Verlag & Akademie

Im nächsten Jahr könnte der neue Pflege-TÜV kommen

19.09.2018

Die Idee war damals gut – die Ausführung hingegen nicht. Es wurden Transparenzkriterien ersonnen, die Branchenfremden die Auswahl eines Heims erleichtern sollten. Diese Kriterien aber konzentrierten sich ausschließlich darauf, wer die beste Bürokratie vorweisen konnte.

So erschrieben sich deutsche Pflegeheime einen Notenschnitt von ca. 1,3. Das reichte dann für die goldene Tastatur bzw. den Kuli in Platin – hatte aber nichts mit der Ergebnisqualität am Bewohner zu tun. Diese Erkenntnis sickerte irgendwann auch in die Politik durch. So kam es dazu, dass der Bielefelder Pflegewissenschaftler Klaus Wingenfeld zu der Leitung eines Projekts kam, die den Pflege-TÜV von Grund auf reformieren soll.

In diesen Tagen legt Wingenfeld dem Qualitätsausschuss – bestehend aus Heimen und Kostenträgern – einen Abschlussbericht vor. In diesem Bericht dürften ein paar Parameter zur wirklichen Ergebnisqualität stehen:

  • Wie häufig sind Sturzverletzungen?
  • Wie häufig entstehen Druckgeschwüre?
  • Wie entwickelt sich Mobilität in einem Zeitraum von 6 Monaten?

Um hier Antworten zu liefern, müssen Heime diese Vorkommnisse und Ergebnisse messen. Den Prüfern könnte dann die Aufgabe zuteil werden, diese Daten auf Glaubwürdigkeit zu untersuchen. Zur Heimbewertung gehören aber auch Service-Fragen wie z. B. die Möglichkeit, Haustiere zu halten.

Klaus Wingenfeld wünscht sich, dass der neue Pflege-TÜV nicht mehr viel mit der alten Variante zu tun haben wird. Statt Noten könnte es Punkte oder Symbole geben. Doch ob die Vorschläge wirklich umgesetzt werden, ist noch offen. Eher pessimistisch äußert sich Eugen Brych, der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz.

Brych befürchtet, dass die neuen Ideen Widerstände bei den Lobbyisten von Kassen und Betreibern hervorrufen. Diese Befürchtung scheint durchaus real: Denn Kassen sind nicht an guter, sondern an billiger Pflege interessiert. Betreiber hingegen haben sich im derzeitigen System gut eingerichtet. Selbst die schlimmsten Einrichtungen können tolle Dokumentationen schreiben und MDK-konforme QM-Dokumente verfassen ...

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