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Blog - Demenz und Migration: Erklärfilme zu Demenz in verschiedenen Sprachen veröffentlicht

16.11.2018
Demenz und Migration: Erklärfilme zu Demenz in verschiedenen Sprachen veröffentlicht

Natürlich wissen Sie, dass die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland zunimmt. Und auch Menschen, die früher als sogenannte Aussiedler oder „Gastarbeiter“ nach Deutschland gekommen sind, werden älter und es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Demenzerkrankungen in den nächsten Jahren auch in dieser Bevölkerungsgruppe deutlich steigen wird. Schätzungen zufolge leben in Deutschland mehr als 100.000 Menschen mit Migrationshintergrund, die eine Demenz haben.

Viele Menschen mit Demenz und deren Angehörigen sind durch die Erkrankung verunsichert und fühlen sich unverstanden. Bei Menschen mit Migrationshintergrund sind diese Gefühle oft noch deutlich stärker ausgeprägt. Das Ankommen in einem für sie fremden Land war häufig begleitet von Gefühlen der Unsicherheit und Fremdheit. Durch die Demenz verstärken sich diese Gefühle. Dies wird oft als „doppelte Fremdheit“ bezeichnet.

Daher ist es toll, dass die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. die Website „Demenz und Migration“ anbietet, die alle in der Altenhilfe Tätigen und sonstige Interessierte zu den Themen Migration, Demenz, Kultursensibilität und kulturspezifische Besonderheiten informiert.

Tipp: Schauen Sie einmal auf diese Website www.demenz-und-migration.de. Bestimmt finden Sie dort wertvolle Hinweise für Ihre tägliche Arbeit.

Grundlegende Informationen für die Angehörigen

Doch nicht nur Sie als Pflege- und Betreuungskraft finden auf dieser Website wichtige Informationen zum Thema, sondern auch Ihre Pflegekunden und deren Angehörige mit einem Migrationshintergrund erhalten hier grundlegende Informationen zum Thema Demenz. Und das sogar in verschiedensten Sprachen (Türkisch, Polnisch, Russisch und Deutsch). Zudem bietet die Deutsche-Alzheimer-Gesellschaft auf dieser Website auch verschiedene Erklärfilme in den jeweiligen Sprachen zu folgenden Themenschwerpunkten an:

  • Was ist Demenz?
  • Diagnose und Behandlung
  • Vorsorge treffen
  • Kommunikation und Umgang

Fazit

Menschen mit Demenz, die einen Migrationshintergrund haben, werden überwiegend von ihren Angehörigen gepflegt und betreut. Doch die Versorgung, Betreuung und Pflege eines Menschen mit Demenz bedeutet für pflegende Angehörige eine große seelische und körperliche Belastung. Zum Beispiel nehmen durch die Demenzerkrankung Sprach- und Verständigungsschwierigkeiten zu. Angehörigen fehlt oft Wissen über die Krankheit und darüber, wo es welche Unterstützung gibt. Daher sollten Sie während Ihrer Beratungsarbeit unbedingt auf diese wertvolle Website hinweisen.

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