Verlag & Akademie

30% Zuschlag für Nachtwachen im Heim

08.11.2018

Die Höhe von Zeitzuschlägen ist immer wieder ein Streitpunkt zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Gerade bei kleinen privaten Trägern entstehen solche Meinungsverschiedenheiten nicht aufgrund bösen Willens, sondern einfach aus mangelnder Kenntnis der Rechtslage.

In einem konkreten Fall geht es um die Frage, in welcher Höhe nicht-tarifgebundene Heime den „Nachtwachen-Zuschlag“ gewähren müssen. Die Streitparteien sind tatsächlich ein privater Träger und eine Pflegefachkraft. Zu der besagten Auseinandersetzung gibt es aber nun ein richtungsweisendes Urteil des Landesarbeitsgerichtes Rheinland-Pfalz.

Im vorliegenden Falle war eine Pflegefachkraft seit ca. 8 Jahren als Dauernachtwache in einem nicht-tarifgebundenen Heim tätig. Laut Arbeitsvertrag hatte die Pflegefachkraft 17 Dienste pro Monat zwischen 20:00 und 6:45 Uhr zu leisten. Hierfür erhielt sie von ihrem Arbeitgeber eine Nachtarbeitspauschale in Höhe von 20,45 € pro Schicht. Während des Urlaubes und Krankheitsphasen wurde dieser Zuschlag aber nicht gezahlt.

Zwischen den Parteien war zunächst die Höhe des Zuschlages strittig. Zu Beginn des Arbeitsverhältnisses lag dieser bei 28 % vom Bruttolohn, nach einer Lohnerhöhung nur noch bei 24 % vom Bruttolohn. Die Mitarbeiterin forderte demnach für einen Zeitraum von 3 Jahren einen Nachschlag, um die Differenz zu den ihr eigentlich zustehenden 30 % Zuschlag auszugleichen.

Mit Erfolg – denn das Landesarbeitsgericht sprach ihr nicht nur die Nachzahlung der Differenz zwischen den 24 % bzw. 28 % zu den geforderten 30 % Zuschlag zu. Darüber hinaus erhält die Mitarbeiterin auch folgerichtig die Nachzahlungen der Zuschläge auf Urlaubs- und Krankheitszeiten.

Arbeitgeber sollten daher unbedingt darauf achten, dass Zuschläge in gesetzlich legitimierter Höhe gezahlt werden. Denn neben möglichem juristischen Ungemach führen Minderleistungen immer zu unzufriedenen Mitarbeitern, die folgerichtig irgendwann kündigen. Dies ist auf dem mehr als angespannten Personalmarkt fatal.
Das Urteil vom 08.07.2018 können Sie unter dem Aktenzeichen Az.: 5 Sa 446/17 nachlesen.

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