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MDK Begutachtung der Pflegestufe eines Patienten mit Demenz

11.09.2014

Vermeiden Sie Fehler bei der MDK Prüfung der Pflegestufe bei einem Patienten mit Demenz

Bei der MDK-Begutachtung hat sich gezeigt, dass aufgrund der wenigen Zeit, die einem MDK Gutachter zur Verfügung steht, eine objektive Bewertung der Pflegebedürftigkeit bei Patienten mit Demenz äußerst schwierig ist. Deshalb sind die Gutachter des MDK auf Ihre Hilfe als Fachkraft in der Pflege angewiesen, damit der Hilfebedarf des an Demenz Erkrankten korrekt ermittelt werden kann. Warum kommt es gerade bei der Begutachtung durch den MDK von Menschen mit Demenz zur Ablehnung einer Pflegestufe?

Sie finden mehr zum Thema MDK und Demenz in der Pflege in "Demenz: Pflege & Betreuung stationär".


Übersicht:

Die 5 häufigsten Fehler während der MDK Begutachtung bei einem an Demenz Erkrankten
1. Der Patient mit Demenz Erkrankte wurde für die MDK Begutachtung besonders „herausgeputzt“, obwohl dieser z.B. sonst immer die Körperpflege ablehnt und deshalb unangenehm riecht.
2. Fragen zur Inkontinenz werden aus Rücksicht auf den an Demenz Erkrankten oder aus Angst vor einer Konfliktsituation nicht angesprochen und können somit vom MDK Gutachter bei der Ermittlung des Pflegebedarfs nicht berücksichtigt werden.
3. Die Pflegedokumentation ist lückenhaft, so dass eine realistische Einschätzung der Pflegebedürftigkeit unmöglich ist.
4. Es wird angenommen, dass eine Bescheinigung vom Hausarzt ausreicht, um eine Pflegestufe zu erhalten. Es erfolgt deshalb keine Vorbereitung auf denMDK Termin.
5. Der an Demenz Erkrankte wird vom MDKGutachter nach seinem täglichen Hilfebedarf befragt, ohne dass die Fachkraft in der Pflege mit dem MDKGutachter ein 4-Augen-Gespräch führen kann.

 

Checkliste: So bereiten Sie sich richtig auf den MDK vor

Nutzen Sie die Checkliste, um sich mit wenig Zeitaufwand leicht auf den MDK Termin bei Ihrem Patienten mit Demenz vorzubereiten.

Das sollten Sie vor dem Besuch des MDK auf jeden Fall tun
  • Sorgen Sie dafür, dass am Tag der Begutachtung die Pflegeperson anwesend ist. Sie kennt den Hilfebedarf des an Demenz Erkrankten am besten. Wenn der Mensch mit Demenz einen Betreuer hat, sollte dieser auf jeden Fall bei der Begutachtung anwesend sein. Sie als Fachkraft in der Pflege sind in diesem Fall dann nur Gast des Geschehens.
  • Bitten Sie den MDK Gutachter um ein 4-Augen-Gespräch. Sie haben einen Anspruch darauf! Sie können dann ungestört alle Fragen, die dem Demenzkranken unangenehm sind, wie z. B. Inkontinenz, mit dem MDK Gutachter besprechen.
  • Notieren Sie alle Pflegemaßnahmen, die Sie durchführen. Hilfebedarf, der nicht dokumentiert wurde, wird meist bei durch den MDK Gutachter nicht berücksichtigt!
  • Der MDK Gutachter sollte den an Demenz Erkrankten unbedingt in derAlltagssituation vorfinden! Wenn der Demenzkranke z. B. schlecht riecht, weil er die Körperpflege verweigert, dann sollte der MDK Gutachter diese Situation auch so vorfinden.
  • Achten Sie darauf, dass der Hausarzt oder Neurologe die Diagnose „Demenz“ bescheinigt hat! Es könnte sonst zur Ablehnung der Pflegestufe kommen. Ohne diese Bescheinigung kommen Sie nicht in den Genuss, zusätzliche Betreuungsleistungen zu beantragen.
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