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Verdacht auf Vergiftung? So retten Sie Pflegekunden

11.05.2017

Unklare, aber heftige Symptome bei einem Pflegekunden stellen die Pflegekraft vor ein Problem: Was ist geschehen? Wie soll sie die Situation einordnen? Jede Pflegekraft hofft, dass ihr dies nicht passiert, aber falls doch: Denken Sie an eine Vergiftung. Lesen Sie alles über Symptome und richtiges Handeln.

Typische Symptome einer Vergiftung

Die Symptome bei einer Vergiftung sind nicht eindeutig, können jedoch in relativ kurzer Zeit heftig werden. Dies hat auch damit zu tun, welche Substanzen konkret aufgenommen wurden:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • plötzliche Bauch- und Kopfschmerzen
  • Durchfall
  • Schwindel, Kreislaufbeschwerden
  • Schweißausbrüche
  • Schock
  • Krämpfe
  • Atembeschwerden
  • Trübung des Bewusstseins, Bewusstlosigkeit
  • Atemstörung, Atemstillstand
  • Herz- / Kreislaufstillstand

Schnelles Handeln ist bei einer Vegiftung von Pflegekunden ausschlaggebend

Möglicherweise befindet sich in der Nähe des Pflegekunden eine Flasche mit Reinigungsmittel, Pflanzenschutzmittel o. Ä. Vielleicht berichten Ihnen auch andere Pflegekunden, dass die Person etwas Giftiges zu sich genommen hat. Informieren Sie auf jeden Fall zuerst den Notarzt. Bei einer Vergiftung ist jede Minute kostbar.

Ihr persönlicher Schutz steht bei der Behandlung einer Vergiftung an 1. Stelle

Ziehen Sie auf jeden Fall Handschuhe an, Sie wissen nicht, wie das Gift wirkt. Möglicherweise wird es über die Haut aufgenommen und kann Sie schädigen. Dies bedeutet zudem, dass Sie den Pflegekunden im Fall eines Atemstillstandes nicht beatmen dürfen. Dies darf nur durch Fachpersonal über ein Beatmungsgerät vorgenommen werden. Kontaktgifte können das Nervensystem lähmen.

Was Sie bei einer Vergiftung noch beachten müssen

Stellen Sie Giftreste und Erbrochenes sicher, möglicherweise wird dies zur Untersuchung benötigt.
Geben Sie dem Pflegekunden nichts zu trinken, damit die Substanzen nicht noch schneller im Körper verteilt werden. Auch kann sich, je nach Inhaltsstoffen, im Magen Schaum entwickeln.
Bringen Sie die Person nicht zum Erbrechen. Sollte es sich um ein ätzendes Produkt handeln, würde die Speiseröhre erneut durch das Erbrechen geschädigt.
Holen Sie sich (bzw. Ihr Kollege) eventuell Rat bei der Giftnotrufzentrale.Die Telefonnummer der Giftnotrufzentrale ist meist Vorwahl + 19240 (ermitteln Sie im Vorfeld Ihre zuständige Giftnotrufzentrale, und hängen Sie die Nummer gut sichtbar aus).

Tipp: Lassen Sie Reinigungs- oder Desinfektionsmittel nie unbeaufsichtigt stehen. Überprüfen Sie, ob Gefahrstoffe verschlossen aufbewahrt werden. Denken Sie dabei an Unterschränke der Spüle in der Küche. Halten Sie die Tür des Fäkalienraums und des Dienstzimmers immer verschlossen. So vermindern Sie durch Ihre Aufmerksamkeit das Vergiftungsrisiko Ihrer Pflegekunden

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