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VDAB fast resignierend: "Höhere Vergütungen sind zum Scheitern verurteilt"

21.03.2019

Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) fordert in Person seiner stellvertretenden Vorsitzenden Petra Schülke ein Nachjustieren des Gesetzgebers, damit auch ambulante Pflegedienste in die Lage versetzt werden, höhere Löhne zu zahlen.

Schon jetzt liegt der Unterschied zwischen dem Einkommen einer Pflegefachkraft in einer Klinik und bei einem ambulanten Pflegedienst bei durchschnittlich 900 € brutto im Monat. Das hat zur Folge, dass ambulante Pflegedienste im Kampf um Pflegefachkräfte immer weiter abgehängt werden. Das Motiv von Kranken- und Pflegekassen ist klar: Denn in Summe ist die ambulante Pflege teurer, als denjenigen ins Heim zu stecken.

Der VDAB macht deutlich, dass die Krankenkassen extra bürokratische Hürden aufbauen, um eine bessere Entlohnung des ambulanten Pflegepersonals zu verhindern. Da helfen auch die Vorgaben im Pflegepersonal-Stärkungsgesetz nicht wirklich. Noch immer hängen die Pflegedienste an der Fessel der „Grundlohnsummenbindung“. Hier liegt die Steigerung bei ca. 2,65 % in 2018. Das aber hilft den Pflegediensten nicht weiter.

Um Personal zu bekommen und zu binden, sind nicht selten Lohnsteigerungen in 2-stelliger Prozentzahl nötig. Denn gerade die ambulante Pflege kommt von einem recht geringen Lohnniveau, sodass die Grundlohnsummenbindung nicht weiterhilft. Petra Schülke kritisiert vollkommen zu Recht die völlig überzogenen und aus Sicht der Redaktion auch zum Teil illegalen Nachweisforderungen der Krankenkassen.

Diese scheren sich nämlich nicht um Datenschutzvorgaben und Betriebsgeheimnissen. Rotzfrech werden Lohnjournale angefordert und die Pflegedienste unter Druck gesetzt, einzelne Abrechnungen offenzulegen. Die VDAB-Funktionärin wünscht sich daher vom Gesetzgeber, dass dieser auch für ambulante Pflegedienste klare Regelungen festlegt, was die automatische Refinanzierung von Personal angeht. Und zwar konkret die Refinanzierung von Gehältern und Löhnen bis zur Höhe tarifvertraglicher Vergütungshöhen – ohne Prüfung der Wirtschaftlichkeit! Ansonsten sieht Schülke zu Recht die professionelle flächendeckende ambulante Versorgung in Gefahr.

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