Fortbildung im Pflegebereich

Planung, Möglichkeiten und Förderung
Fortbildung im Pflegebereich
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Inhaltsverzeichnis

Im Bereich des Gesundheitswesens sind Pflegeberufe mehr denn je gefragt. Denn unsere Gesellschaft wird immer älter und der Bedarf an Alten- und Krankenpflege steigt in den nächsten Jahren rasant an. Entsprechend entwickelt sich auch der Pflegeberuf weiter. Immer neue Spezialisierungen und Ausdifferenzierungen bilden sich heraus – und immer mehr Führungskräfte, Betreuungskräfte und Ausbilder werden benötigt.

Voraussetzung dafür ist die Fortbildung. Dieser Artikel verschafft Ihnen einen Überblick über die Bildungsangebote im Pflegebereich und im Gesundheitswesen.

Was sind die Vorteile einer Pflege-Fortbildung?

Im Gesundheitswesen ist die Pflege ein enorm vielfältiges Tätigkeitsfeld. Sie beinhaltet medizinische, psychologische, technische, führungstechnische, kulturelle, handwerkliche und pädagogische Aspekte. Kurz gesagt: Die Pflegedienstleistung fordert vom Menschen alles ab – Ausdauer, Geschicklichkeit, Fachwissen, soziale Kompetenz, emotionale Intelligenz und vieles mehr.

Pflege bietet darum manche Möglichkeiten, sich gemäß den persönlichen Fähigkeiten und Neigungen weiterzuentwickeln. Neben der Berufspraxis und dem informellen Lernen – von Vorgesetzten, Kollegen/innen und eigener Lektüre – können Sie mit spezifischen Fortbildungskursen Ihre berufliche Situation nachhaltig verbessern.

1. Steigerung der Arbeitszufriedenheit

Arbeitspsychologen wissen: Neue Fähigkeiten zu erlernen und anzuwenden macht uns glücklich. Wir verschaffen uns damit das Gefühl, Fortschritte zu machen, weiterzukommen – eine bessere Version unserer selbst zu werden. Das Gefühl, mehr bewirken zu können, für die täglichen Herausforderungen besser gewappnet zu sein. Fortbildung macht Sie innerlich und äußerlich stärker.

2. Bessere berufliche Stellung

Im Pflegeberuf haben Sie verschiedene Karrieremöglichkeiten:

  • Sie können eine gefragte Fachkraft für ein bestimmtes Spezialgebiet werden und sich damit im Team unverzichtbar machen. Dazu gehört natürlich nicht nur die Qualifikation durch eine Fortbildung, sondern auch entsprechende Berufspraxis und einschlägige Erfahrung.
  • Ausgebildete Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Altenpfleger können sich zum Pflegeberater weiterbilden. Pflegeberater verfügen über das praktische Fachwissen hinaus auch über organisatorisches, rechtliches und betriebswirtschaftliches Fachwissen. Dadurch können sie zum Beispiel pflegende Angehörige kompetent beraten und unterstützen.
  • Pflegepädagogik: Erfahrene Pfleger/innen haben die Möglichkeit, didaktische und pädagogische Fähigkeiten zu ergänzen, um anschließend andere Pflegekräfte zu unterrichten: Sie bilden angehende Kranken- oder Altenpfleger aus, oder übernehmen bestimmte Fortbildungskurse und Praxisanleitungen.
  • Die Pflegedienstleitung (PDL) ist ein klassischer Karriereweg für ambitionierte Pflegefachkräfte. Die PDL übernimmt Verantwortung für ein Pflegeteam. Sie sorgt dafür, dass der Pflegebetrieb reibungslos abläuft. Die Fortbildung zur PDL umfasst anspruchsvolle Themen aus dem Bereich Management, wie zum Beispiel Personalführung, Qualitätssicherung, Betriebswirtschaft usw.

3. Anerkennung der Berufserfahrung bei Jobwechsel

Zwar ist die Berufserfahrung – und das entsprechende Arbeitszeugnis – nach wie vor ein zentrales Kriterium bei Stellenbewerbungen. Immer wichtiger wird jedoch der Nachweis der Fortbildung. Denn jahrelange Routinearbeit ohne substanzielle Fortbildung ist für Rekrutierungsspezialisten ein Anzeichen für mangelnde Motivation oder sogar fehlendes Entwicklungspotenzial. Daher tun Sie gut daran, sich laufend fortzubilden und – ebenso wichtig! – Ihre Fortbildung dokumentieren zu lassen.

Fortbildungsplanung in der Pflege

Es liegt im ureigenen Interesse der Einrichtungen, eine aktive Fortbildungspolitik zu betreiben.

Nutzen der Fortbildung aus Sicht der Pflegeheime:

  • Mitarbeiter enger an die Pflegeeinrichtung binden
  • Für hohe Kundenzufriedenheit sorgen
  • Die Effektivität der Mitarbeiter erhöhen
  • Den Wirkungskreis der Mitarbeiter durch entsprechende Qualifizierung erweitern
  • Teure Fehlleistungen vermeiden
  • Durch gute MDK-Qualitätsprüfungsresultate die Reputation sichern

Fortbildung in der Pflege: MDK-Qualitätsprüfungen

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) soll durch Beratung und Begutachtung sicherstellen, dass die Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung allen Versicherten nach objektiven Kriterien und zu gleichen Bedingungen zugutekommen. Heißt konkret: Die Qualität muss stimmen. Einmal im Jahr (oder alle zwei Jahre bei Betrieben ohne Beanstandungen) führt der MDK bei allen ambulanten Pflegediensten und allen Pflegeheimen eine MDK-Qualitätsprüfung durch. Hinzu kommen besondere Prüfungen zu bestimmten Anlässen wie zum Beispiel Beschwerden.

Die neue Qualitätsprüfung für Pflegeheime (ab 1. November 2019) bewertet die Qualität direkt bei einer Stichprobe von neun Bewohnerinnen und Bewohnern des Heimes sowie durch ein Fachgespräch mit den Pflegekräften. Mängel, die durch unzureichende Fortbildung – oder unsorgfältige Pflegedienstleitung – entstanden sind, werden mit diesem Verfahren schonungslos aufgedeckt.

Zusätzlich sollen die Pflegeheime ab 2019 zweimal im Jahr selbst bestimmte „Qualitätsindikatoren" erheben und an eine zentrale Datensammelstelle (DAS) übermitteln. Indikatoren sind beispielsweise Stürze von Patienten, ihre Mobilität, unbeabsichtigter Gewichtsverlust und anderes mehr. Diese Daten werden statistisch analysiert und mit anderen Heimen verglichen.

Da die Qualitätsprüfungsergebnisse zumindest teilweise veröffentlicht werden, haben die Pflegeeinrichtungen ein vitales Interesse daran, hier gut abzuschneiden. Ein wichtiger Baustein für den Prüfungserfolg ist der Fokus auf Qualitätsziele in der Fortbildungsplanung.

Hinweis

Ab 1. November 2019 gilt eine neue MDK Qualitätsprüfung für Pflegeheime. Detailinformationen dazu finden Sie hier.

Festlegen von Qualitätszielen vor der Fortbildungsplanung

Fortbildungsplanung ohne klare Strategie bringt wenig. Denn es geht nicht nur darum, die Angestellten eine bestimmte Anzahl „Pflichtstunden" absolvieren zu lassen. Ebenso wenig darf sich Fortbildung einfach an den Vorlieben der Pflegefachkräfte orientieren. Vielmehr gilt es, die Qualitätssicherung im Auge zu behalten.

In einem ersten Schritt sollten Sie die Erwartungen der verschiedenen Anspruchsgruppen analysieren:

  • Erwartungen Ihrer Kundschaft
  • Qualitäts-Indikatoren, welche regelmäßig erhoben und eingereicht werden müssen
  • Anforderungen der MDK-Qualitätsprüfer
  • Fortbildungsbedarf resp. Kompetenzlücken Ihrer Pflegefachkräfte
  • Strategische Vorgaben der Heimleitung (Beispiel: identifizierte Trends in der Altenpflege)

Im zweiten Schritt definieren Sie konkrete Qualitätsziele. Sinnvoll ist es, sogenannte SMART-Ziele zu formulieren:

Spezifisch – Je konkreter, fokussierter, desto besser. Beispiel: Bessere Sturzprophylaxe in der Altenpflege.

Messbar – Wie soll die Zielerreichung gemessen werden? Beispiel: Benotung in der MDK-Prüfung, Qualitäts-Indikatoren

Attraktiv – Je attraktiver das Ziel für die Betroffenen formuliert ist, desto wahrscheinlicher ist die Zielerreichung. Beispiel: Die Pflegefachkräfte fühlen sich kompetenter, sicherer.

Realistisch – Das Ziel sollte hochgesteckt, aber auf jeden Fall erreichbar sein. Beispiel: Mindestens in zwei Qualitäts-Indikatoren über dem Durchschnitt.

Terminiert – Ziele brauchen eine Ziellinie, eine „Deadline". Beispiel: Wir messen die Zielerreichung in exakt 3 Monaten von heute an gerechnet.

Im dritten Schritt leiten Sie von den definierten Zielen einen konkreten Fortbildungsplan ab: Themen, Termine, Zielgruppe, Kursart, usw.

Im vierten Schritt sorgen Sie für umfassende, vollständige Kommunikation Ihres Fortbildungsplanes. Dabei geht es nicht bloß darum, den Veranstaltungsplan bekanntzugeben, sondern auch um eine gründliche Aufklärung über das Fortbildungskonzept des Pflegeheims und die Erwartungen an die Pflegefachkräfte.

4 Schritte für die Fortbildungsplanung

Welche Fortbildungsarten gibt es im Pflegebereich?

Welchem Ziel dient meine Fortbildung? Weshalb soll ich sie absolvieren? Die verschiedenen Fortbildungsgänge lassen sich grob in vier Kategorien einteilen:

  • Erhaltungsfortbildung
  • Anpassungsfortbildung
  • Erweiterungsfortbildung
  • Aufstiegsfortbildung

Erhaltungsfortbildung

„Wer rastet, der rostet."

Viele Fortbildungen haben das Ziel, die aktuelle Kompetenz zu erhalten. Da sich Technik und Lehre laufend weiterentwickeln, ist es notwendig, in regelmäßigen Abständen sein Wissen und Können zu aktualisieren.

Ständig wiederkehrende Themen, welche zwingend beherrscht werden müssen, sind beispielsweise:

  • Hygiene
  • Umgang mit Medikamenten
  • Datenschutz
  • Unfallverhütung

Manche dieser Themen sind Gegenstand von Pflichtfortbildungen (siehe unten).

Anpassungsfortbildung

„Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit."

Das Ziel einer Anpassungsfortbildung ist es, das Wissen an veränderte Aufgaben und Konzepte anzupassen. Gerade im Zeitalter der Digitalisierung verändern sich Arbeitsabläufe oder neue Maschinen werden eingeführt. Konsequenz: Die Pflegefachkräfte müssen umlernen.

Die Situation in der Pflege, aber auch die angewandten Methoden, Maschinen und Konzepte verändern sich mit der Zeit – insbesondere auch in der Geriatrie. Es ist deshalb notwendig, neues Wissen zu erwerben, um mit den Veränderungen Schritt zu halten. Abgesehen von den zahlreichen betriebsinternen Fortbildungen (Beispiel: Bedienung einer neuen Maschine) sind auch viele externe Grundkurse und Aufbaukurse zu bestimmten aktuellen Themen wie „Kultursensible Pflege" (für Pfleger von Menschen mit Migrationshintergrund) oder „Neue Qualitätsprüfung" (für Pflegedienstleiter) verfügbar.

Erweiterungsfortbildungen

„Man lernt nie aus."

Für Pflegefachkräfte ist es besonders attraktiv, ihr Wissen und ihre Fertigkeiten auszubauen. Dieser Fortbildungsbereich ist dann auch am vielfältigsten. Fast endlos ist die Liste möglicher zusätzlicher Kompetenzen, die man erwerben kann: besondere Behandlungskonzepte, spezielle Krankheiten, neue Fertigkeiten usw.

Interessante und gefragte Erweiterungs-Fortbildungen sind beispielsweise:

  • Palliativpflege: Die Pflege unheilbar oder chronisch kranker Menschen. Hier geht es nicht um die Heilung, sondern darum, den Patienten zu einer möglichst guten Lebensqualität und Würde zu verhelfen. Dazu zählen beispielsweise das Schmerzmanagement und die psychologische Betreuung.
  • Intensivpflege: Die Pflege besonders schwer erkrankter Menschen. Spezielle Aufgaben sind beispielsweise die Überwachung der Vitalfunktionen, die Heimbeatmung oder die Transportbegleitung.
  • Psychiatrische Pflege: Immer mehr rückt die psychische Gesundheit in den Mittelpunkt des Interesses. Was nützt eine gute Gesundheit, wenn man depressiv ist? Die psychiatrische Pflege, zum Beispiel bei alten Menschen (Gerontopsychiatrie), ist ein Fachgebiet mit Zukunft.
  • Praxisanleiter: Die praktische Ausbildung von Pflegern erfordert speziell geschulte Instruktoren und Betreuungskräfte. Diese werden Praxisanleiter genannt. Selbstredend bedeutet diese zusätzliche Verantwortung auch einen Aufstieg auf der Lohnskala.
  • Krankenpfleger-Kurse: In der Krankenpflege werden Kurse für bestimmte medizinische Fachgebiete und Spezialaufgaben angeboten, so zum Beispiel für Nephrologie, Anästhesie, Onkologie, Endoskopie oder Rehabilitation. Tüchtige Fachkrankenpfleger werden mehr denn je benötigt, da sich die ärztliche Kunst laufend weiterentwickelt und ausdifferenziert. Ein Grundkurs resp. Aufbaukurs zu einer neuen Fachdisziplin kann einen Motivationsschub bewirken und die berufliche Stellung verbessern.

Aufstiegsfortbildung

„Ohne Weiterbildung kein Weiterkommen."

Wer sich für eine höhere berufliche Position qualifizieren will, muss entsprechende Weiterbildungen absolvieren. Zu unterscheiden sind horizontale Karrieren (Fachexperte - zum Beispiel für Palliativpflege) und vertikale (Vorgesetzte - zum Beispiel Pflegedienstleiter).

Wer eine leitende Stellung anstrebt, muss über das grundlegende Fachwissen und die Berufserfahrung hinaus auch Kenntnisse in den Bereichen Personalmanagement und Betriebswirtschaft mitbringen. Typische Beispiele sind Fortbildungen wie „Einrichtungsleitung", die „Pflegedienstleitung" oder „Stations-/Bereichsleitung".

Diese Fortbildungsarten gibt es in der Pflege.

Es ist unmöglich, die Weiterbildungen im Pflegebereich abschließend aufzuzählen. Zu zahlreich sind die Fortbildungs-Angebote – und zu dynamisch entwickeln sich die Fortbildungs-Themen. Deshalb lesen Sie an dieser Stelle einen groben Überblick und nicht eine vollständige Auflistung sämtlicher verfügbarer Pflege-Weiterbildungen.

Kurse für Pflegedienstleiter

Fortbildungen für PDL befassen sich mit Führungsaufgaben, Qualitätsprüfungen, Rechtsfragen, Betriebswirtschaft, aber auch mit Marketing und Psychologie.

Berufsbegleitendes Studium für Pflegefachkräfte 

Wer mitten im Berufsleben steht, hat nicht immer die Möglichkeit, eine Auszeit zu nehmen, um eine Vollzeit-Weiterbildung zu absolvieren. Glücklicherweise existieren verschiedene berufsbegleitende Aus- und Weiterbildungsgänge im Pflegebereich. Zu unterscheiden ist hier zwischen Fernlehrgängen und berufsbegleitenden Präsenzlehrgängen:

Fernlehrgänge 

Bei Fernlehrgängen erhalten Sie in regelmäßigen Abständen Studienbriefe mit Übungen, Aufgaben und Praxisbeispielen. Ihr Zeitaufwand beträgt einige Stunden pro Woche, sodass Sie den Lehrgang ohne Reduktion Ihres Arbeitspensums absolvieren können. Je nach Lehrgang beträgt die Studiendauer von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren.

Beispiel: Zertifikat „Palliativbeauftragter" der PPM-Akademie

  • Abschluss: „Palliativbeauftragter in der ambulanten und stationären Altenhilfe"
  • 30 Tage kostenlos und unverbindlich testen mit einem Startpaket. Ab dem Start haben Sie 30 Tage Zeit, sich zu entscheiden. Erst nach diesem Termin verpflichten Sie sich zum Kauf.
  • Konzept: Während 10 Monaten erhalten Sie insgesamt 12 Lektionen. Sie bearbeiten die Aufgaben im Online-Trainingscenter.
  • Nach Abschluss erhalten Sie das Teilnahme-Zertifikat der PPM-Akademie
  • Optional können Sie einen externen Zertifikatstest der IHK-Akademie Koblenz e. V. absolvieren.

Berufsbegleitende Seminare

Seminare werden häufig als Ganztages- oder Halbtageskurse durchgeführt. Ein Vorteil ist der Präsenzunterricht, welcher sehr motivierend wirken kann, zumal man sich zusammen mit Berufskollegen und -kolleginnen für viele Stunden ablenkungsfrei auf ein bestimmtes Thema konzentriert.

Allerdings sind Seminare aufwendig, setzen sie doch eine Freistellung von der Alltagsarbeit voraus. Deshalb eignen sie sich eher für kürzere Erhaltungsfortbildungen als für größere Lehrgänge.

Fortbildungsreisen und Fernkurse für Fach- und Führungskräfte

Das Bildungsangebot für Pflegedienstleiter (PDL) ist etwas weniger reichhaltig als für die Aus- und Fortbildung von Fachkräften. Umso wertvoller sind die Kongresse und Fernkurse, welche die PPM-Akademie speziell für PDL anbietet. Zu nennen sind hier beispielsweise:

  • Die Kongresse für PDL im ambulanten Pflegedienst. Hier werden handfeste Tipps und wertvolles Fachwissen für Führungskräfte vermittelt, beispielsweise zum Marketing, zur Teamführung, zur finanziellen Betriebsführung oder zur Qualitätsprüfung.
  • Die „QualitätsManagement-Tage", an welchen die PDL nicht nur geballtes Fachwissen erhalten, sondern auch ihr Netzwerk pflegen und erweitern können.
  • Die „Leserreisen", welche Erholung mit Fortbildung ideal kombinieren – ein einzigartiges Konzept unter den Bildungsangeboten! Die „Leserreisen" entführen die Kursteilnehmer in ein schönes, hochklassiges Seminarhotel und bieten neben den Kursstunden ausreichend Zeit, um sich zu entspannen und frische Energie zu tanken.

Differenzierung zu Pflichtfortbildungen in der Pflege

Das Sozialgesetzbuch (SGB) verpflichtet Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen zur Qualitätssicherung. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit zu Pflichtfortbildungen. Diese dienen dazu, die Kompetenz im Beruf auf dem neuesten Stand zu halten und wichtige Sicherheits-Vorschriften zu schulen. 

Die Pflicht zur Fortbildung ergibt sich aus einer ganzen Reihe gesetzlicher Grundlagen, so zum Beispiel aus dem Heimgesetz (HeimG), dem Infektionsschutzgesetz (InfSchG) oder dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Je nach Bundesland kann sich die Pflicht, eine bestimmte Anzahl Fortbildungsstunden zu absolvieren, aus der Berufsordnung ergeben.

Beispiele für Pflichtfortbildungen

  • Unfallverhütung
  • Brandschutz
  • Hygieneverhalten
  • Datenschutz
  • Umgang mit Arzneimitteln
  • Lebensmittelhygiene

Betreuungskräfte sind nach §§ 43b und 53c SGB XI verpflichtet, sich jedes Jahr in 16 Unterrichtseinheiten weiterzubilden. Für die Lektionen werden Fortbildungspunkte gutgeschrieben; dabei gilt es, pro Jahr mindestens 16 Punkte zu sammeln.

Das sind die Unterschiede zwischen Pflichtfortbildungen und frei wählbaren Fortbildungen.

Die Themen der Fortbildungen sind in einem gewissen Rahmen frei wählbar, wobei sie eng mit der Betreuungsarbeit zusammenhängen müssen.

Beispiele für frei wählbare Fortbildungsthemen mit Anrechnung von Fortbildungspunkten:

  • Aggression und Gewalt in der Pflege
  • Sterben, Tod und Trauer
  • Besonderheiten im Umgang mit Demenz
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Besondere Therapien wie Aromatherapie, Klänge/Töne, usw.
  • Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht

Wo kann man Fortbildungen im Pflegebereich absolvieren?

In Deutschland gibt es rund hundert Fortbildungsinstitutionen für Gesundheitsberufe. Knapp 80 bieten Vollzeit-Unterricht, rund 40 berufsbegleitende Präsenz-Lehrgänge und etwa 20 Fernlehrgänge.

Wenn Sie hochwertige Fernkurse, Fortbildungen für Führungskräfte, Kongresse und Fortbildungsreisen suchen, werden Sie bei der PPM-Akademie fündig. 

Für wen eignet sich eine Pflege-Weiterbildung?

Die wichtigste Voraussetzung für die Pflege-Weiterbildung ist Motivation. Es braucht Offenheit für Neues, Lust am Lernen, Hartnäckigkeit und den unbedingten Willen, weiterzukommen. Besonders von Weiterbildungen profitieren Angehörige der folgenden Berufe:

  • Altenpfleger/innen
  • Altenpflegehelfer/innen
  • Gesundheits- und Krankenpfleger/innen
  • Gesundheits- und Krankenpflegerhelfer/innen
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen

Für bestimmte Fortbildungen werden eine bestehende Diplomierung und einige Jahre Berufspraxis gefordert. Informationen zu den formellen Zulassungen finden Sie bei den einzelnen Fortbildungs-Angeboten.

Förderung für Fortbildungen & Aufbaukurse

Für die Fortbildung gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten. Diese stammen teilweise vom Bund, teils von den Bundesländern.

  • Aufstiegs-BAföG (vormals Meister-BAföG); hier übernimmt der Staat 40 % bis 64 % der Kosten.
  • Stipendien; detaillierte Informationen zu den vielfältigen Stipendien finden Sie unter weiterbildungsstipendium.de, aufstiegsstipendium.de und im Bundesverband Deutscher Stiftungen.
  • Prämiengutscheine; hier bezahlt der Staat die Hälfte der Fortbildungskosten.
  • Spargutscheine; damit dürfen Sie auf Ihr angespartes Geld aus vermögenswirksamen Leistungen vorzeitig zugreifen, ohne dass Ihnen die Arbeitnehmersparzulage verloren geht.
  • Finanzierung durch den Arbeitgeber; meistens wird eine Beschäftigungsvereinbarung abgeschlossen: Der Arbeitgeber übernimmt die Fortbildungskosten und stellt den Arbeitnehmer für die Kursdauer (teilweise) frei; umgekehrt verpflichtet sich der Arbeitnehmer, eine bestimmte Mindestdauer in der Einrichtung zu verbleiben.
  • Finanzierungshilfen der einzelnen Bundesländer; diese tragen unterschiedliche Namen wie „Bildungsscheck" (Nordrhein-Westfalen), „Qualischeck" (Rheinland-Pfalz) oder „WiN" (Niedersachsen).

Tipp

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber, welche besonderen Fördermöglichkeiten existieren. Denn die Fortbildung, die von der öffentlichen Hand finanziell unterstützt wird, liegt ebenso im Interesse des Arbeitgebers wie in Ihrem eigenen!

Fazit

Pflegekräfte sind aktuell gefragter denn je, denn auch die Nachfrage steigt von Jahr zu Jahr. Die Gesellschaft wird immer älter und die Herausforderungen in der Alten- und Krankenpflege werden immer größer. Aus diesem Grund entwickeln sich auch die Anforderungen für diesen Pflegeberuf ständig weiter. Wer hier auf den neuesten Stand bleiben will, sollte sich ständig weiterbilden und Spezialisierungen anstreben, denn neue Betreuungskräfte und Führungskräfte werden ständig benötigt. Für erfahrene, bewährte Pflegefachleute bedeutet dies eine Riesenchance: Sie können ihren Bereich erweitern, zum gefragten Experten in einem Fachgebiet werden, oder die Karriereleiter hochsteigen.