden, da die „Schonatmung“ das Entstehen einer Lungenentzündung begünstigen kann.

Wissenswert

Bei einer schweren Rippenprellung können auch die inneren Organe betroffen sein, wie z.B.

  • Herzkontusion (Symptom: Herzrhythmusstörungen)
  • Lungenprellung/Lungenkontusion (Symptom: gefährliche Atemprobleme)

Knieprellung

Eine Kniegelenkprellung und/oder Knieprellung tritt recht häufig bei geriatrischen Patienten infolge eines Sturzes auf. Bei dieser Art der Verletzung handelt es sich um ein stumpfes Trauma.

Knieprellung: die Symptome

Abhängig vom Schweregrad der Knieprellung zeigen sich mittelmäßige bis starke Schmerzen. Vor allem, wenn das betroffene Knie belastet bzw. bewegt werden soll. Zudem ist die Streck- und Beugefähigkeit des geprellten Knies nicht selten eingeschränkt. Auf der Haut ist meist ein Bluterguss zu sehen.

Knieprellung: die Diagnostik

Besteht der Verdacht, dass das Knie eines Patienten geprellt ist, ist ein sofortiger Arztbesuch ratsam, um das genaue Ausmaß der Verletzung abzuklären. Im ersten Moment wird der Arzt die Krankengeschichte des Patienten erfassen. Hierfür wird er folgende Fragen stellen:

  • Wie kam es zur Knieverletzung?
  • Mit welchen Beschwerden hat der Patient zu kämpfen?
  • In welchen Bereichen nimmt der Patient Schmerzen wahr?
  • Ist die Bewegungsfähigkeit des Knies eingeschränkt?

Ist die Anamnese abgeschlossen, erfolgt die körperliche Untersuchung des Patienten. Der Arzt wird das verletzte Knie abtasten und prüfen, wie es um die Stabilität und Beweglichkeit des Gelenks bestellt ist. Während der Untersuchung wird der Arzt natürlich auch den Zustand der Bänder, der Sehnen und der Kniescheiben ermitteln.

Wissenswert

Besteht der Verdacht, dass der Patient von mehr als einer Prellung betroffen ist, kommen noch bildgebende Verfahren zum Einsatz. Nur so können gerissene Sehnen und Bänder bzw. Knochenfrakturen (z. B. Fraktur der Patella) ausgeschlossen werden.

Knieprellung: die Behandlung

Bei einer Prellung des Knies sollte dieses sofort gekühlt und hochgelagert werden. Das betroffene Knie sollte am besten mit einem Verband ruhiggestellt werden (Salben- oder Druckverband), um einer Schwellung entgegenzuwirken.

Knieprellung: der Krankheitsverlauf

Abhängig vom Schweregrad der Knieverletzung kann es einige Zeit beanspruchen, bis die Schmerzen verschwinden. In der Regel heilt eine Prellung des Knies aber komplikationslos ab. Allerdings kann es bei einer solchen Knieverletzung auch zu Folgeerkrankungen kommen, wie z. B. eine Bursitis präpatellaris (Schleimbeutelentzündung). Bei einer Schleimbeutelentzündung im Knie kommt es zu Rötungen und Schmerzen im Bereich des Knies. Manchmal treten die Schmerzen auch erst beim Beugen des Knies oder bei Druck direkt auf das Gelenk auf. Zudem kann eine Prellung des Knies auch zum Anschwellen bzw. einer Entzündung des Hoffa-Fettkörpers führen.

Schulterprellung/Schulterkontusion

Stürzen Senioren, kann das nicht selten eine Kontusion der Schulter zur Folge haben. Hierbei handelt es sich um eine stumpfe Verletzung bei der die Sehnen und Muskeln der Schulter gequetscht bzw. geprellt werden.

Schulterkontusion: die Symptome

Wurde die Schulter geprellt, ist der nahe liegende Bereich meist geschwollen. Gleichzeitig kommt es zu einer Einschränkung der Bewegungsfähigkeit der Schulter, meist bedingt durch die Schmerzen und/oder die Schwellung. Abhängig von der Art des „Unfalls“ können an der Schulter neben dem Bluterguss auch noch Schürfwunden oder eine Prellmarke zu sehen sein.

Wichtig

Verletzungsbedingte Schulterschmerzen sollten immer beim Arzt abgeklärt werden, um Folgeerkrankungen zu vermeiden bzw. auszuschließen! Dieser wird erst einmal eine ausführliche Anamnese erstellen. (Wie kam es zu dem Unfall/ den Verletzungen? Welche Symptome/Beschwerden hat der Patient? In welchen Bereichen sind die Schmerzen wahrzunehmen? Wie ist es um die Beweglichkeit der Schulter bestellt? usw.)

Um sicherzustellen, dass der Patient tatsächlich „nur“ eine geprellte Schulter hat, wird der Arzt den genauen Zustand der verletzten Schulter mittels bildgebender Verfahren (z. B. Röntgen, MRT usw.) überprüfen.

Geprellte Schulter: die Behandlung

Wie auch bei Prellungen anderer Körperbereiche, sollte die Schulter nach dem Eintreten der Verletzung ebenfalls sofort gekühlt werden. Um die Schmerzen zu lindern und eine Entzündung zu vermeiden, kann auch ein Diclofenac-Salben-Verband sinnvoll sein.

Wissenswert

Leidet der Patient unter starken Schmerzen, kann der Arzt dem Patienten Schmerzmittel verschreiben.

Tipp

Auch wenn die Schulter schmerzt, sollte sie nicht ruhiggestellt werden. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass der Patient keine Schonhaltung einnimmt. Es empfiehlt sich darauf zu achten, dass die verletzte Schulter regelmäßig bewegt wird. Am besten unter der Aufsicht eines Physiotherapeuten. Wie lange es dauert, bis der Patient wieder völlig schmerzfrei ist, hängt vom Schweregrad der Prellung ab. In der Regel heilt eine Schulterprellung innerhalb von ein paar Wochen komplikationslos ab.

Muskelprellung

Eine Muskelprellung wird in der Regel durch eine stumpfe Gewalteinwirkung auf dem Muskel ausgelöst. Infolge des Tritts oder Schlags bildet sich ein Bluterguss, der äußerst schmerzhaft ist und nicht immer von außen wahrgenommen werden kann. Die Erste-Hilfe-Maßnahmen bei dieser Sportverletzung erfolgen nach dem PECH-Schema. (Pause, Eis, Compression und Hochlagern). Die Kompression ist hier ganz wichtig, um dafür zu sorgen, dass die Schwellung nicht zu stark wird.

Wissenswert

In der Regel heilt eine Muskelprellung innerhalb von 10-14 Tagen komplikationslos ab.