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Mit diesen 3 Tipps wird die palliative Kultur immer besser

12.10.2018

Die Qualität der Begleitung sterbender Menschen und ihrer Angehörigen verdient es, kontinuierlich weiter entwickelt zu werden. Im Folgenden habe ich für Sie die wichtigsten 3 Tipps zusammengestellt, um die palliative Kultur stetig zu verbessern.

1. Arbeiten Sie mit Ehrenamtlern

Dem Engagement zahlreicher ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Hospizbewegung ist es zu verdanken, dass in den 1980er-Jahren die ersten Hospizinitiativen in Deutschland entstanden sind. Auch heute noch ist die Hospizbewegung ohne Ehrenamtliche nicht denkbar. Sie sind ein wichtiger Baustein, um die Lebensqualität am Ende des Lebens aufrechtzuerhalten. Auch Sie sollten von Beginn an versuchen, Ehrenamtliche für die palliative Arbeit in Ihrer Einrichtung zu gewinnen. Beachten Sie dabei Folgendes:

  • Damit die Zusammenarbeit gelingen kann, ist es wichtig, im Vorfeld schon festzulegen, welche Aufgaben Ehrenamtliche übernehmen sollen.
  • Ein fester Ansprechpartner und klar formulierte Aufgaben helfen von Beginn an, Konflikte zwischen Festangestellten und Ehrenamtlern zu vermeiden.
  • Ehrenamtliche Arbeit beinhaltet zwar keinen Lohn, ist aber dennoch nicht umsonst. Also überlegen Sie, wie Sie die Ehrenamtlichen unterstützen. Was tun Sie ihnen Gutes? Ein Abendessen, ein Blumenstrauß?
  • Auch für die ehrenamtlichen Mitarbeiter gilt, dass sie für die Begegnung mit Sterbenden und Schwerstkranken sowie deren Angehörigen vorbereitet sein sollten. Hierfür ist eine entsprechende Schulung vorzusehen. Für die in der psychosozialen ehrenamtlichen Begleitung schwerstkranker und sterbenderPflegekunden tätigen Ehrenamtlichen ist eine Befähigung zum Hospizhelfer nach anerkannten Vorgaben unerlässlich.

2. Kooperieren Sie mit einem Palliativ-Netzwerk

Nehmen Sie von Beginn des Projektes an Kontakt zu externen Anbietern der palliativen Versorgung auf. Greifen Sie dabei auf die Strukturen zurück, die bei Ihnen vor Ort herrschen. Kooperationspartner können sein:

  • Palliativärzte vor Ort: Sie können in der Sterbebegleitung sowohl den Angehörigen als auch den Mitarbeitern Sicherheit verschaffen.
  • SAPV-Teams: Erfragen Sie bei Krankenkassen, ob es ein SAPV-Team, also ein Team der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, vor Ort gibt.
  • Ambulante Hospizvereine: Sie können eventuell Ehrenamtliche vermitteln und bei der Begleitung der Sterbenden unterstützen.
  • Seelsorger: Diese können Sie beim örtlichen Pfarramt nachfragen. Eventuell können Sie sich auch im nächsten Kloster nach Unterstützung zur spirituellen Begleitung der Sterbenden erkundigen.
  • Trauer- und Selbsthilfegruppen: Diese können Hinterbliebene in den Trauerphasen unterstützen.

Wenn Sie Kontakt aufgenommen haben, formulieren Sie Ihre Erwartungen, damit eine Zusammenarbeit gut gelingen kann. So können Missverständnisse vermieden werden. Erläutern Sie Ihr Projekt und den derzeitigen Stand der palliativen Versorgung in Ihrer Einrichtung, damit der Kooperationspartner Ihnen hilfreich zur Seite stehen kann.

3. Reflektieren und entwickeln Sie die Qualität der palliativen Versorgung

Haltung und Kompetenz in Bezug auf die palliative Begleitung von Menschen entwickeln sich nicht von heute auf morgen. Begleiten Sie daher mit Pflegevisiten, Fallbesprechungen und auch Interviews Ihre Mitarbeiter. Lassen Sie außerdem die Projektgruppe weiter tagen, z. B. alle 2 Monate. Sie geht damit in einen festen Arbeitskreis zur palliativen Kultur über. So stellen Sie eine kontinuierliche interprofessionelle und übergreifende Kommunikation sicher.

Schulen Sie sich und Ihre Mitarbeiter außerdem weiterhin regelmäßig. Mindestens 1-mal im Jahr sollte das Thema als Schwerpunkt auf Ihrem Fortbildungsplan erscheinen. Nutzen Sie für die Auswahl der Inhalte Anregungen von Mitarbeitern sowie die Ergebnisse der Reflexionen von Sterbesituationen.

Mein Fazit: Würdiges Sterben ist ein Qualitätsmerkmal

Der Anteil an alten und hochaltrigen Menschen wird steigen. Dem können Sie in Ihrer Einrichtung mit einer besonderen Haltung und dem ethischen Anspruch einer palliativen Kultur begegnen. Damit können Sie für alle Seiten Entlastung schaffen. Ziel ist es, Ihren Pflegekunden und Angehörigen eine würdige sowie möglichst angst- und schmerzfreie letzte Lebensphase zu ermöglichen. Machen Sie sich daher auf den Weg, eine gute palliative Kultur in Ihrer Einrichtung umzusetzen.

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