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Die besten Angebote rund um die November-Feiertage

29.10.2018

Kein anderer Monat lässt so viele unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten zu wie der November. Bieten Sie Ihren Bewohnern auch in dieser Zeit ein abwechslungsreiches Angebot. Fangen Sie traurig anmutende Stimmungen und Erinnerungen durch von Ihnen gut begleitete Gesprächsangebote auf und gestalten Sie den Übergang in die vorweihnachtliche Adventszeit gemütlich.

Diese Gedenktage bietet der November

Der November steht vor der Tür! Nehmen Sie die kommenden Gedenk- und Feiertage des Monats zum Anlass, um schöne Erinnerungen zu wecken und traurige Gedanken aufzufangen. Gerade in der römisch-katholischen Kirche wird im November der Heiligen und Toten gedacht. Viele Ihrer Bewohner waren früher regelmäßige Kirchgänger und der Glaube galt als fester Alltagsbegleiter. Thematisieren Sie die Gedenktage daher in Ihren Gesprächsrunden. Die folgende Übersicht gibt Ihnen die wichtigsten Daten an die Hand:

Allerheiligen, 01.11.

In der römisch-katholischen Kirche wird an diesem Tag der Heiligen gedacht. Je nach Bundesland finden Gräbersegnungen, Totengedenken statt, oft besteht auch ein Tanzverbot. In den Gottesdiensten wird an Allerheiligen eine besonders feierliche Liturgie gehalten und die Geistlichen tragen weiße Gewänder. Insgesamt gibt es in der katholischen Kirche knapp 7.000 Heilige und Selige. Zu Ihrer Information: Selig gilt als Vorstufe zur Heiligsprechung.

Allerseelen, 02.11.

In der römisch-katholischen Kirche wird an diesem Tag der Verstorbenen gedacht. In der Regel wird an dem Vortag der Friedhof aufgesucht, die Ruhestätte zurechtgemacht und ein Seelenlicht entzündet.

Wichtig: Informieren Sie sich in den Bewohnerakten, vielleicht findet sich ein Vermerk, ob diesem Tag eine besondere Bedeutung zukommt, damit Sie eventuell Gefühlsschwankungen oder plötzlich wahrzunehmende Trauer verstehen und auffangen können. Versuchen Sie, in Ihren Aktivierungen möglicherweise gezeigte Gefühle Ihrer Bewohner durch einzelne Gesprächsangebote oder entsprechendes nonverbales Verhalten zu lindern.

Martinstag, 11.11.

Der Martinstag ist der Gedenktag des heiligen Martin von Tours. Dieser Tag wird oftmals mit Martinsumzügen, der traditionellen Nachstellung der Mantelteilung, dem Essen der Martinsgans und dem Martinssingen gefeiert.

Tipp: Viele Sportvereine, Kindergärten und Grundschulen führen an diesem Tag Laternenumzüge durch. Laden Sie doch eine Einrichtung aus Ihrer Nähe dazu ein, bei ihrem Umzug an Ihrer Einrichtung vorbei zu laufen oder – noch besser – bei Ihnen einzukehren. Bereiten Sie eine kleine Erfrischung für Ihre Gäste vor. Bieten Sie ein gemeinsames Singen von Laternenliedern an. Ihre Bewohner werden ihre Freude an der fröhlichen Grundstimmung, den leuchtenden Kinderaugen und den Laternen haben.

Volkstrauertag, 19.11.

2 Sonntage vor dem 1. Advent wird der Kriegstoten und Gewaltopfer der Weltkriege gedacht. Der Volkstrauertag wurde vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. zum Gedenken der Kriegstoten und Gewaltopfer des 1. Weltkrieges eingeführt. Heute betreut der Volksbund im Auftrag der Bundesregierung die Gräber von etwa 2,7 Millionen Kriegstoten auf über 833 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten.

Tipp: Sicherlich wird an diesem Tag ein besonderer Gottesdienst im Fernsehen ausgestrahlt. Nehmen Sie diesen zum Anlass für ein begleitetes Angebot. Schmücken Sie die Tische im Fernsehraum ein wenig festlich, bieten Sie im Anschluss ein Getränk an und laden Sie zum reflektierenden Gespräch ein.

Buß- und Bettag, 22.11.

Auch wenn dieser Feiertag nicht mehr als gesetzlicher Feiertag gilt (außer in Sachsen), ist er Ihren Bewohnern doch geläufig und eventuell auch wichtig. Der Buß- und Bettag fällt traditionell auf den Mittwoch vor dem Totensonntag und beginnt erst nach Feierabend. Früher gehörte ein Kirchenbesuch unabdingbar zu diesem Gedenktag.

Tipp: Planen Sie am späten Nachmittag oder nach dem Abendbrot eine Gesprächsrunde oder einzelne Besuche auf den Zimmern ein, um diesem Tag Rechnung zu tragen. Vielleicht ist es Ihnen auch möglich, eine kleine Andacht mit besinnlicher Musik anzubieten.

Totensonntag, 26.11.

Am Sonntag vor dem 1. Advent, dem letzten Sonntag im Kirchenjahr, gedenken die Anhänger der evangelischen Kirche ihrer Verstorbenen. Früher war es üblich, erst nach diesem Gedenktag in die Vorfreude des Advents überzugehen. In der Häuslichkeit wurde immer erst nach diesem Tag mit der vorweihnachtlichen Dekoration begonnen.

Tipp: Ich persönlich habe gute Erfahrungen damit gemacht, ebenfalls nicht vor diesem Tag mit der Adventsdekoration in unserer Einrichtung zu starten. Die Bewohner äußerten sich sehr positiv darüber, denn sie lehnten den heutigen Konsumgedanken und die Schnelllebigkeit überwiegend ab.

Laternenlicht bietet Ihren Bewohnern eine angenehme Grundstimmung

Passend zum dunklen Spätherbst, dem Übergang in die vorweihnachtliche Zeit, bereitet Laternenlicht eine gute Grundstimmung. Nutzen Sie diese zur Führung individueller Gespräche. Viele Bewohner leiden unter der dunklen Jahreszeit und nehmen den Monat November mit den vielen Gedenktagen schwer. Zünden Sie daher für ein einfühlsames Gespräch ein Laternenlicht an und fördern Sie dadurch eine vertrauensvolle Atmosphäre.

Bieten Sie Gesprächsimpulse an und wertschätzen Sie Ihr Gegenüber durch aktives Zuhören. Die in dieser Zeit oftmals sehr emotionalen persönlichen Anliegen Ihrer Bewohner können gut durch die Methode des aktiven Zuhörens aufgefangen und wertschätzend begleitet werden. Entnehmen Sie die Grundsätze des aktiven Zuhörens der folgenden Übersicht. Diese Methode kann in Einzel- und geführten Gruppengesprächen angewendet werden.

Wesentliche Grundsätze des aktiven Zuhörens: Nonverbales Verhalten

  • Körperhaltung: Zeigen Sie Ihrem Gegenüber eine offene Körperhaltung. Die Arme sind geöffnet, die Beine nicht übergeschlagen und der gesamte Körper wendet sich dem jeweils Sprechenden zu.
  • Gestik: Sie sind auch mit Ihrer Gestik komplett bei Ihrem Gegenüber, unterstreichen Gesagtes evtl. durch das Nicken mit dem Kopf oder eine sich anbietende Handbewegung.
  • Mimik: Sie halten einen offenen Blickkontakt, Ihre Mimik ist gelöst, nicht angestrengt oder angespannt. Seien Sie wirklich auch mit Ihren vollen Gedanken bei Ihrem Gesprächspartner, alles andere lässt sich in Ihrer Mimik erkennen.

Aktiv verbale Gesprächstechniken

  • Verbalisieren: Auch in Ihren Aussagen spiegeln Sie, genau wie mit Ihrem nonverbalen Verhalten, die Gefühle, das Gesagte Ihres Gesprächspartners. Sie reflektieren die Emotionen, die Sie erfassen konnten.
  • Pausen: Halten Sie notwendige Pausen aus, fallen Sie Ihrem Gegenüber nicht ins Wort, indem Sie z.B. erahnte Satzenden schon einfallend äußern. Vielleicht benötigt Ihr Gesprächspartner gerade eine kleine Pause, um sich eine Formulierung zurechtzulegen oder um seine Emotionen unter Kontrolle zu bekommen. Geben Sie Zeit, indem Sie Gesprächspausen aushalten und auch Ungesagtes einmal stehen lassen.
  • Paraphrasieren: Fassen Sie die gehörte Aussage mit Ihren eigenen Worten noch einmal zusammen, diese Methode bietet sich gerade in der Gruppenführung an, um das Gesagte, vielleicht auch als Aufforderung, an den nächsten Teilnehmer weiterzuleiten.

Dieses Angebot ist Balsam für die Seele

Planen Sie mit der Unterstützung Ihrer Kollegen einen aus 3 Schwerpunkten bestehenden spätherbstlichen Nachmittag. Bieten Sie nach der Mittagsruhe nur eine verkürzte Kaffeezeit mit einem heißen Getränk an und laden Sie zu folgenden Aktivitäten ein:

  1. Kleiner Spaziergang: Lassen Sie die frische herbstliche Luft einatmen, weisen Sie auf die Veränderungen in der Natur hin, indem Sie z.B. bewusst vor einem Vorgarten stehen bleiben und die jahreszeitlichen Veränderungen der Pflanzen thematisieren.
  2. Gemütliche Tee-/Kaffeepause mit Gebäck bei der Rückkehr: Schön ist es, wenn Sie bei Ihrer Ankunft die Tische ein wenig herbstlich geschmückt vorfinden. Bitten Sie eine Mitarbeiterin darum, dies in Ihrer Abwesenheit zu tun. Erfahrungsgemäß reicht oftmals auch schon das einfache, leichte Umstellen, z.B. etwas Schrägstellen der Tische aus, um eine andere Optik, einen anderen Eindruck zu erhalten. Schmücken Sie die Tische mit Teelichtern oder Kerzen (aus Sicherheitsaspekten elektrische Lichter bzw. Kerzen nutzen). Sobald alle Teilnehmenden sitzen, kann auch vorübergehend die große Deckenbeleuchtung ausgeschaltet werden, um einen weiteren gemütlichen Stimmungsimpuls zu erhalten.
  3. Vorlesezeit: Lesen Sie nun ein paar kurze Texte vor. In dieser Atmosphäre vermitteln Sie ein heimeliges, gemeinschaftliches Gefühl. Ihre Bewohner werden sich angenommen und geborgen fühlen – ein Bedürfnis, welches in dieser Jahreszeit bei vielen Menschen extrem ausgeprägt erscheint.

Schaffen Sie Genuss und Erinnerungen mit gebrannten Mandeln

Diese Aktivierung passt hervorragend in die Übergangszeit zum besinnlichen Advent. Bereiten Sie gebrannte Mandeln während einer gemütlichen Stunde im Aufenthaltsraum zu.

Zutaten bitte je nach Teilnehmerzahl multiplizieren:

  • 100 g ungeschälte Mandeln
  • 100 g weißer Raffineriezucker (dieser karamellisiert aufgrund seiner Feinheit schnell und gleichmäßig)
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Prise Salz (verstärkt das Aroma)
  • 40 ml Wasser
  • eine Kochplatte, die Sie im Aufenthaltsraum auf einen Tisch stellen können
  • eine tiefe Pfanne oder alternativ einen unbeschichteten Topf
  • ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech
  • Pfannenwender aus Holz

In 6 Arbeitsschritten zum Genuss:

  1. Geben Sie die Hälfte des Zuckers, das Wasser, Zimt und Salz in die Pfanne und bringen Sie diese Zutaten langsam zum Kochen.
  2. Fügen Sie die Mandeln hinzu und verrühren diese mit dem Zuckerwasser.
  3. Rühren Sie, ohne Unterbrechung, bis zum Verdampfen des Wassers.
  4. Fügen Sie jetzt die 2. Hälfte des Zuckers hinzu und schalten Sie die Temperatur herunter.
  5. Haftet der neu hinzugefügte Zucker an den Mandeln, so nehmen Sie diese aus der Pfanne.
  6. Breiten Sie die Mandeln auf dem Backblech aus und lassen Sie diese vor dem Genuss gut abkühlen.

Achtung: Probieren Sie die Temperatur der Mandeln vor dem Austeilen, karamellisierter Zucker ist sehr heiß.

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