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So helfen Sie Ihren Bewohnern, Weihnachtspost zu versenden

19.11.2019

Am 01.12. ist bereits der 1. Advent. Die Geschäfte in den Städten sind schon vorweihnachtlich dekoriert und auch in den Einrichtungen zieht der Advent langsam ein. Advent ist die Zeit der Ankündigung, der Vorfreude auf das christliche Weihnachtsfest. Doch auch diejenigen, die sich mit der kirchlichen Ausrichtung dieses Festes nicht verbunden fühlen, spüren in dieser Zeit die besondere Atmosphäre.

Viele, insbesondere ältere Menschen, werden nachdenklicher. Sie sind in Gedanken bei der Familie und wünschen sich ihre Lieben an ihrer Seite. So ergeht es auch Bewohnern, die Verwandte und Freunde in dieser Zeit nicht sehen können. Der Wunsch, einer lieben Freundin einen Brief zu schreiben, ist selbstständig vielleicht nicht mehr umsetzbar.

Hat der Bewohner das Bedürfnis, Briefe zu versenden?

Viele, insbesondere ältere Menschen, werden nachdenklicher. Sie sind in Gedanken bei der Familie und wünschen sich ihre Lieben an ihrer Seite. So ergeht es auch Bewohnern, die Verwandte und Freunde in dieser Zeit nicht sehen können. Der Wunsch, einer lieben Freundin einen Brief zu schreiben, ist selbstständig vielleicht nicht mehr umsetzbar.

Warum handschriftliche Post etwas Besonderes ist

Man nimmt sich Zeit für denjenigen, der die Post empfangen soll, und ist in Gedanken bei ihm. Das spürt auch der Empfänger. Den Bewohnern tut es gut, weil sie das Gefühl haben, ihren Lieben mit geringen Mitteln eine Freude bereiten zu können. Genau das fehlt ihnen oft beim Einzug in eine Einrichtung. Eine schön gestaltete Karte oder einen Brief zu bekommen bringt schon beim Öffnen des Briefkastens das wunderbare Gefühl: Es wird an mich gedacht.

Mit diesem Angebot fördern Sie die Erinnerung

Briefe und Postkarten waren schon immer ein beliebtes, früher ja sogar das einzige Kommunikationsmittel. Heutzutage wird das Schreiben weniger, Telefon und Internet sind mehr und mehr auf dem Vormarsch. Doch schaffen Telefonate keine bleibenden Erinnerungen, die auch Jahre später noch nachgelesen werden können. Einige Bewohner erinnern sich sicher noch an besondere Briefe oder Karten, die sie bekommen haben. Nutzen Sie zur Erinnerungsarbeit folgende Fragen:

  • „Hatten Sie früher einen Brieffreund oder eine Brieffreundin?“
  • „Welches ist die schönste Urlaubspostkarte, die Sie bekommen haben?“
  • „Haben Sie schon einmal einen Liebesbrief bekommen?“
  • „Haben Sie selbst gern Karten oder Briefe geschrieben?“

Gestalten Sie individuelle Adventskarten

Schritt 1: Vorbereitung der Schablonen

Fertigen Sie, für oder mit den Bewohnern, nach den Vorlagen Schablonen an. Zeichen Sie die Vorlage ab, indem Sie das Transparentpapier auflegen und mit dem Bleistift die Vorlage nachzeichnen. Schneiden Sie das Aufgezeichnete aus und legen es auf den Karton. Zeichnen Sie es nun auf dem Karton nach und schneiden das gewählte Motiv hier aus. Nun haben Sie die Schablone.

Schritt 2: Vorzeichnen und Falten

Falten Sie den weißen Fotokarton in der Mitte, sodass eine Klappkarte entsteht. Bringen Sie nun das Motiv mit der Schablone mittig auf den farbigen Karton. Falten Sie den Karton und teilen Sie damit das Motiv mittig.

Schritt 3: Ausschneiden

Schneiden Sie den Karton mittig durch. Den Stern oder die Tanne schneiden Sie nun aus der einen Hälfte des farbigen Kartons aus.

Schritt 4: Kleben

Kleben Sie nun das Stück farbigen Karton z. B. mit der „Sternlücke“ linksbündig auf die bereits gefaltete weiße Klappkarte. Den ausgeschnittenen halben Stern kleben Sie so gegen die Lücke, dass es aussieht, als sei der Stern aus dem Karton herausgeklappt.

Zeitaufwand: Vorbereitung ca. 10 Minuten, Durchführung ca. 20 Minuten

Tipps: Natürlich können Sie auch andere Farbkombinationen wählen. Auch weitere Motive können per Schablone aus dem Karton gearbeitet werden, z. B. kleine Sterne. Diese können die Karten dann noch weiter verschönern. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.

Basteln Sie gemeinsam adventliche Karten

Bieten Sie an, die Grußkarten gemeinsam zu basteln. Lassen Sie Motive und Farben auswählen. Sprechen Sie während des Bastelns darüber, für wen die Karte gedacht ist.

Sie benötigen folgendes Material:

  • Foto- oder Tonkarton in Weiß, Rot und Dunkelgrün, gern auch Gold oder Silber, jeweils in der Größe A5
  • Schere
  • Klebstoff
  • Bleistift
  • Karton oder Transparentpapier zum Fertigen der Schablonen
  • Vorlagen von Tannen und Sternen zum Abzeichnen für Schablonen, natürlich auch andere Motive möglich

Wie Sie bekannte Texte einsetzen können, wenn die Ideen ausgehen

Zur Unterstützung und wenn dem Bewohner nicht so viel Persönliches einfällt, ist es schön, Texte aus Gedichten oder Liedern aufzuschreiben. Es gibt sicher Bewohner, die einige Texte noch aus der Kindheit auswendig können und Lieblingslieder und -gedichte haben. Sprechen Sie darüber und unterstützen Sie das Geschriebene mit einem hübsch gestalteten Vers.

So könnte eine fertige Karte aussehen:

Liebe Helga,

Advent
Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht hinaus, den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.
Rainer Maria Rilke

Ich wünsche Dir und Deiner Familie eine besinnliche und schöne Adventszeit.
Oft denke ich an Euch und sende Euch von Herzen die besten Wünsche,

Eure Gerda

Mit Füller und Co. wird es besonders schön

Je nach motorischen Fähigkeiten wird sich mancher Bewohner sehr darüber freuen, seine Post mit einem Füller zu schreiben. Ein Kugelschreiber oder Buntstift erfüllt natürlich auch seinen Zweck. Wichtig ist, dass der Bewohner ein Schreibgerät benutzt, das er gut führen kann. Das Schreiben sollte ihm möglichst leicht von der Hand gehen, damit er sich mehr auf den Inhalt konzentrieren kann. Sie können zuvor zuvor ein paar Schreibproben oder -übungen anbieten.

So leihen Sie den Bewohnern Ihre SchriftEs gibt Bewohner, die gern Post versenden möchten, aber selbst nicht mehr in der Lage sind zu schreiben. Bieten Sie an, die Karte oder den Brief für denjenigen zu schreiben. Dies können Sie handschriftlich oder auch per Computer mit einem schönen Schriftbild tun. Besprechen Sie vorher, was darin stehen soll. Wenn Sie geschrieben haben, lesen Sie das Gesamtergebnis noch einmal vor. Ihre eigene Unterschrift schaffen viele Bewohner, wenn auch zittrig, häufig noch selbst. Dies macht dann den Brief wieder individuell.

Für die Bastel-Muffel: Besorgen Sie gemeinsam hübsche Karten und Briefmarken

Manche Bewohner sind an gemeinsamem Basteln nicht interessiert. Hier können Sie anbieten, zusammen ein Geschäft aufzusuchen und Advents- oder Weihnachtskarten zu kaufen. Auch ein gemeinsamer Besuch eines Adventsmarktes kann hier eine schöne Idee für Anregungen und Einkäufe sein. Besorgen Sie auch direkt Umschläge und Briefmarken. Auf Wunsch können kleine passende Klebebildchen das Geschriebene kreativ abrunden. Dies wird viele Erinnerungen auslösen und sich für den Bewohner besonders anfühlen.

Lieder für passende Anregungen

Lieder zu Advent und Weihnachten:

  • „Oh, du fröhliche“
  • „Es ist für uns eine Zeit angekommen“
  • „Alle Jahre wieder“
  • „Fröhliche Weihnacht überall“
  • „Leise rieselt der Schnee“

Gedichte zu Advent und Weihnachten

  • „Der Lebkuchenmann“
  • „Die Weihnachtsmaus“
  • „Advent“
  • „Weihnacht“
  • „Knecht Ruprecht“
  • „Vom Christkind“

Gestalten Sie das Angebot über mehrere Termine

Meist werden Sie in der Praxis für die Einzelangebote nicht ausreichend Zeit haben und das Angebot in einem Mal schaffen. Machen Sie ein kleines Projekt daraus und verabreden Sie sich mehrmals mit dem betreffenden Bewohner. So stärken Sie auch die Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis, indem der Bewohner sich wiederkehrend auf ein bestimmtes Tun einlassen darf.

Beginnen Sie mit den Vorgesprächen in ruhiger Atmosphäre und sprechen Sie mit dem Bewohner ab, was Sie beim nächsten Termin tun werden. Regen Sie zu eigenem Nachdenken an. Motivieren Sie den Bewohner zu Vorfreude für das nächste Mal. Zeigen Sie ihm deutlich, dass er der Gestalter der Angebote ist.

Mit diesem Angebot schenken Sie Ihren Bewohnern besinnliche Momente

Mit diesem Einzelangebot zeigen Sie Ihren Bewohnern, dass sie in dieser anrührenden Zeit nicht allein sind. Sie vermitteln, dass diese ihren Freunden und Verwandten durchaus eine Freude machen können. Dies hebt in besonderem Maße das Wohlbefinden. Dies ist zudem nicht nur ein kleines Einzelangebot, sondern lässt sich über mehrere Angebote strecken und schafft somit eine wunderbare, länger währende gemeinsame Aufgabe. Nehmen Sie sich die Zeit, es wird sich lohnen.

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