Verlag & Akademie

Hygienebegehung: 
Nicht vorgeschrieben, aber sehr nützlich

12.12.2016

Ob Hygienebegehungen, Hygieneprüfung oder Hygienevisite, egal, wie man es nennt: Eine Prüfung sorgt immer für etwas Aufregung beim Geprüften. Natürlich ist es wichtig, dass die von Ihnen geprüften Kriterien von allen beachtet und eingehalten werden. Aber nicht um jeden Preis. Trotzdem sollten Sie die Hygienebegehungen in Ihrem Hygieneplan berücksichtigen.

 

 

Begreifen Sie Fehler immer als eine Chance, sich zu verbessern, und kommunizieren Sie das auch so an alle Kollegen weiter. Denn: Wer Angst vor Sanktionen bei Fehlern hat, vertuscht sie schneller, und das kann fatale Folgen haben. Wird z. B. aus irgendwelchen Gründen ein Toilettenstuhl, der bei einem Bewohner mit unklaren Durchfällen in Gebrauch war, nicht korrekt desinfiziert und beim nächsten Bewohner weiterbenutzt, riskiert man unter Umständen eine Verbreitung des Norovirus und nimmt somit gesundheitliche Gefahren für Kollegen und besonders für gesundheitlich geschwächte Pflegekunden in Kauf.

 

So führen Sie Hygienebegehungen durch

Es gibt keine gesetzlichen Vorschriften dazu, wie häufig man Hygienebegehungen durchführen sollte. Bewährt hat sich dabei aber die folgende Vorgehensweise:

  • 1-mal jährlich eine Hauptbegehung der einzelnen Wohnbereiche. Dazu kommt dann die Nachbegehung, in der überprüft wird, ob die in der Hauptbegehung gefundenen Mängel abgestellt wurden. Sinnvoll ist es, diese Begehung anzukündigen, da jemand vom Wohnbereich, am besten die zuständige Leitung, Sie begleiten und dazu ausreichend Zeit einplanen sollte.
  • 1- bis 3-mal jährlich Teilbegehungen zu speziellen Problem- bzw. Themenbereichen. Tritt z. B. in einem Bereich verstärkt MRSA auf, bietet es sich an, darauf ein genaues Augenmerk zu legen. Des Weiteren ist es immer sinnvoll, kurze Begehungen zu den Aspekten „Händehygiene“ und „Hygiene in der Wohnbereichsküche“ durchzuführen. Im ambulanten Bereich bietet es sich an, die mitgeführten Pflegeutensilien in puncto Hygiene zu überprüfen.

Praxistipp: 
Im ambulanten Bereich ist es für Sie schwieriger zu überprüfen, ob alle Mitarbeiter die Hygienevorschriften beachten. Führen Sie deshalb hier besonders intensive
Schulungen und bei Bedarf auch Schulungen für Einzelne durch.

 

So ergeben Hygienebegehungen wirklich Sinn

Beherzigen Sie die folgenden 5 Tipps, wenn Sie Hygienebegehungen durchführen.

  1. Überlegen Sie, ob Sie Ihre Hygienebegehungen im Vorhinein ankündigen oder lieber unangekündigt durchführen möchten. Nennen Sie den Mitarbeitern Ihre Gründe für Ihre Entscheidung. In der Praxis hat sich ein „Sowohl – als auch –“ bewährt.
  2. Führen Sie die Begehung zusammen mit der jeweiligen Wohnbereichs- oder Teamleitung durch. So haben Sie Ihren 1. Multiplikator im Team.
  3. Erklären Sie dem Mitarbeiter, der Sie bei der Begehung begleitet, genau, was Sie überprüfen wollen, wie Sie vorgehen und was Sie erwarten.
  4. Es ist nicht sinnvoll, nur 1-mal im Jahr eine große Begehung durchzuführen. Besser ist es, mehrere kürzere in Angriff zu nehmen. So wird die Prüfungssituation schneller zur Routine, und die Nachbesserungen nehmen keine Dimensionen ein, die den Rahmen sprengen.
  5. Wenn Nachbesserungen anfallen, halten Sie schriftlich fest, wer was wie bis wann erledigt haben muss. Wenn Ihnen etwas auffällt, bieten Sie „Hilfe zur Selbsthilfe“ an.

Ein Beispiel: Zum wiederholten Male finden Sie verdreckte Pflegewagen mit abgelaufenem Sterilgut vor. Räumen nicht Sie den Wagen auf, sondern überlegen Sie gemeinsam im Pflegeteam, wie es zu verdreckten Pflegewagen kommen kann und wie man diese in Zukunft vermeidet.

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Aber Achtung: Nicht jeder Konflikt ist auch Mobbing.
 

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