Hygienemaßnahme im Pflegewesen: Bettschutzeinlagen

Bettschutzeinlagen sind ein wichtiges Hilfsmittel in der Pflege. Gerade für Patienten, die an Inkontinenz leiden sind sie unabdingbar.
Im Fokus stehen zwei Krankenhausbetten, eins im Vorder- und eins im Hintergrund. Die Wand ist Zitronengelb gestrichen. Auf dem Bett im Vordergrund liegt eine blaue Unterlage, auf dem Bett im Hintergrund eine grüne. Neben den Betten steht jeweils ein weißer Nachttisch mit grauen Schubladen. Zwischen den Betten kann ein dunkelgrüner Vorhang gespannt werden.
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Inhaltsverzeichnis

Wenn Sie in der Pflege tätig sind, als Pflegedienstleitung arbeiten oder für die Pflege eines Angehörigen zuständig sind, werden Sie mit verschiedenen Hilfsmitteln und auch mit dem Thema Bettschutzeinlagen befasst sein. Diese Einlagen sind vor allem für Personen wichtig, die unter kurzfristiger oder dauerhafter Inkontinenz leiden.  

Was sind Bettschutzeinlagen?

Bei Bettschutzeinlagen, die auch als Inkontinenzunterlagen bezeichnet werden, handelt es sich um Auflagen für das Bett, die materialtechnisch fast immer denselben Aufbau haben.

Zum Beispiel:

  • Oberseite aus extrem saugfähigem Vliesstoff (manchmal auch Baumwollstoff, z. B Frottee)
  • Unterseite aus einem Material, das für Flüssigkeiten undurchlässig ist (z. B. PVC)

Solche Bettschutzeinlagen gibt es in zwei unterschiedlichen Varianten, nämlich als wiederverwendbare und waschbare Einlagen sowie als Einmal-Bettschutzeinlagen.

Wofür werden Bettschutzeinlagen verwendet?

Solche Bettschutzeinlagen verwenden Sie in der Pflege hauptsächlich bei Personen, die unter zeitweiliger oder dauerhafter Inkontinenz leiden, entweder aufgrund einer Operation oder auch aufgrund ihrer allgemeinen Verfassung, durch die sie nicht in der Lage sind, ihren eigenen Urinfluss oder ihren Stuhlgang zu kontrollieren.

Damit die Matratze und das Bettzeug nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, werden die Bettschutzeinlagen sozusagen als eine zusätzliche Auflage über das Laken gebreitet, bevor sich die jeweilige Person in das Bett legt. Sollte es dann zu einer Entleerung der Blase oder des Darms kommen, kann man die Bettschutzeinlagen mit relativ wenig Aufwand austauschen und muss nicht jedes Mal das ganze Bett neu beziehen.

Welche verschiedenen Arten von Bettschutzeinlagen gibt es?

Die Hersteller von Bettschutzeinlagen zollen den unterschiedlichen Anforderungen Respekt und bieten verschiedene Varianten ihrer Schutzeinlagen für Betten an. Je nach Hersteller stehen Bettschutzeinlagen aus verschiedenen Materialien zur Verfügung.

Für Bettschutzeinlagen verwendete Materialien

Vom Material her müssen die Einlagen zunächst einmal verschiedene Grundanforderungen erfüllen.

Zu den Grundanforderungen gehört beispielsweise:

  • Es muss ein Material verwendet werden, das sehr hautfreundlich ist, da manche Nutzer bettlägerig sind. Bei einem sehr rauen Material bestünde hier das Risiko, dass sie sich irgendwann wundliegen.
  • Die wichtigste Anforderung an das Material besteht darin, dass es große Mengen Flüssigkeit aufnehmen kann. Immerhin können inkontinente Personen pro Nacht bis zu drei Liter Urin verlieren. Darüber hinaus muss das Material in der Lage sein, Flüssigkeit nicht nur aufzufangen, sondern auch über einen längeren Zeitraum von mehreren Stunden hinweg festzuhalten und sicher zu umschließen.
  • Damit die aufgenommenen Ausscheidungen nicht ungehindert bis zur Matratze durchsickern können, müssen Bettschutzeinlagen auf der Unterseite aus einem Material bestehen, welches flüssigkeitsundurchlässig ist.

Einmal-Bettschutzeinlagen bestehen meistens aus mehreren Lagen Zellstoff, der sehr saugstark sind und die Flüssigkeit festhalten. Um das Durchsickern nach unten zu verhindern, wird die Unterseite mit einer Folie aus PVC versehen, die extrem reiß- und rutschfest ist.

Mehrfach-Bettschutzeinlagen stellen dadurch besondere Anforderungen an das Material, dass sie wiederverwendet werden sollen und deshalb waschbar sein müssen. Das wäre bei einem Zellstoff nicht realisierbar. Aus diesem Grund bestehen wiederverwendbare Bettschutzeinlagen auf der Oberseite meist aus einem saugstarken Baumwollstoff (z. B. Molton oder Frottee). Auf der Unterseite wird ebenfalls eine Schicht aus PVC verwendet.

Welche Größen werden bei Bettschutzeinlagen verwendet?

Es kann schwierig sein, eine bettlägerige Person zu bewegen. Deshalb müssen solche Schutzeinlagen für Betten von ihrer Größe her so gestaltet sein, dass Sie sie austauschen können, ohne den im Bett Liegenden aus diesem zu entfernen. Ein für Bettschutzeinlagen gängiges Maß sind 60 x 90 cm bzw. 75 x 85 cm.

Durch diese Größe ist es möglich, die Bettschutzeinlage zu wechseln, indem die Person im Bett auf die Seite gerollt wird, die feuchte Schutzeinlage hinter ihr zusammengerollt und die neue Einlage bis zum Rücken der Person ausgerollt werden kann. Anschließend wird die Person auf die andere Seite gedreht und die feuchte Bettschutzeinlage entfernt. Abschließend wird die noch zusammengerollte Hälfte der neuen Schutzeinlage ausgerollt. 

Einige Hersteller von Bettschutzeinlagen bieten auch Modelle an, die die gesamte Fläche der Matratze bedecken. Oft verfügen sie zur besseren Befestigung über Haltegummis zum Spannen, die einfach über die Ecken der Matratzengezogen werden können. Auf diese Weise bleibt die Schutzeinlage glatt und kann selbst bei starkem Bewegungsdrang des Liegenden nicht verrutschen.

Vor- und Nachteile von Einmal-Bettschutzeinlagen

Früher oder später stellt sich bei Inkontinenz die Frage, welche Art von Bettschutzeinlagen am besten verwendet werden soll. Einmal-Schutzeinlagen haben den großen Vorteil, dass sie sich nach dem Gebrauch ähnlich einer Windel sehr leicht entsorgen lassen. Zudem können Sie die Bettschutzeinlagen aufgrund der Maße auch tauschen, wenn Sie gerade alleine sind.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Einmal-Variante preislich günstiger ist, vor allem, wenn man sie nur für einen kurzen Zeitraum benötigt. Vorteilhaft ist auch die Vielseitigkeit von Einmal-Bettschutzeinlagen. Sie lassen sich nämlich nicht nur im Bett verwenden, sondern können auch die Sitzflächen von Sofas oder Stühlen vor unkontrollierten Ausscheidungen schützen. Im Notfall können Sie sie sogar kurzfristig als Windelersatz nutzen.

Ein Nachteil solcher Bettschutzeinlagen kann sein, dass sie aufgrund ihrer Größe nicht wirklich gut an der Matratze befestigt werden kann und so ein Verrutschen möglich ist. Die Einlagen lassen sich zwar eventuell an den Seiten unter die Matratze schieben, einen festen Halt garantiert dies aber nicht, vor allem, wenn der Patient sehr unruhig ist und sich hin- und her wälzt.

Mehrfach-Bettschutzeinlagen – Vor- und Nachteile

Vor allem bei länger andauernder Pflege zeichnen sich Mehrfach-Bettschutzeinlagen dadurch aus, dass man sie bei 60 oder sogar 90 Grad waschen und anschließend wiederverwenden kann. Manche Hersteller garantieren bis zu 400 Waschgänge, bis man eine neue Schutzeinlage benötigt. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass letztlich viel Geld gespart werden kann, weil nicht ständig neue Schutzeinlagen gekauft werden müssen.

Als Vorteil kann hier auch angeführt werden, dass bei der Verwendung von Mehrfach-Bettschutzeinlagen umweltbewusster gehandelt wird, da nicht so viel Abfall in Form von gebrauchten Einmal-Schutzeinlagen fabriziert wird. Allerdings müssen die wiederverwendbaren Schutzeinlagen gewaschen werden, sodass die Umwelt durch den Gebrauch von Waschmittel leidet. Dennoch werden Mehrfach-Bettschutzeinlagen bei einer länger dauernden oder gar dauerhaften Pflege von Experten als die bessere Alternative angesehen.

Ein Nachteil sind die zunächst höheren Anschaffungskosten für Mehrfach-Bettschutzeinlagen. Dieser gleicht sich allerdings aufgrund der Wiederverwendbarkeit mit der Zeit aus.

Was muss man bei der Anwendung von Bettschutzeinlagen beachten?

Für eine zuverlässige Wirkung müssen bei der Verwendung von Betschutzeinlagen bestimmte Dinge beachtet. Den schon kleine Fehler bei der Verwendung können Bezwecken, dass die Bettschutzeinlagen nicht richtig ihren Diensten nachkommen können, aber auch körperliche Folgen für die Betroffenen, die auf der Matratze liegen müssen, haben können.

Die Bettschutzeinlage darf keine Falten werfen

Vor allem für bettlägerige Personen ist es sehr wichtig, dass die Unterlage, auf der sie ruhen, vollkommen glatt ist. Gibt es im Laken oder in der Bettschutzeinlage Falten, können diese sehr schnell zu Reizungen oder sogar zu offenen, wunden Stellen der Haut führen.

Die Gefahr für einen solchen Dekubitus macht sich hauptsächlich im Bereich des Beckens bzw. des unteren Rückens bemerkbar, da die Bettschutzeinlage in diesem Bereich platziert wird. Auf diese Regionen sollte also besonders geachtet werden. Hier können Bettschutzeinlagen vorteilhaft sein, die eine größere Auflagefläche abdecken und sich an der Matratze fixieren lassen.

Inkontinenzeinlagen regelmäßig wechseln

Damit die betroffene Person das Gefühl von Sauberkeit hat, sollten Sie die Bettschutzeinlage nicht zu lange verwenden, sondern regelmäßig austauschen. Das ist schon alleine deswegen wichtig, weil sie durch das Aufliegen und durch die Bewegungen der Person mehr und mehr zerknittert, was wiederum wunde Stellen zur Folge haben kann. Auch bei kleinsten Mengen von Kot, Urin oder Wundsekret ist es gut, wenndie Einlage ausgetauscht werden.

Erstens riechen auch schon kleinste Mengen Urin oder Stuhl und zudem erhöht die Feuchtigkeit auf der Haut des Betroffenen das Risiko für Infektionen. Hier geht es nicht nur um Hygiene, sondern letztlich auch um die Menschenwürde der Person, die gepflegt wird.

Wichtig

Vor allem bei älteren Personen, die in Alten-oder Seniorenheimen bzw. daheim gepflegt werden müssen, besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionskrankheiten. Als eine Quelle für solche Erreger gelten unzureichend gereinigte Betten oder auch nicht sorgfältig gereinigtes Bettzeug bzw. Bettschutzeinlagen. Daher sollten die Bettschutzeinlagen in sehr kurzen Wechselintervallen ausgetauscht werden.

Finanzierung von Bettschutzeinlagen: Was sind Pflegehilfsmittel zum Verbrauch?

Im Gegensatz zu Pflegeeinrichtungen mit stationärer Pflege bzw. bei ambulanten Pflegediensten, wo man als Pflegekraft auf alle notwendigen Hilfsmittel jederzeit zugreifen kann, gestaltet sich die Situation im Bereich der privaten, häuslichen Pflege anders. Um eine pflegebedürftige Person adäquat zu versorgen, werden ganz spezielle Hilfsmittel benötigt, die exakt an die Pflegesituation angepasst sein müssen.

Diese Hilfsmittel, die auch als Pflegehilfsmittel zum Verbrauch bezeichnet werden und zu denen auch Bettschutzeinlagen gehören, müssen zunächst einmal erworben werden. Allerdings müssen Pfleger die dadurch entstehenden Kosten nicht ganz alleine tragen, sondern können auf finanzielle Unterstützung durch die Pflegeversicherung bzw. Pflegekasse hoffen.

Wer hat Anspruch auf den Bezug von Pflegehilfsmitteln wie Bettschutzeinlagen?

Den Anspruch auf den Bezug von Pflegehilfsmitteln, zu denen unter anderem Bettschutzeinlagen, Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe, Schutzschürzen oder Mundschutz gehören, hat immer der einzelne Versicherungsnehmer, wobei ein entsprechender Antrag auch durch eine bevollmächtigte Person gestellt werden kann (z. B. bei einer bestehenden Vormundschaft). Um als pflegender Angehöriger die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch erhalten und die anfallenden Kosten bei der zuständigen Pflegeversicherung geltend machen zu können, muss der pflegebedürftige Versicherungsnehmer verschiedene Bedingungen erfüllen.

Diese lauten folgendermaßen:

  1. Die betroffene Person besitzt einen Pflegegrad (früher Pflegestufe).
  2. Wer einen der Pflegegrade 1 bis 5 hat, ist berechtigt, die Kosten geltend zu machen.
  3. Ort der Pflege ist die Wohnung des Versicherungsnehmers oder eines Angehörigen (häusliches Umfeld).
  4. Der Pflegebedürftige muss durch einen Angehörigen oder durch einen Pflegedienst versorgt werden.

Diese Voraussetzungen regelt das Elfte Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI), in dem alle Bestimmungen zum Thema Pflegebedürftigkeit enthalten sind.

Ob eine Kostenübernahme für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch gewährt wird, hängt von bestimmten Kriterien ab. Wenn diese Kriterien auf den Versicherungsnehmer zutreffen, wird die Pflegeversicherung die Kosten mithilfe einer Pauschale in Höhe von maximal 40 Euro pro Monat übernehmen. Über diese Pauschale hinausgehende Kosten müssen Sie als privat pflegende Person aus der eigenen Tasche zahlen.

Pflegekräfte müssen sich zwar um die Kostenübernahme nicht kümmern, allerdings obliegt es ihnen, ihre ausgeführten Tätigkeiten und auch die verwendeten Pflegehilfsmittel zu dokumentieren. Dies ist wichtig, damit die Pflegeeinrichtung oder der Pflegedienst, in deren Auftrag sie tätig sind, die Abrechnung später ordnungsgemäß vornehmen kann.

Wie bekommt man finanzielle Unterstützung für Pflegehilfsmittel?

Wer Bettschutzeinlagen oder andere Hilfsmittel zum Verbrauch benötigt, der erhält sie nicht automatisch, sondern muss jedes einzelne Pflegehilfsmittel eigens bei der Pflegeversicherung beantragen. Ein solcher Antrag kann entweder von der pflegebedürftigen Person selbst oder aber von einem Angehörigen gestellt werden.

Ein solcher Antrag muss schriftlich eingereicht werden, kann aber formlos sein. Anzugeben sind folgende Informationen:

  • Name der pflegebedürftigen Person
  • Geburtsdatum des Versicherten
  • Versicherungsnummer des Versicherten
  • Art der benötigten Hilfsmittel

Wird der Antrag auf Bezug von Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch von der Pflegeversicherung genehmigt, können pflegende Angehörige die Hilfsmittel beschaffen und mittels eines Kostenübernahme-Formulars jeden Monat bei der Versicherung geltend machen und abrechnen.

Was muss man beim Bezug von Pflegehilfsmitteln beachten?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten beim Bezug von Pflegehilfsmitteln. Wenn man sich mit den verschiedenen Produkten auskennt, kann man sie natürlich selbst kaufen, beispielsweise in einem Fachgeschäft, einer Apotheke oder im Internet. In diesem Fall liegt die Verantwortung für die Kostenabrechnung bei einem selbst.

Die Alternative wäre der Bezug einer sogenannten Pflegehilfsmittel-Box. Eine solche können Sie sich auf speziellen Webportalen zusammenstellen und regelmäßig zusenden lassen. Der Vorteil besteht darin, dass viele der Portale sich nicht nur um die Lieferung kümmern, sondern auch die Abrechnung mit der Pflegeversicherung übernehmen.

Eine dritte Möglichkeit ergibt sich, wenn ein Pflegedienst die Versorgung übernimmt. In diesem Fall dieser die Pflegehilfsmittel-Pauschale direkt mit der Pflegeversicherung abrechnen, sodass man selbst höchstens durch eine Unterschrift bezeugt, dass die Pflege ordnungsgemäß verläuft.

Bettschutzeinlagen auf Rezept

Wer unter Inkontinenz leidet, aber nicht pflegebedürftig ist, der erhält von seiner Pflegeversicherung keine Pauschale für Pflegehilfsmittel. Allerdings gibt es in einem solchen Fall die Möglichkeit, sich vom Arzt ein Rezept für solche Pflegehilfsmittel ausstellen zu lassen und sie auf diese Weise zu erhalten. Kosten entstehen nur insoweit, als das die gesetzliche Zuzahlung in Form der Rezeptgebühr geleistet werden müssen, der Rest wird von der Krankenkasse übernommen. Die entsprechenden Pflegehilfsmittel gibt es in Apotheken, Sanitätshäusern oder bei spezialisierten Inkontinenzversorgern.

Auf dem Rezept des Arztes muss übrigens nicht angegeben sein, um welches spezielle Inkontinenzmaterial es sich handelt. Es genügt, wenn der eben genannte Begriff verwendet wird. Es ist auch ratsam, dass der Arzt auf dem Rezept den Hinweis „Dauerversorgung“ vermerkt. Dann behält das Rezept für maximal 12 Monate seine Gültigkeit und es muss nicht jedes Mal ein neues Rezept ausgestellt werden.

Bei einigen Krankenkassen ist ein Rezept leider nur 6 Monate gültig, andere gewähren als Gültigkeitszeitraum sogar nur 4 Wochen. Bei der Wahl der richtigen Produkte sollten stets  Experten zur Beratung zugeszogen werden. Die falschen Bettschutzeinlagen können nämlich unangenehme Folgen in Form von Hautschäden, Pilzerkrankungen oder Harnwegsinfekten haben.

Es ist auch unerheblich, welcher Arzt das Rezept ausstellt. Es kann sich um den Hausarzt ebenso handeln, wie um einen Gynäkologen oder Urologen. Er muss lediglich in der Lage sein, die korrekte Diagnose zu stellen und ein passendes Rezept auszustellen. Einen Anspruch auf ein solches Rezept kann geltend machen, wer in einem Zeitraum von vier Stunden unkontrolliert 100 ml Urin oder mehr verliert. 

Nochmal zusammengefasst: Was gilt es zu wissen?  

Inkontinenz als Krankheitsbild ist ein häufig auftretendes Problem, auf das in der Pflege rücksichtgenommen werden muss. Bettschutzeinlagen sind hier bei ein gutes Hilfsmittel, dass die Arbeit wesentlich erleichtern kann.

Es gibt die Wahl zwischen Einmal-Bettschutzeinlagen und Mehrfach-Bettschutzeinlagen, wobei letztere vor allem für dauerhafte Inkontinenz besser geeignet ist. Die Einfach-Bettschutzeinlage dagegen ist leicht auszutauschen und zu entsorgen.

Sehr komplex ist das Thema der Kostenübernahme durch die Pflegeversicherung. Sie stellt bestimmte Anforderungen an die Situation des Versicherungsnehmers und gewährt eine Maximal-Pauschale von 40 Euro monatlich nur, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Leider liegt dieser Betrag sehr niedrig, sodass ein guter Teil der Kosten selbst übernommen werden muss. Lehnt die Pflegeversicherung die Kostenübernahme für Bettschutzeinlagen oder andere Pflegehilfsmittel ab, besteht auch die Möglichkeit, diese über ein ärztliches Rezept dennoch zu erhalten. Kosten fallen in diesem Fall lediglich durch die gesetzliche Zuzahlung an, also die sogenannte Rezeptgebühr.