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Interkulturelle Pflege: Überprüfen Sie Ihre Kenntnisse zu Festen verschiedener Kulturen

23.07.2018

Das Zelebrieren von Festen und Bräuchen ist ein wichtiger Bestandteil einer aktivierenden Pflege und Betreuung. Die traditionellen deutschen Festivitäten sind weitestgehend bekannt. Aber kennen Sie die Feste anderer Kulturen?

Wahrscheinlich versorgen Sie in Ihrer Einrichtung zunehmend Bewohner mit Migrationshintergrund. Wenn Ihre Mitarbeiter im Rahmen der Pflege und Betreuung auf deren Feste und Bräuche eingehen, legen sie eine wichtige Grundlage dafür, dass sich diese Bewohner in Ihrer Einrichtung wohlfühlen. Außerdem zeigen sie, dass Sie ein weltoffenes und tolerantes Haus sind. Falls Sie noch keine Bewohner mit Migrationshintergrund haben, wird sich das in den nächsten Jahren sicherlich ändern.

Variationen in den Festen

Wie deutsche Familien auch unterschiedlich Weihnachten oder andere Feste feiern, gibt es auch in Familien mit Migrationshintergrund hinsichtlich ihrer Herkunft Unterschiede im Brauchtum. Somit folgen die Feste verschiedener Kulturen in der Regel zwar den religiösen Vorgaben, allerdings unterscheiden sie sich je nach Tradition. Im Folgenden stellen wir Ihnen in der Übersicht die wichtigsten Feste und Feierlichkeiten der islamischen, buddhistischen und jüdischen Kultur vor. Die jeweiligen Daten sind von Jahr zu Jahr oft unterschiedlich. Sie finden Sie aber im Internet.

Tipp: Lassen Sie von Ihrer Betreuung einen Kalender zum Aushängen mit allen relevanten Festen erstellen.

Damit Sie einen Überblick über die verschiedenen kulturellen Feste bekommen können, haben wir diese für Sie exemplarisch zusammengestellt:

Islamische Feste

  • Mevlid: Bedeutung: Geburtstag des Propheten Mohammed (570 n. Chr. in Mekka). Brauchtum: Fest mit Spielen, Lichtern, Korantexten
  • Ramadan: Fastenmonat mit 29 Tagen; das Fasten beginnt jeden Tag zur Morgendämmerung, das Fastenbrechen erst nach Sonnenuntergang. Essen, Trinken, Rauchen sowie Geschlechtsverkehr sind nicht erlaubt. Pflicht für alle Muslime ab dem Beginn der Geschlechtsreife; Ausnahmen gelten für Kranke, Alte, Schwangere und Frauen während der Menstruation.
  • Fest des Fastenbrechens/Zuckerfest: Abschluss des Ramadan; im Islam der zweithöchste Feiertag. Verzehrt werden vor allem Süßigkeiten; Tragen orientalischer Kleidung und Dekorationen.
  • Operfest: Im Islam das höchste Fest; Höhepunkt der Wallfahrt nach Mekka. Verzehr orientalischer Speisen; Dekorationen.
  • Islamisches Neujahr: Im Islam beginnt die Zeitrechnung mit dem Jahr 622. Der Prophet Mohammed wanderte damals mit seinen Anhängern von Mekka nach Medina aus. Dem islamischen Verständnis zufolge beginnt ein Tag bei Sonnenuntergang; nach unserem Verständnis wird demnach 2 Tage gefeiert. Im Familienkreis wird gegessen, gebetet und gespendet.

Jüdische Feste

  • Sabbat: Gilt als Ruhetag (Gott ruhte am 7. Tag), dieser entspricht im jüdischen Glauben dem Samstag. Wohnung und Haus werden am Freitagabend aufgeräumt, Haare und Nägel geschnitten, ein Reinigungsbad genommen und Festkleidung angelegt, am Sabbat Besuch des Gottesdiensts mit Thoralesung.
  • Purim: Gedenktag an Königin Esther, welche die Juden im persischen Reich vor der Verfolgung gerettet hat. Verzehr von Süßspeisen und Mandeln, Mohn, Rosinen sowie Früchten und Nudeln mit (koscherem) Fleisch oder Käse. Zudem werden Geschenke vergeben und Texte aus dem Buch Esther gelesen.
  • Pessachfest/Fest der ungesäuerten Brote: Dem israelitischen Volk blieb beim Auszug aus Ägypten und dem Ende der Sklaverei keine Zeit zur Säuerung der Brote, woran dieses Fest erinnern soll. Das Haus wird sauber geputzt und 7 Tage lang wird ungesäuertes Brot gegessen sowie weitere Zeremonien vollzogen.
  • Rosch ha-Schana: Jüdisches Neujahrsfest. Jahrestag der Weltschöpfung mit der Forderung, moralisch und religiös Bilanz zu ziehen und Gebete für die Zukunft zu sprechen.
  • Chanukka/Tempelfest: Zur Wiedereinweihung des 2. Tempels begehen Juden ein achttägiges Gedenkfest. Ein achtarmiger Leuchter wird aufgestellt, jeden Tag eine Kerze mehr entzündet. Chanukka ist vor allem ein familiäres Fest.

Fazit

Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter in der Pflege und Betreuung für die Feste der verschiedenen Kulturen.

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