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3 hilfreiche Tipps um Muskelverspannungen zu lösen

22.07.2019

Sie kennen diese Situation: Sie wachen am Morgen auf, und anstatt sich ausgeruht und erholt zu fühlen, haben Sie Schmerzen im Rücken oder im Schulter-Nacken-Bereich, die von einer Muskelverspannung herrühren. „Meine Güte, sind meine Muskeln wieder verspannt“, denkt man sich in diesem Moment und versucht, sich mit Einreibungen und kleinen Massagen zu helfen. Ihren Pflegekunden ergeht es oft nicht anders, nur dass sie sich oft nicht mehr selbst helfen können. In diesem Fall ist es an Ihnen, mit einfachen Maßnahmen gegen Muskelverspannungen behilflich zu sein …

Die 3 häufigsten Ursachen für Muskelverspannungen:

1. Muskelverspannungen, besonders im Bereich der Wirbelsäule, sind fast immer auf eine Fehlhaltung zurückzuführen. Durch eine ständige Fehlhaltung kommt es zu einer Dauerbelastung bestimmter Muskelpartien. Dies verursacht einen lokalen Sauerstoffmangel im Muskelgewebe, der eine Stoffwechselstörung im Muskel nach sich zieht. So kommt es letztendlich zu einer Muskelverhärtung und zu Schmerzen.

2. Auch Bewegungsmangel kann Muskelverspannungen hervorrufen. Besonders die Wirbelsäule braucht regelmäßige Bewegung. Andernfalls verkümmert die Muskulatur, was in der Folge zu Fehlhaltung und Schmerzen führt.

3. Psychische Faktoren sind der häufigste Auslöser für Muskelverspannungen im Schulter-Nacken-Bereich. Stress und Angst lassen uns unbewusst den Kopf einziehen. Dies bedeutet wiederum eine Dauerbelastung, gefolgt von Muskelverspannungen.

Auf was Sie bei Muskelverspannungen Ihrer Pflegekunden achten sollten, wie sie Muskelverspannungen lösen können und andere  praktische Tipps, können Sie in „Praxis: Altenpflege“ nachlesen.

So helfen Sie Ihren Pflegekunden bei Schmerzen durch Muskelverspannungen:

Eine Salbe die hilft: Eine Salbe, die häufig und mit gutem Erfolg eingesetzt wird, ist die so genannte Pferdesalbe. Sie wurde ursprünglich entwickelt, um die Fesseln und Sehnen von beanspruchten Sportpferden schnell wieder auf Vordermann zu bringen. In der Salbe sind hauptsächlich Pflanzen (Arnika, Rosmarin sowie Kampfer und Menthol) enthalten, die schon eine lange Tradition in der Volksmedizin haben. Pferdesalbe erhalten Sie in jeder Apotheke.

Wirkungsweise:

  • Menthol: Kühlt die Haut und blockiert so die Schmerzrezeptoren, wodurch die Schmerzweiterleitung gehemmt wird.
  • Rosmarin und Kampfer: Fördern die Durchblutung.
  • Arnika: Wirkt entzündungshemmend und schmerzstillend.

So wenden Sie die Salbe an:

  • Reiben Sie die betroffene Muskelpartie 1- bis 2-mal täglich mit der Salbe ein.
  • Tragen Sie Handschuhe zum Einreiben, damit keine Salbenreste unter Ihren Fingernägeln verbleiben.

Ein Tee aus Teufelskralle lässt den Schmerz verschwinden: Bei der Teufelskralle handelt es sich um eine Pflanze, die in Afrika beheimatet ist. Sie zählt zu den stark wirkenden Heilkräutern und hat einen entzündungshemmenden, abschwellenden und leicht schmerzstillenden Effekt. Daher eignet sie sich besonders zur Behandlung von Muskel- und Gelenkschmerzen.

So gehen Sie vor:

  • Nehmen Sie 1 TL Kräuter pro Tasse.
  • Übergießen Sie den Tee mit kochendem Wasser.
  • Lassen Sie den Tee 5–8 Stunden (!) ziehen.
  • Seihen Sie den Tee ab.
  • Ihr Pflegekunde kann den Tee entweder kalt über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken oder sich eine Tasse zu den Mahlzeiten aufwärmen.
  • Von diesem Tee können Sie 1–3 Tassen täglich anbieten.

Hinweis: Die Teufelskralle hat auch eine blutverdünnende Wirkung. Halten Sie daher vor deren Einsatz auf jeden Fall Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.In der Schwangerschaft sollte die Teufelskralle nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewandt werden.

Wärme tut bei Muskelschmerzen immer gut

Schon im frühen Mittelalter kannte man die heilsame Wirkung der Kirschkernkissen. Damals wurden die Kissen auf dem Ofen erhitzt und anschließend auf die schmerzenden Muskelpartien gelegt. Heute geht es dank der Erfindung der Mikrowelle etwas schneller.

So gehen Sie vor:

  • Erhitzen Sie das Kissen einige Minuten in der Mikrowelle (die Dauer hängt von der Größe des Kissens ab).
  • Legen Sie das warme Kissen auf die schmerzende Körperpartie.
  • Achten Sie unbedingt darauf, dass das Kissen nicht zu warm ist, um Verbrühungen auf der Haut zu vermeiden.
  • Lassen Sie das Kissen bis zur Abkühlung auf der betroffenen Körperpartie liegen.
  • Sie können die Wärmebehandlung beliebig oft anwenden.

Selbstverständlich können Sie alle Methoden auch bei sich selbst anwenden und so Ihr eigenes Wohlbefinden fördern.

In „Praxis: Altenpflege“ erhalten Sie noch weitere hilfreiche Tipps und praktische Anleitungen um jederzeit eine qualitativ gute Pflege zu liefern.

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