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Trägerverband kritisiert höhere Qualifikationsanforderungen für Leitungskräfte

24.01.2019

Pflegefachkräfte zu finden ist schwer. Eine brauchbare PDL zu finden ist allerdings die Quadratur des Kreises. Einer der Gründe ist die mittlerweile nicht mehr zeitgemäße und meist auch inhaltlich grottenschlechte „PDL-Ausbildung“, die die geforderten 460 Stunden umfasst. In Hamburg nun sollen die Anforderungen für Leitungskräfte deutlich angehoben werden.

So plant die Gesundheitsbehörde der norddeutschen Regionalmetropole eine Aufstockung der PDL-Ausbildung auf 1.200 Stunden. Sollten diese Stunden mit Inhalten gefüllt werden, die auf die Alltagsherausforderungen abzielen, ist der Weg gut und richtig. Denn jeder Entscheider aller anderen Branchen würde niemals einen beispielhaften Jahresumsatz von 2 Mio. € einem Mitarbeiter anvertrauen, der in einem Crashkurs (oft veraltetes und unnützes) Wissen vermittelt bekommt.

Das passt dem Hamburger Landesvorsitzenden des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) Frank Wagner überhaupt nicht. Er ist der Auffassung, dass Hamburg die Fortbildungsanforderungen für Leitungskräfte auf ein „einmalig hohes und völlig überzogenes Niveau“ hievt.

Der Funktionär wettert weiter, dass Hamburg zu einer „isolierten Insel“ wird, „auf der fachliche Hürden für interessierte Fachkräfte aus anderen Bundesländern aufgebaut werden“. Wagner glaubt, dass aufgrund dessen das Interesse von Pflegefachkräften an einer Führungsposition sinkt. Er hegt die zudem etwas krude Befürchtung, dass Hamburg demnächst die meisten Fortbildungsstunden und die wenigsten Pflegekräfte hat.

Die Äußerungen des bpa-Funktionärs sind auf den 1. Blick verwunderlich. Gerade Trägerverbände sollten sich doch eher freuen, auf hervorragend ausgebildete Pflegedienstleitungen zurückgreifen zu können. Doch wie so oft verschleiert Frank Wagner die wahren Gründe: Denn wie viele andere Trägerverbände auch betreibt der „bpa“ intern ein lukratives Geschäft mit Weiterbildungen. Eine Verdreifachung der Unterrichtsstunden und eine damit einhergehende qualitative und quantitative Weiterentwicklung des Curriculums sind teuer.

Hinzu kommen die steigenden Dozentenkosten. Nicht nur wegen der Mehrstunden – dieses ließe sich durch das dann auch höhere Kurshonorar kompensieren. Nein, teuer wird es, wenn die Inhalte anspruchsvoller werden. Denn dann müssen auch qualitativ bessere Dozenten gebucht werden. Und das kostet deutlich mehr. Bislang sind die inhaltlich eher tiefergelegten 460-Stunden-Kurse, abgehalten von billigen Dozenten, für alle Trägerverbände mit eigener Fortbildungsakademie eine Gelddruckmaschine. Und darum zittert Wagner vermutlich.

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