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Die richtige Kommunikation mit Demenzpatienten

13.02.2017

Natürlich ist Ihnen bekannt, dass Menschen mit Demenz geistige Anregungen benötigen, damit ihr Interesse und ihre Aufmerksamkeit erhalten bleiben. Doch hierbei schießen manche Angehörige über das Ziel hinaus.

Beispiel: Die Tochter besucht ihre demenzerkrankte Mutter 1-mal wöchentlich. Sie redet dann ohne Punkt und Komma auf ihre demenzerkrankte Mutter ein: „Mutter, heute ist Sonntag“, „Mutter, war Georg diese Woche auch schon bei dir?“, „Mutter, was hast du denn heute zu Mittag gegessen?“ Sie bemerkt gar nicht, dass ihre Mutter sich immer mehr in sich selbst zurückzieht und den Blickkontakt zu ihrer Tochter schließlich ganz abbricht.

Kennen auch Sie Angehörige, die auf der Überholspur sind und die Menschen mit Demenz mit ihrer Gedankenflut überfordern? Dann werden bestimmt auch Sie schon festgestellt haben, dass sich der Mensch mit Demenz bei solch einer Überforderung häufig in sich selbst zurückzieht.

Natürlich ist es kein böser Wille der Angehörigen, denn eigentlich möchten sie ja durch ihre Ansprache die geistige Lebendigkeit fördern und den Menschen mit Demenz am Leben teilhaben lassen.

Doch leider ist bei solch einem Vorgehen meist das Gegenteil der Fall. Denn Menschen mit Demenz benötigen Zeit, um sich auf einen neuen Gedanken einzustellen.

 

Diese Tipps sollen den Angehörigen helfen, sich dem Tempo und der Auffassungsgabe ihres Angehörigen mit Demenz anzupassen.

1. Tipp: Vermeiden Sie wechselnde Ansprache


Achten Sie darauf, dass immer nur eine Person im direkten Kontakt mit der demenziell veränderten Person ist. Diese muss sich immer wieder neu auf die Stimme und den Sprachstil ihres Gegenübers einstellen. Was für uns selbstverständlich ist, bedeutet für sie eine große Herausforderung. Daher überfordert es Ihren Angehörigen möglicherweise, wenn er plötzlich von einer 2. Person angesprochen wird.

2. Tipp: Sprechen Sie ruhig und langsam

Achten Sie während des Sprechens darauf, ob Ihr demenziell veränderter Angehöriger den Blickkontakt hält. Solange haben Sie seine Aufmerksamkeit sicher. Warten Sie nach jedem Satz einige Sekunden und achten auf den Gesichtsausdruck Ihres Gesprächspartners. Hieran können Sie erkennen, ob er Ihre Worte verstanden hat (z. B. durch sein Nicken).

3. Tipp: Bleiben Sie bei einem Thema

Vermeiden Sie es, zu schnell von einem Thema zum anderen zu springen. Bilden Sie kurze Sätze mit jeweils nur einem zusammenhängenden Gedanken. Wenn Sie das Gesprächsthema wechseln, machen Sie eine längere Pause.

4. Tipp: Fördern Sie das Verständnis

Damit Ihr Angehöriger Sie besser versteht und nicht überfordert wird, können Sie auch Gegenstände zeigen oder Handlungen und Tätigkeiten vormachen. Statt zu sagen: „Deck doch mal den Kaffeetisch“ können Sie das Geschirr zeigen und gemeinsam den Tisch decken.

 

Fazit: Weniger ist mehr

Ihr demenziell veränderter Pflegekunde hat mehr von der Ansprache seiner Angehörigen, wenn er sie wirklich erfassen kann. Eine wahre Informationsflut bewirkt das Gegenteil.

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