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Gürtelrose bei Pflegekunden: Das müssen Sie beachten

14.10.2019

Die Gürtelrose ist eine ansteckende Viruserkrankung, die im medizinischen Fachjargon „Herpes Zoster“ heißt. Die meisten Menschen haben schon im Kindesalter Erfahrungen mit diesem Virus in Form der ansteckenden Erkrankung Windpocken gesammelt. Genauso ist auch die Krankheit Gürtelrose ansteckend. Auch nach Ausheilung der Windpocken bleiben Viren im Körper zurück und setzen sich inaktiv in Nervenzellen des Rückenmarks fest. Dort verharren sie, bis es bei immunschwachen Menschen erneut zu einer Gürtelrosen-Ansteckung kommt.

Worauf Sie bei Pflegekunden mit einer Gürtelrose sonst noch achten sollten, können Sie in unserem Fachinformationsdienst „Praxis: Altenpflege” erfahren.

Wer erkrankt an einer Gürtelrose?

Grundsätzlich können alle Menschen, die schon einmal an Windpocken erkrankt sind, eine Gürtelrose bekommen. Besonders gefährdet sind folgende Personengruppen:

  • Menschen mit einem schwachen Immunsystem
  • HIV-Infizierte
  • Krebserkrankte
  • Rheumaerkrankte
  • Menschen, die starkem Stress ausgesetzt sind

So erkennen Sie eine Gürtelrose

  • Allgemeines Krankheitsgefühl verbunden mit leichtem Fieber und Abgeschlagenheit
  • Brennende Schmerzen an den betroffenen Körperstellen. Teilweise treten schon Schmerzen auf, bevor der Hautausschlag zu sehen ist.
  • Starker Juckreiz
  • Gürtelförmiger Hautausschlag, der jedoch örtlich auf eine Körperseite begrenzt ist. Er beginnt an der Wirbelsäule und breitet sich gürtelförmig über Bauch und Brust aus. Nur manchmal kommt es zum beidseitigen Befall. In sehr seltenen Fällen bildet sich kein Ausschlag aus.
  • Das Auftreten von Bläschen innerhalb von 2–3 Tagen nach den ersten Beschwerden. Sie sind in Gruppen angeordnet und mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt. (Im weiteren Verlauf wird die Flüssigkeit in den Bläschen trüb. Die Bläschen platzen nach etwa 3–5 Tagen nach ihrer Ausbildung auf und heilen dann langsam ab.) Der Inhalt der Bläschenist ansteckend.

Gürtelrose: So sieht die Behandlung

  • antivirale Medikamente, beispielsweise Zovirax®
  • örtliche Behandlung durch antivirale Salben, zum Beispiel Zostrum®
  • Schmerzmittel
  • örtliche Behandlung durch schmerzlindernde Salben

Achten Sie darauf, dass es nicht zu einer Ansteckung mit Gürtelrose kommt

  • Tragen Sie bei der Versorgung Ihres Pflegekunden immer Handschuhe.
  • Desinfizieren Sie sich nach jeder Pflegemaßnahme gut die Hände, auch wenn Sie Handschuhe getragen haben. Dies gilt ebenfalls bei Kontakt mit Bettwäsche und Kleidung des Pflegekunden.
  • Die befallenen Hautareale sollten Sie nicht waschen, sondern rein nach ärztlicher Verordnung behandeln.
  • Nutzen Sie zum Waschen während der akuten Krankheitsphase Einmalwaschlappenund Handtücher, die Sie nach Gebrauch verwerfen können.
  • Waschbecken und Waschschüssel müssen nach Gebrauch gut mit einemFlächendesinfektionsmittel behandelt werden.
  • Eine vollständige Isolierung Ihres Pflegekunden ist nicht notwendig, wenn der Zimmernachbar selbst schon eine Windpockenerkrankung durchgemacht hat. Der Kontakt zu anderen Bewohnern sollte jedoch vermieden werden, solange die Bläschen noch nicht abgeheilt sind.
  • Decken Sie die befallenen Hautareale mit einem leichten und atmungsaktiven Verband ab. Sobald die Bläschen aufgeplatzt und dabei sind, abzuheilen, besteht keine Infektionsgefahr mehr. Nur das Sekret der Bläschen ist infektiös.
  • Informieren Sie die Angehörigen über die bestehende Erkrankung. Kinder und immunschwache Menschen sollten in der Zeit der Erkrankung auf einen Besuch verzichten.
  • Pflegepersonal, das noch keine Windpockenerkrankung durchgemacht hat oder nicht gegen Herpes Zoster geimpft wurde, soll den Pflegekunden in der akuten Krankheitsphase nicht versorgen, damit es nicht zu einer Gürtelrosen-Ansteckung kommt.

Sie brauchen noch zusätzliches Praxiswissen über die Versorgung Ihrer Pflegekunden mit einer Gürtelrose (ansteckend)? Dann lesen Sie „Praxis: Altenpflege”.

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