Herzinfarkt

Myokardinfarkt in der Pflege
Herzinfarkt
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Inhaltsverzeichnis

Herzinfarkt - Was passiert im Körper?

Ein Herzinfarkt ist eine Minderversorgung des Herzmuskels, die aufgrund eines plötzlichen Verschlusses eines der Herzkranzgefäße zustande kommt. Ein solcher Verschluss kann eine arteriosklerotische Veränderung der Gefäße oder ein Blutgerinnsel sein.

Achtung

Ein Herzinfarkt ist lebensbedrohend, deswegen sollte auf die ersten Warnsignale sofort reagiert werden.

Die Warnsignale sind allerdings zum Teil sehr unspezifisch (wie z. B. Übelkeit), andere sind deutliche Anzeichen für einen Infarkt (wie z. B. Engegefühl).

Herzinfarkt: Welche Symptome und Anzeichen gibt es?

  • Bei einem Infarkt treten ganz plötzlich im vorderen linken Brust- oder Rückenbereich starke Schmerzen auf, was für einen sogenannten Myokard-Infarkt sprechen kann. Allerdings sollte bekannt sein, dass sich nicht jeder Herzinfarkt über die typischen Brustschmerzen ankündigt.
  • Starke Schmerzen im linken Oberarm
  • Starke Schmerzen im Rücken oder den Schultern
  • Starke Kieferschmerzen
  • Engegefühl: Patienten, bei denen ein Herzinfarkt kurz bevorsteht, haben das Gefühl, als würde ihnen etwas auf der Brust sitzen.
  • Kalter Schweiß
  • Starkes Brennen
  • Blasse Haut
  • Atemnot
  • Schmerzen im oberen Bereich des Bauchs
  • Übelkeit /Erbrechen

Wissenswert

Die Symptome und Anzeichen, die einen Herzinfarkt ankündigen, hängen davon ab, welche Gefäße im Herzen von einem Verschluss betroffen sind.

Achtung

Fast ein Viertel von einem Myokard Infarkt betroffenen Menschen erlitten einen sogenannten „stummen Infarkt“ (Herzinfarkt ohne Schmerzen). Meist handelte es sich bei diesen um Menschen mit Diabetes und/oder einem höheren Lebensalter.

Nur zwischen einem Drittel und der Hälfte aller Myokardinfarkte treten ganz plötzlich auf, ohne dass der Verdacht auf Verschluss eines Herzkranzgefäßes im Raum stand. Die meisten davon litten aber bereits unter diversen Grunderkrankungen (darunter auch Herzkrankheiten), die einen Herzinfarkt begünstigen können, wie z. B. KHK oder Arteriosklerose.

Tipp

Die vorher erwähnten Grunderkrankungen lassen sich gut daran erkennen, dass der Patient bei starker psychischer oder physischer Belastung über Brustschmerzen und/oder Atemnot klagt. Hört die Belastung auf, normalisiert sich der Zustand des Patienten in der Regel ganz schnell.

Achtung

Ein drohender Herzinfarkt kann sich bei Frauen durch andere Symptome manifestieren als bei Männern. Erfahre hier, worauf bei weiblichen Patienten im Speziellen geachtet werden muss.

Welche Risikofaktoren können einen Herzinfarkt begünstigen?

  • KHK
  • Arteriosklerose
  • Hohes Alter: Mit steigenden Lebensjahren nimmt natürlich die Verkalkung in den Arterien zu.
  • Geschlecht: Frauen vor den Wechseljahren haben ein geringeres Herzinfarkt-Risiko als Männer.
  • Bluthochdruck: Bei dauerhaft erhöhtem Blutdruck kommt es zu einer Schädigung der Gefäßinnenwände.
  • Rauchen
  • Genetische Veranlagung: Sind nahe Verwandte von einer Herz-Kreislauf-Erkrankung betroffen, ist das Risiko hoch, dass auch andere Familienmitglieder davon betroffen sind.
  • Diabetes Mellitus: Diabetes-Patienten fallen ebenfalls in die Gruppe mit erhöhtem Herzinfarkt-Risiko, da durch den krankhaft erhöhten Blutzuckerspiegel die Gefäße geschädigt werden.
  • Hoher Cholesterinspiegel
  • Bewegungsmangel
  • Alkohol- und Medikamentenmissbrauch
  • Übergewicht
  • Hohe Entzündungswerte im Blut, deren Ursache nicht auf den Grund gegangen wird.

Herzinfarkt: Richtig reagieren rettet Leben

  1. Besteht der Verdacht, dass jemand einen Herzinfarkt erleidet, muss sofort der Notarzt verständigt werden. Bis dieser eintrifft, ist Erste Hilfe zu leisten.
  2. Es ist sinnvoll, dass der Patient sich setzt oder hinlegt. Ist Letzteres der Fall, sollte darauf geachtet werden, dass der Oberkörper erhöht gelagert wird.
  3. Im Moment des Auftretens des Herzinfarkts klagen die meisten Patienten über ein beängstigendes Beengungsgefühl. Als Ersthelfer sollte man es dem Betroffenen leichter machen, beengende Kleidung sofort lockern.
  4. Es ist wichtig, dass der Patient bis zum Eintreffen des Notarztes nicht alleine gelassen wird.
  5. Puls und Atmung müssen unbedingt überwacht werden. Kommt es zu einem Herz-Kreislaufstillstand, muss sofort eine Herz-Druck-Massage erfolgen.

Herzinfarkt Behandlung: Welche Maßnahmen ergreift der Notarzt?

Sobald der Notarzt eintrifft, wird dieser sofort den Puls und die Atmung des Patienten, wie auch dessen Bewusstseinslage überprüfen. Währenddessen wird der Betroffene an ein EKG angeschlossen, um Blutdruck, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung und Herzrhythmus zu überwachen. Zeigt das EKG, dass die Sauerstoffsättigung zu niedrig ist, zeigt sich eine akute Herzschwäche oder hat der Patient mit Atemnot zu kämpfen, wird ihm per Nasensonde Sauerstoff zugeführt.

Zudem bekommt der Patient einen intravenösen Zugang gelegt, damit ihm Medikamente, wie z. B. Morphin gegen Schmerzen, Diazepam gegen Angst usw., schneller verabreicht werden können. Einige Notärzte verabreichen Herzinfarkt-Patienten Nitrat in Sprayform, um den Sauerstoffbedarf des Herzens zu reduzieren und für eine Erweiterung der Blutgefäße zu sorgen. Sollte es während des Transports zum Krankenhaus zu einem Herzstillstand kommen, werden die Sanitäter versuchen, den Herzinfarkt-Patienten mithilfe eines Defibrillators wiederzubeleben.

Wissenswert

Ist die Rede von einem Hinterwand- oder Vorderwandinfarkt handelt es sich um nichts anderes als um einen Myokardinfarkt. Die Begrifflichkeiten geben nur darüber Auskunft, welches Gefäß durch ein Blutgerinnsel verschlossen wurde.

Der Herzinfarkt-Patient im Krankenhaus: Jetzt erfolgen die eigentliche Diagnostik und Behandlung

Die Lysetherapie/Thrombolyse-Therapie

Wurde der Herzinfarkt durch ein Blutgerinnsel ausgelöst ist die Lysetherapie eine gute Möglichkeit, um dieses medikamentös abzubauen. Hierfür spritzt der Arzt das Medikament direkt intravenös.

Wissenswert

Bei der Lysetherapie werden entweder Medikamente verwendet, die das Blutgerinnsel direkt abbauen oder Mittel, die für eine Aktivierung der körpereigenen Abbauenzyme, den sogenannten Plasminogen. Diese lösen dann den Thrombus auf.

Achtung

Je eher die Lysetherapie begonnen wird, desto besser. Erfolgt die Behandlung innerhalb der ersten neunzig Minuten nach einem Herzinfarkt, können bei gut fünfzig Prozent aller Patienten die vorher verschlossenen Gefäße wieder durchgängig gemacht werden.

Wichtig

Die Thrombolyse-Therapie darf nur innerhalb einer Frist von zwölf Stunden nach einem Herzinfarkt angewendet werden. Später ist diese Therapie nicht mehr so effektiv bzw. dann überwiegen die Nachteile die Vorteile der Therapie deutlich.

Lysetherapie: Die Nebenwirkungen

Die Lysetherapie hat deutliche Auswirkungen auf die Blutgerinnung. Diese wird im kompletten Körper außer Kraft gesetzt, was zu ernsten Blutungen führen kann. Vor allem, wenn Gefäßmissbildungen oder Magengeschwüre bei der Diagnostik übersehen wurden. Schlimmstenfalls können bei dieser Therapieform Hirnblutungen auftreten.

Perkutane transluminale Angioplastie (PTCA)

Tritt ein Herzinfarkt auf, kann der Thrombus auch manuell per perkutaner transluminaler koronarer Angioplastie aufgelöst werden. Bei dieser Therapie führt der Arzt einen sogenannten Herzkatheter in das verschlossene Gefäß ein und erweitert es mittels eines Ballons (Ballondilatation). Ist der Eingriff beendet, erfolgt anschließend die Implantation eines Stents. Dieser hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass das Gefäß offenbleibt.

Wissenswert

Die verwendeten Stents haben eine gerinnungshemmende Beschichtung. Diese soll verhindern, dass sich an derselben Stelle erneut ein Thrombus bildet.

Wie erfolgsversprechend ist eine PTCA?

In der Regel ist eine PTCA sehr erfolgsversprechend. Allerdings ist nicht in jedem Krankenhaus ein Herzkatheter-Platz vorhanden.

Die Bypass-OP

Kam es zu einer starken Veränderung der Herzkranzgefäße ist eine Bypass-OP sinnvoll. Hierfür wird dem unter Vollnarkose stehenden Herzinfarkt-Patienten entweder eine oberflächliche Beinvene oder eine Arterie aus der Brustwand entnommen. Diese Vene/Arterie wird dazu verwendet, um für eine Überbrückung des Verschlusses in den Herzkranzgefäßen zu sorgen.

Die medikamentöse Nachsorge bei Herzinfarktpatienten

Menschen, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, bekommen vom Arzt nach der eigentlichen Behandlung zur Nachsorge/Prävention Medikamente verschrieben, die einen weiteren Infarkt verhindern sollen. Teilweise müssen die Medikamente dauerhaft eingenommen werden.

ASS (Acetylsalicylsäure): Dieses Medikament verhindert, das sich neue Blutgerinnsel bilden und/oder sich vorhandene Gerinnsel vergrößern können.

Wissenswert

Tritt ein akuter Herzinfarkt auf, ist es nicht selten der Fall, dass der Notarzt dem Patienten Acetylsalicylsäure spritzt, um dessen Prognose zu verbessern.

Heparin wird ebenfalls manchen Patienten verschrieben, kann aber auch vom Notarzt verabreicht werden. Das Medikament verhindert, dass das Blutgerinnsel größer wird, indem es einen aktiven Einfluss auf die körpereigene Blutgerinnung nimmt.

Betablocker sorgen für eine Entlastung des Herzens, indem sie den Herzschlag verlangsamen und den Blutdruck senken.

ACE-Hemmer sorgen ebenfalls für eine Entlastung des Herzens, wirken aber anders als Betablocker. ACE-Hemmer erweitern nämlich die Blutgefäße.

Wichtig

Neben der medikamentösen Nachbehandlung ist für Herzinfarkt-Patienten ein Herz-Kreislauf-Training essenziell. Das Trainingsprogramm wird in der Regel vom Arzt in Kooperation mit dem Physiotherapeuten erstellt.

Welche Folgen kann ein Herzinfarkt für den Patienten haben?

Ein Herzinfarkt hat immer weitreichende Folgen auf das Leben des Patienten. So kann sich durch den Infarkt nicht nur eine Herzinsuffizienz oder eine Herzrhythmusstörung entwickeln, sondern auch Depressionen. Des Weiteren kann sich auf dem abgestorbenen Herzmuskelgewebe Narbengewebe bilden, wodurch die Funktion des Herzens und des Herzmuskels deutlich beeinträchtigt wird.

Wissenswert

Nach einem überstandenen Herzinfarkt erfolgt für die Betroffenen immer eine Reha. Diese soll dem Patienten dabei helfen, sich zu erholen und ihren Lebensstil so umzustellen, dass alle Risikofaktoren, die für das erneute Auftreten eines Herzinfarkts sorgen können, aus deren Leben verbannt wird.

Herzinfarkt: Die Prävention

  • Menschen, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, sollten unbedingt aufs Rauchen verzichten.
  • Eine gesunde Ernährung ist für die Patienten wichtig, die von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen sind.
  • Übergewicht reduzieren ist eine effiziente Maßnahme, um das Herzinfarkt-Risiko zu minimieren.
  • Stress reduzieren oder besser vermeiden, das A und O für Herzinfarkt-Patienten.
  • Viel Bewegung und ein vom Arzt abgesegnetes Trainingsprogramm sind zwei Dinge, die dem Herzpatienten dabei helfen können, seine Lebenserwartung zu verlängern.
  • Grunderkrankungen, wie z. B. ein hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen usw. müssen unbedingt behandelt werden.

Wie funktioniert die Pflege von Herzpatienten?

Bei Herzpatienten müssen konstant die Vitalzeichen (Puls, Atmung, Blutdruck) überwacht werden. Dabei sollte die Pflegekraft den Betroffenen genau beobachten und ihn nach eventuellen Beschwerden fragen. Falls der Patient Hilfe bei seiner täglichen Körperhygiene benötigt, ist er dabei zu unterstützen.

Senioren bzw. Patienten mit Herzproblemen haben meist mit Ängsten zu kämpfen. Die Pflegekraft sollte Anteilnahme und Verständnis zeigen und den Betroffenen aktiv bei durchzuführenden Tätigkeiten mit einzubeziehen.

Bei der Betreuung von Herzpatienten übernimmt die Pflegekraft auch die Funktion eines Beraters. Sie soll den Erkrankten dabei helfen herauszufinden, welches Verhalten am besten für seine Gesundheit förderlich ist.

Tipp

Handelt es sich bei dem Betroffenen noch um einen agilen geriatrischen Patienten, kann für ihn eine Kontaktaufnahme mit einer Koronarsport- oder einer Selbsthilfegruppe sinnvoll sein, um das Erlebte zu verarbeiten und sein seelisches Gleichgewicht wiederzufinden. Eine gute Idee, vor allem dann, wenn der Patient erst einen Myokardinfarkt überstanden hat.

Pflege von Herzpatienten: Die Pflegekraft braucht eine gute Beobachtungsgabe

Patienten mit einer Herzerkrankung sind oft von Atemnot (Dyspnoe) betroffen. Diese wird meist schlimmer, wenn der Betroffene körperlich belastet wird oder liegen muss. In der Regel bekommt der Herzpatient wieder besser Luft, wenn er sich aufsetzen kann.

Wissenswert

Fallen der Pflegekraft Auffälligkeiten bei der Atmung des Patienten auf (wie z. B. eine Zyanose, Kurzatmigkeit oder Rasselgeräusche) kann sie hm Erleichterung verschaffen, indem sie den Oberkörper des Patienten hoch lagert oder für eine externe Sauerstoffzufuhr sorgt. Es gibt noch eine Reihe weiterer atemunterstützende Maßnahmen, die die Pflegekraft umsetzen kann, um den Patienten den Alltag mit seiner Erkrankung zu erleichtern.

Kommunikation: Der Schlüssel einer guten Pflege

Patientengespräche sind für den pflegebedürftigen Senioren und die Pflegekraft gleichermaßen wichtig, damit diese eine entsprechende Bindung zueinander aufbauen können. Des Weiteren haben Menschen mit Herzerkrankungen meist Sorgen und Ängste. Sie fürchten häufig, einen bzw. erneut einen Herzinfarkt zu erleiden. Die Pflegekraft sollte Verständnis für die Ängste haben und auf das Befinden des Patienten näher eingehen.

Wissenswert

Während des direkten Patientenkontakts muss die Pflegekraft auf die nonverbale und verbale Schmerzäußeren des Patienten achten. Ist der Pflegebedürftige von Schmerzen betroffen, ist der Arzt darüber zu informieren und dem Betroffenen sind entsprechend der ärztlichen Verordnung die Bedarfsmedikation zu verabreichen. Die Schmerzen des Patienten sind auch in dessen Patientendokumentation zu vermerken.

Pflege von Herzkranken: Bewegung für den Patienten - gut oder schlecht?

Während einer akuten Phase sollte der Erkrankte körperliche Anstrengung meiden. Ansonsten entscheidet der Arzt, abhängig von der Art und dem Schweregrad der Herzerkrankung, in wieweit Patienten eine Belastung zugetraut werden darf.

Wissenswert

Bei der stufenweisen Mobilisation von Herzpatienten wird die Pflegekraft in der Regel von Physiotherapeuten unterstützt. Während der Mobilisation des Patienten müssen dessen Vitalwerte einschließlich dessen Befinden und Gesichtsfarbe überwacht bzw. beobachtet werden, um eine Überlastung des Patienten zu vermeiden.

Wird dem Patienten Bettruhe verordnet, kann die sogenannte Herzbettlage oder eine erhöhte Lagerung des Oberkörpers von Vorteil sein. Abhängig vom Gesundheitszustand des Betroffenen kann es notwendig werden, eine Kontrakturenprophylaxe, eine Decubitusprophylaxe, Pneumonieprophylaxe und/oder Thromboseprophylaxe durchzuführen.

Pflege von Herzpatienten: Die Ernährung

Viele Herzerkrankungen lassen sich positiv über eine Ernährungsumstellung positiv beeinflussen. Es obliegt den Pflegekräften, Ärzten und Ernährungsberatern den Patienten von einer Umstellung der gewohnten Ernährung zu überzeugen, in dem z. B. dem Betroffenen leckere Alternativen aufgezeigt werden.

Wie wichtig ist die Beobachtung der Ausscheidung von Herzpatienten?

Gerade geriatrische Patienten, die von einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) betroffen sind, neigen zu Wassereinlagerungen im Bereich der Lunge und der Knöchel. Das kann beim Erkrankten zu Durchblutungsstörungen, erschwerter Atmung und/oder einer weiteren Belastung des Herzens führen.

Wissenswert

Um das Ausmaß der Flüssigkeitseinlagerungen ermitteln zu können, ist es notwendig, dass die Pflegekraft eine Flüssigkeitsbilanz führt und regelmäßig das Gewicht des Patienten überwacht.

Nach einem Herzinfarkt muss für den Patienten jede unnötige Anstrengung vermieden werden. Das kann es notwendig machen, dass der Patient einen Blasenkatheter gelegt bekommt.

Die mangelnde Bewegung in Verbindung mit einer beschränkten Flüssigkeitszufuhr (Reduzierung der Ödeme) kann dazu führen, dass es beim Patienten zu einer Verstopfung (Obstipation) kommt. Muss der Herzkranke beim Stuhlgang stark pressen, kann das, das Herz unnötig belasten und zu Atemproblemen führen. In diesem Fall empfiehlt sich die Durchführung einer Obstipationsprophylaxe.

Die Pflege von Herzpatienten: Die Überwachung der Körpertemperatur

Ist der Patient von einer entzündlichen Herzerkrankung betroffen, ist es wichtig, dass die Pflegekraft die Körpertemperatur des Patienten konstant überwacht. Schon allein deswegen, weil Betroffene schnell hohes Fieber entwickeln können. Fieber, das für geriatrische Patienten mit Herzleiden sehr schnell gefährlich werden kann.

Tipp

Generell ist es bei der Pflege von Herzkranken üblich, dass schneller fiebersenkende Mittel eingesetzt werden, da Fieber das Herz noch mehr belasten kann.

Wissenswert

Bei Herzpatienten kann es notwendig werden, dass die Kontrolle von Blutdruck und Puls nicht ausreichend ist. In so einem Fall kann es notwendig werden, den zentralen Venendruck zu messen. Eine ZVD-Messung ist äußerst hilfreich, um die Herzkreislauffunktion ausfallsicher und zuverlässig zu überwachen.