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Ehrenamtliche für die Palliativpflege

30.06.2016

Ehrenamtliche für die Palliativpflege

Für viele Einrichtungen stellt sich die Frage: Woher bekommen wir Ehrenamtliche? Hier stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, z. B.:

  • örtliche Kirchengemeinden
  • ehemalige Angehörige
  • ehemalige Mitarbeiter

Eine Schulung ist unabdingbar
Bedenken Sie, dass für den Bereich der Sterbebegleitung eine entsprechende Schulung zwingend ist. Diese Form der Befähigung muss den potenziell ehrenamtlichen Helfer zuvor mit seiner eigenen Sterblichkeit konfrontieren und die wesentlichen Bedürfnisse von Sterbenden thematisieren. Zudem müssen Kompetenzen in Kommunikation, Begleitung und Trauerarbeit vermittelt werden. Dies alles und noch viel mehr bieten die Befähigungskurse der Hospizbewegung an.

Überlegen Sie daher zusammen mit dem Koordinator der örtlichen Hospizbewegung, ob nicht auch Ihre Ehrenamtlichen an diesen Kursen teilnehmen können.

Beziehungspflege ist das A und O
Damit Sie das Engagement Ihrer ehrenamtlichen Helfer unterstützen und fördern können, sollten Sie diese gut „pflegen“. Hierzu finden Sie in der Übersicht nützliche Tipps. Neben diesen Tipps sollten Sie Ihren Ehrenamtlichen viel Wertschätzung und Anerkennung entgegenbringen. Bedenken Sie, dass diese wichtigen Helfer ihre Arbeit unentgeltlich verrichten.

Übersicht: Mit diesen 5 Tipps nutzen Sie das Potenzial Ihrer Ehrenamtlichen für die Palliativpflege optimal

  1. Nehmen Sie Kontakt zu den Kirchengemeinden in der Umgebung auf
    Ein mögliches Rekrutierungspotenzial für ehrenamtliche Helfer in Ihrer Einrichtung finden Sie in den umliegenden Kirchengemeinden. Oftmals gibt es hier schon Seniorenbesuchsdienste. Erfragen Sie in den Gemeinden, ob es Ehrenamtliche gibt, die mit Ihrer Einrichtung zusammenarbeiten möchten. Zudem sollten Sie bereits im Vorhinein verdeutlichen, dass es Ihnen auch wichtig ist, die ehrenamtlichen Helfer bei der Sterbebegleitung einsetzen zu können.
  2. Organisieren Sie regelmäßige Treffen Ihrer Ehrenamtlichen
    Damit Ehrenamtliche ihre Erfahrungen aus ersten Begleitungen austauschen können, müssen Sie regelmäßige Treffen anbieten. Hierfür sollten Sie einmal im Monat für 3 Stunden einen ungestörten Raum anbieten. Ebenfalls ist es wichtig, dass Ehrenamtliche eine feste Ansprechperson in Ihrer Einrichtung haben. Hierzu bietet sich ein Kollege aus der Sozialen Betreuung oder Ihr Palliativbeauftragter an. Diese Bezugsperson fungiert auch als Mittler zwischen Ihren Teams und den Ehrenamtlichen.
  3. Nutzen Sie Ihre Kooperation mit der örtlichen Hospizbewegung
    Eine Kooperation mit der örtlichen Hospizbewegung bietet Ihnen verschiedene Vorteile:

    • Hier können Sie Ihre eigenen Ehrenamtlichen im Bereich der Sterbebegleitung schulen lassen. Diese Kurse gehen über mehrere Monate und sind in der Regel sehr fundiert.
    • Besprechen Sie mit dem Koordinator der Hospizbewegung, ob die örtliche Hospizbewegung die regelmäßigen Treffen der Ehrenamtlichen Ihrer Einrichtung mit begleiten kann. Durch sogenannte Patenschaften können bereits ehrenamtlich Tätige der Hospizbewegung Ihre neuen ehrenamtlichen Helfer unterstützen und direkt zu Beginn begleiten.
  4. Stellen Sie Ihren Ehrenamtlichen Fachliteratur zur Verfügung
    Die Praxiserfahrung zeigt, dass auch Ehrenamtliche fachliche Informationen zu den Themen „Sterben“, „Tod“, „Trauer“ und „Palliative Care“ nutzen. Stellen Sie daher ehrenamtlichen Helfern Ihre Fachliteratur zur Verfügung, z. B. „Palliativpflege heute“. Möglich ist auch, einzelne Fachartikel zu kopieren, für die sich Ehrenamtliche ggf. interessieren. Zudem können Sie Themenfelder bei Ihren Ehrenamtlichen erfragen, zu denen Sie dann die Fachliteratur liefern.
  5. Beziehen Sie Ehrenamtliche in palliative Fallbesprechungen mit ein
    Da die ehrenamtlichen Helfer ein fester Bestandteil Ihrer Teams sind, sollten Sie diese auch in Ihre palliativen Fallbesprechungen integrieren. Hierauf sollte Ihr Palliativbeauftragter immer wieder in den Teams hinweisen.
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