Verlag & Akademie

Die Erstanamnese ist wichtig für die soziale Betreuung

02.10.2020

In den Erstgesprächen bei der Heimaufnahme werden in der Regel möglichst viele Informationen erfragt. Das erleichtert später eine unterstützende Begleitung bei der Eingewöhnung. Zahlreiche Fragen in den Anamnesebögen beinhalten wesentliche medizinische Informationen. Nicht zu unterschätzen ist jedoch auch die Bedeutung der „persönlichen Dinge“, die für den Einzelnen letztendlich einen hohen Anteil individueller Lebensqualität ausmachen. Nutzen Sie die Gesamtbreite dieser Anregungen als Blickwinkel, auf die Sie achten und die Sie je nach Entwicklung des Erstgespräches mit aufgreifen und später weiter ergänzen können.

Diese 5 Aspekte sind für die Soziale Betreuung wichtig

1. Individueller Tagesablauf

Fragen Sie Ihren Bewohner nach seinem bisherigen individuellen Tagesablauf und nutzen Sie diese Hinweise für Ihre bedürfnisorientierte Begleitung. Dazu gehören die

  • zeitlichen Aktivitäten: Manche sind Frühaufsteher und unternehmen lieber morgens etwas, andere nutzen lieber die Nachmittagsstunden. Das kann Vorlieben oder eine ablehnende Haltung bei der Teilnahme an Gruppenangeboten erklären und Sie können dies gezielt aufgreifen,
  • inhaltlichen Aktivitäten: Fragen Sie nach Vorlieben zwischen den Mahlzeiten. Manche hatten Lieblingsplätze in ihrer Wohnung, von welchen sie das Geschehen auf der Straße beobachteten, oder es gab bestimmte Fernsehsendungen, die sie nicht verpassen wollten,
  • Entspannungsformen: Was hat Ihr Bewohner bisher genutzt, um sich zu entspannen?

2. Rituale und Gewohnheiten

Es gibt viele individuelle Rituale und Gewohnheiten, die sich jeder im Laufe seines Lebens aneignet. Greifen Sie diese in entsprechenden Angeboten auf:

  • Nach den Mahlzeiten: etwa nach dem Frühstück die Zeitung zu lesen, nach dem Mittagessen direkt eine Tasse Kaffee zu trinken etc.; solche individuellen Rituale tragen wesentlich zum Wohlempfinden bei.
  • An bestimmten Wochentagen: Fragen Sie nach Gewohnheiten an bestimmten Tagen. Evtl. sind es soziale Kontakte, die an bestimmten Tagen gepflegt wurden, oder der Friseur- oder Theaterbesuch etc.
  • In bestimmten Monaten / Jahreszeiten: Manche haben, bedingt durch die Lebensgeschichte, Rituale, die mit Familienbräuchen oder Bräuchen in der Region zusammenhängen. Fragen Sie Ihre Bewohner diesbezüglich nach etwaigen Gewohnheiten und greifen Sie diese in entsprechenden Angeboten auf.

3. Interessen und Hobbys

Fragen Sie Ihren Bewohner nach persönlichen Hobbys und Interessen. Was hat Ihr Bewohner gern gemacht und vielleicht auch darüber bisher viel Sinnhaftigkeit für sich erfahren, etwa für die ganze Familie genäht oder gestrickt oder alle mit Eingekochtem und Marmeladen versorgt? Manche Bewohner gehörten Vereinen an wie dem Kegel- oder Wanderclub oder sie haben in einem Chor mitgesungen. Darin liegen Anknüpfpunkte für Ihre Aktivitäten im Haus. Gleichwohl bekommen Sie so eventuell Hinweise auf noch bestehende soziale Kontakte. Des Weiteren können Sie diese Informationen dazu nutzen, um Bewohner mit gleichen Interessen und Erfahrungen untereinander in Kontakt zu bringen.

4. Kommunikation und Hören

Das Wissen über Einschränkungen in der Kommunikation mit anderen Menschen und das Wissen über eventuelle Hilfsmittel erleichtert die Eingliederung der Bewohner in Ihre Angebote. So sind Ihnen auch gezielte Maßnahmen – etwa sich während des Angebotes direkt neben den Bewohner zu setzen – eher möglich.

5. Orientierung

Informationen über die Orientierungsfähigkeit Ihres neuen Bewohners helfen Ihnen, Ihre Begleitung ressourcenwürdigend zu gestalten. So können Sie besser einschätzen, welche unterstützenden Maßnahmen Sie anbieten müssen, etwa bei der Teilnahme an Angeboten oder der Gestaltung sozialer Kontakte.

Nein, Danke

Nein, Danke

Nein, Danke

Nein, Danke

Qualitäts-Management aktuell

1 x in der Woche finden Sie in unserem kostenlosen E-Mail-Newsletter PPM Qualitäts-Management aktuelle Tipps zur Qualitätssteigerung.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Sie können den kostenlosen E-Mail-Newsletter jederzeit wieder abbestellen. Datenschutz-Hinweis

Nein, Danke

Palliativpflege heute

News und Praxistipps für eine professionelle Palliativpflege – speziell für Pflegekräfte in stationären und ambulanten Einrichtungen.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Sie können den kostenlosen E-Mail-Newsletter jederzeit wieder abbestellen. Datenschutz-Hinweis

Nein, Danke

Menschen mit Demenz professionell pflegen

Wichtige Informationen zum Thema Pflege und Betreuung bei Demenz. So bewältigen Sie als Pflegefachkraft die speziellen Herausforderungen.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Sie können den kostenlosen E-Mail-Newsletter jederzeit wieder abbestellen. Datenschutz-Hinweis

Nein, Danke

Nein, Danke

Nie mehr den Überblick verlieren!

Holen Sie sich Hilfe für Ihre stationäre Pflege!

In nur 15 Minuten über das Wichtigste informiert sein.

  • Pflegekokumentation
  • Mitarbeiterführung
  • Haftungsrecht
  • Nein, Danke

    Nein, Danke