Verlag & Akademie

Fördern und erhalten Sie die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter

17.07.2020

Die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter ist das höchste Gut in Ihrer Einrichtung. Aus diesem Grund sollten Sie das Gesundheitsmanagement großschreiben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit folgendermaßen: „Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.

Aus dieser Definition geht klar hervor, dass Gesundheit nicht nur bedeutet, frei von Krankheiten zu sein. Gesundheit muss als ein „Ganzes“, bestehend aus Körper und Geist, gesehen werden. Das ist vergleichbar mit der Pflege des alten Menschen. Auch hier wird immer von einer ganzheitlichen Pflege gesprochen. Kurz gesagt, bedeutet Gesundheitsmanagement nicht nur Prävention in Bezug auf Krankheiten, sondern ebenfalls Prävention in Bezug auf soziales oder seelisches Unwohlsein.

Primäre Prävention

In Ihrer Einrichtung wenden Sie für Ihre Mitarbeiter die primäre Gesundheitsprävention an. Das bedeutet, dass gezielte Verhaltensweisen oder Verfahren zur Gesunderhaltung und Vermeidung von Krankheiten praktiziert oder angeboten werden.

Einführen des Gesundheitsmanagements

Wenn Sie in Ihrer Einrichtung ein Gesundheitsmanagement einführen möchten, müssen Sie dabei zu jeder Zeit die folgenden 4 Perspektiven berücksichtigen und beachten. Lassen Sie einen dieser Bereiche außer Acht, wird Ihr Gesundheitsmanagement mit sehr großer Wahrscheinlichkeit scheitern.

1. Die Perspektive des Mitarbeiters.

Das bedeutet, dass Sie bei jedem Einzelnen das Gesundheitsbewusstsein sensibilisieren müssen. Dies tun Sie am besten, indem viel Wissen über Gesundheit und schädigende Einflüssen vermittelt wird.

2. Die Perspektive der Arbeitsbedingung.

Hierunter zählen nicht nur räumliche oder materielle Arbeitsbedingungen wie Hilfsmittel, Büroeinrichtung oder Arbeitsmittel. Eine gleich hohe Priorität haben in diesem Fall die Kommunikationsstruktur, das Teamverhalten oder die Art und Weise, wie in Ihrer Einrichtung mit Konflikten und Problemen umgegangen wird.

3. Die Perspektive der Organisation.

Hiermit ist die allgemeine Struktur Ihrer Einrichtung gemeint: Wohnbereichsbezogene Strukturen, aber auch Führungsstile und bereichsübergreifende Strukturen. Hinzu zählen auch das Vergütungssystem und Anreize zur Motivation von Mitarbeitern.

4. Die Perspektive der Umwelt.

Die Arbeit endet oft nicht nach Feierabend. Es ist unerlässlich, die richtige Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu finden. Zum Aspekt der Umwelt zählt also auch das Freizeit- und Urlaubsverhalten. Bedenken Sie dabei, dass die Familie normalerweise bei jedem Mitarbeiter an 1. Stelle steht.

Die Führungskraft als Dreh- und Angelpunkt

Als PDL sind Sie eine Führungskraft. Neben der Fachkompetenz, die Sie für Ihre Tätigkeit benötigen, müssen Sie auch über Führungskompetenzen verfügen. Dafür ist eine grundlegende Sozialkompetenz erforderlich. Viele Strategien und Verhaltensweisen lernen Sie als Führungskraft in Weiterbildungen. Als PDL sind Sie u. a. der Dreh- und Angelpunkt für ein gelungenes Gesundheitsmanagement in Ihrer Einrichtung. Ihr Verhalten als Führungskraft entscheidet im Allgemeinen über Wohloder Missempfinden Ihrer Mitarbeiter.

Möglichkeiten zur Gesundheitsprävention

Große Unternehmen haben die Priorität eines guten Gesundheitsmanagements bereits erkannt. Die meistgenannten Vorteile sind gutes Arbeitsklima, weniger Fehlzeiten, höhere Zufriedenheit der Kunden und schlussendlich eine qualitativ höhere Arbeitsweise. Hier paar Möglichkeiten für eine erfolgreiche Gesundheitsförderung Ihrer Mitarbeiter:

  • Fort- und Weiterbildungen: Ein grundlegendes Wissen über Gesundheit und gesundheitsschädigende Faktoren ist unerlässlich. Bieten Sie dazu regelmäßig Schulungen an. Bevorzugte Themen sollten u. a. sein: Burn-out-Prävention, Gesunde Ernährung, Work-Life-Balance, Körperliche Aktivitäten
  • Körperliches Training Arbeiten Sie mit Physiotherapiepraxen und Fitnessstudios: zusammen. Sie könnten kostenlose Kurse für Ihre Mitarbeiter anbieten, z. B. Rückenschule, Wassergymnastik oder Aerobic.
  • Gesunde Ernährung: Lassen Sie täglich eine Schale frisches Obst und Gemüse auf jedem Wohnbereich bereitstellen. Sorgen Sie dafür, dass Ihren Mitarbeitern Getränke wie Wasser, Saftschorlen und Tee kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
  • Betriebsklima: Ein gutes Betriebsklima ist den meisten Mitarbeitern wichtiger als die Bezahlung. Sorgen Sie für ein gutes Teamklima. Erkennen Sie Konfl ikte und Probleme, und wirken Sie professionell und objektiv entgegen. Beachten Sie Mitarbeiterwünsche, und seien Sie immer gerecht und aufrichtig.
  • Anerkennung: Neben dem guten Betriebsklima wünscht sich jeder Mitarbeiter auch die Anerkennung des Vorgesetzten. Loben Sie! Finden Sie hierbei aber eine gute Balance. Loben Sie nicht überschwänglich. Ein nettes und lobendes Wort der Anerkennung vom Vorgesetzten kann Wunder wirken.
  • Achtung des Privatlebens: Bedenken Sie, dass jeder Mitarbeiter auch ein Privatleben hat. Sie können nicht erwarten, dass z. B. bei einem Mitarbeiterausfall sofort jeder bereit ist einzuspringen. Zeigen Sie Verständnis für familiäre Problematiken.
  • Feierlichkeiten: Wo gearbeitet wird, muss auch ab und an mal gefeiert werden. Organisieren Sie Feste für Ihre Mitarbeiter, wenn möglich sogar mit Familie. Ob Weihnachtsfeier oder Sommerfeier: Es muss nicht immer groß sein. Optimal wäre 1-mal jährlich ein Familientag im Freien.

Krankenkassen unterstützen

Erkundigen Sie sich ebenfalls bei Krankenkassen, welche Möglichkeiten zur Gesundheitsförderung Ihrer Mitarbeiter angeboten werden können. Viele Angebote der Krankenkasse sind für Sie kostenlos.

Fazit: Sicher ist ein optimales Gesundheitsmanagement nicht von heute auf morgen aufgebaut. Es braucht Zeit, kostet Geld und wird Ihnen zu Anfang viel Arbeit bereiten. Aber wenn alles in geregelten Bahnen verläuft, wird es sich für Sie, Ihre Einrichtung und für Ihre Bewohner positiv auszahlen. Lassen Sie sich von Rückschlägen nicht entmutigen. Behalten Sie Ihr Ziel im Auge. Dann werden Sie es über kurz oder lang auch schaffen.

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