Schlafapnoe – Symptome und Behandlung

Schlafapnoe – Symptome und Behandlung
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Der Begriff Schlafapnoe ist nur wenigen Menschen bekannt, obwohl ein beachtlicher Teil der Bevölkerung daran leidet und seine Folgen und Auswirkungen regelmäßig wahrnimmt. Häufig wird es als lästiges Schnarchen abgetan, das sich nicht einfach abstellen lasse. Selbst wenn das typische nach Luft Schnappen wahrgenommen wird, läuten bei vielen noch keine Alarmglocken. Dabei ist Schlafapnoe eine ernst zu nehmende Erkrankung. Dabei verengen sich die Atemwege vor allem im Schlaf, sodass der Körper nicht mehr genügend Sauerstoff erhält. Immer wieder kommt es nachts zu Sequenzen, in denen der Körper zwischen 10 Sekunden und 1 Minute lang aufhört zu atmen. Die Folgen können fatal sein, weshalb es wichtig, ist, bei Symptomen für Schlafapnoe sofort einen Arzt aufzusuchen.

Welche Anzeichen für Schlafapnoe gibt es? 

Das Problem bei Schlafapnoe besteht darin, dass sie im Schlaf stattfindet und die Betroffenen selbst davon meist wenig mitbekommen. Anzeichen, die darauf hindeuten, sind allerdings Konzentrationsschwierigkeiten, Tagesmüdigkeit, auch wenn ausreichend lang geschlafen wurde, Kopfschmerzen, aber auch Atemnot, Depressionen und Panikattacken. Treten diese auf und können keinen anderen Ursachen zugeordnet werden, sollte der Nachtschlaf näher beleuchtet werden. 

Was genau versteht man unter Schlafapnoe und was kann hierfür die Ursache sein? 

Eine Verengung der Atemwege in der Nacht kann dazu führen, dass die Schlafapnoe hervorgerufen wird. Denn der normale Luftstrom ist nicht mehr möglich und es herrscht Atemnot, während der Betroffene schläft. Die Folge ist eine Unterversorgung mit Sauerstoff und das anschließende Schnappen nach Luft. Die Gründe für Schlafapnoe können vielfältig sein. 

  1. Angeborene Fehlstellungen im Mund- und Rachenbereich können für verengte Atemwege verantwortlich sein. Etwa eine schiefe Nasenscheidewand oder aber auch ein nach hinten fallender Unterkiefer.
  2. Erschlaffte Muskulatur in den Atemwegen kann vor allem im Alter ein Problem darstellen.
  3. Atemwege können auch durch Fettleibigkeit verengt sein.
  4. Ebenso können auch Fehlstellungen nach Operationen Ursache für Schlafapnoe sein.
  5. Das Verhalten spielt eine wesentliche Rolle bezüglich der Schlafqualität. Die Einnahme von Schlaftabletten oder Nikotin- und Alkoholkonsum können sich auf die Atemmuskulatur auswirken.

Wissenswert: Schlafapnoe raubt nicht nur den Schlaf, sondern kann auch ernsthafte Folgeerkrankungen mit sich bringen. Besonders Bluthochdruck und Herz-Kreislauf Erkrankungen treten häufig auf, wenn Betroffene unter Schlafapnoe leiden. Das Herzinfarkt-Risiko steigt deutlich, aber auch, einen Schlaganfall zu erleiden. Häufig können auch Herzrhythmusstörungen festgestellt werden. 

Die große Vielfalt an Ursachen für Schlafapnoe macht es schwer, diese genau auszumachen. Daher ist es wichtig, einen Arzt zu konsultieren und sich ausführliche Informationen zu Ursachen und Folgen von Schlafapnoe zu holen

Welche Risikofaktoren begünstigen Schlafapnoe? 

Vor allem in der Prophylaxe gibt es viele Möglichkeiten, die Risikofaktoren für die Erkrankung einzuschränken. Wer Übergewicht reduziert, tut damit beispielsweise bereits einen Schritt in die richtige Richtung. Aber auch auf zu viel Alkohol und Nikotin sollte verzichtet werden. Gerade mit zunehmendem Alter sollt auf Symptome geachtet werden, da auch mit steigendem Alter das Risiko steigt. Dazu kommen Beruhigungs- und Schlaftabletten, die erheblichen Einfluss haben können. 

Achtung: Schlafapnoe ist nur in sehr wenigen Fällen vollständig heilbar. Nämlich dann, wenn körperliche Fehlstellungen durch operative Eingriffe beseitigt werden können. In den meisten anderen Fällen geht es bei Behandlungen vor allem darum, den Betroffenen Lebensqualität wieder zu geben und die Folgen von Schlafapnoe einzudämmen.

Gängige Behandlungsmöglichkeiten bei Schlafapnoe

Bevor eine Behandlung von Schlafapnoe ins Auge gefasst werden kann, ist es wesentlich, die genauen Ursachen zu analysieren. Ein Arzt kann einen Befund erstellen, der mitunter durch die Ergebnisse aus einem Schlaflabor unterstützt werden. Erst dann kann entschieden werden, welche Behandlungsmethode gewählt wird. 

  • Bei der CPAP-Therapie sorgt eine Maske mit angeschlossenem Therapiegerät dafür, dass die Atemwege nachts offen bleiben, indem ein sanfter Überdruck auf diese einwirkt.
  • Bei der Behandlung mit einer Schlafschiene wird eine maßgefertigte Unterkieferprotrusionsschiene genutzt, den Unterkiefer in Position zu halten, damit der Atemweg groß genug bleibt.
  • Operativer Eingriff. Diese Variante kann in einigen Fällen gewählt werden und führt zu langfristiger Erleichterung. Nämlich dann, wenn z.B. eine Fehlstellung des Unterkiefers oder der Nasenscheidewand beseitigt werden kann.
  • Zusätzlich können nach Begleittherapien zur Ursache Reduzierung wie Gewichtsreduktion, Alkoholreduktion oder Atemtrainings genutzt werden.

Welche Schlafapnoe-Behandlung auch gewählt wird, wichtig ist, dass die Erkrankung überhaupt einmal erkannt und auch ernst genommen wird. Dann kann die richtige Methode gefunden werden, um die Lebensqualität schnell wieder zu heben.