Verlag & Akademie

Der richtige Fortbildungsplan für Ihre Pflege-Mitarbeiter

25.02.2015

Als PDL sind Sie verantwortlich, dass Ihre Mitarbeiter zu jeder Zeit adäquat geschult werden. Gerade Prüfinstanzen wie der MDK und die Heimaufsicht kontrollieren genau den Fortbildungsplan.

Fortbildungspläne dienen nicht nur der Organisation in Ihrer Pflegeeinrichtung

Natürlich erstellen Sie Ihre Fortbildungsübersicht in erster Linie, damit Sie selbst und Ihre Mitarbeiter den Überblick über die Fortbildungen behalten. Doch noch wichtiger ist, dass ein Fortbildungsplan im Fall eines Falles Ihrer Absicherung dient!

Praxisbeispiel: Bei einer Prüfung durch den MDK werden in der Seniorenpflegeeinrichtung „Haus Sonnenschein“ genau die Bewohnerdokumentationen ausgewählt, in welchen das Thema „Sturzprophylaxe“ nicht ausführlich behandelt wurde.

Nun könnte man Ihnen unterstellen, dass Sie Ihre Mitarbeiter nicht zu diesem wichtigen Thema geschult haben. Der MDK-Mitarbeiter wird nun Einsicht in den Fortbildungsplan nehmen, um zu überprüfen, ob Sie als PDL Ihrer Pflicht der Schulung nachgekommen sind.

Der MDK fordert in den Transparenzvereinbarungen ganz deutlich, dass:

  • ein bedarfsgerechter prospektiver Fortbildungsplan für alle Leistungsbereiche (Pflege, Soziale Betreuung, Hauswirtschaft) vorliegt.
  • Nachweise für in- und externe Schulungen vorliegen.
  • Sie in Einrichtungen mit besonderen Schwerpunkten spezifische Schulungen geplant haben.

Hinweis: Beginnen Sie mit der Erstellung des Fortbildungsplanes im letzten Quartal des Jahres für das Folgejahr. Am Ende des Jahres sollte der Plan für das nächste Jahr verbindlich für Ihre Mitarbeiter aushängen.

Einige Fortbildungen, die Sie jährlich veranstalten, sind sogenannte Pflichtveranstaltungen. Das bedeutet, dass Sie als PDL verpflichtet sind, diese Schulungen zu organisieren. Ihre Mitarbeiter stehen im Gegenzug in der Pflicht, an diesen Veranstaltungen teilzunehmen. Diese Schulungen werden meist durch externe Dozenten durchgeführt. Welche das u. a. sind, zeigt Ihnen die oben stehende Übersicht.

Wichtig: Für jede Veranstaltung, die Sie als Pflichtveranstaltung deklarieren, müssen Sie Überstunden gewähren. Denn sobald Sie von dem Mitarbeiter Anwesenheit verlangen, ist es Arbeitszeit. Stellen Sie immer mindestens 2 alternative Termine für Pflichtveranstaltungen zur Verfügung. So haben Ihre Mitarbeiter die Möglichkeit, besser zu planen. Achten Sie immer darauf, dass alle Mitarbeiter (auch Dauernachtwachen) an einem Termin teilnehmen.

Neben den oben genannten Pflichtveranstaltungen gibt es noch weitere Veranstaltungen, die Sie dringend jährlich durchführen sollten. Zu empfehlen ist es, folgende Schulungen einmal jährlich durchzuführen:

  • Alle Nationalen Expertenstandards
  • Lagerungstechniken / Lagerungshilfsmittel
  • Versorgung mit Inkontinenzmaterial
  • Umgang mit demenziell erkrankten Bewohnern
  • Sterbebegleitung
  • Burn-out-Prävention

Erfragen Sie Wünsche
Erfragen Sie Wünsche für zukünftige Fortbildungen. Dies können Sie entweder in den Mitarbeiterjahresgesprächen erfahren, oder Sie hängen in regelmäßigen Abständen eine Liste aus, in die Mitarbeiter ihre Wünsche eintragen können.

Weitere Informationen zum Thema Fortbildung finden Sie in Stationäre Pflege aktuell.

 

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