Verlag & Akademie

Helfen Sie Ihren demenzerkrankten Pflegekunden ein Erinnerungsbuch zu erstellen

13.03.2020

Ein Erinnerungsbuch ist so individuell wie die Lebensgeschichte eines Menschen. Suchen Sie schöne und positive Erlebnisse aus dem Leben des Erkrankten heraus. Ein Erinnerungsbuch wird nicht an einem Tag entstehen, sondern ist ein „Erinnerungsschatz“, der nach und nach wachsen wird. Wenn Sie mit dem erstellten Erinnerungsbuch arbeiten und der Mensch mit Demenz sich nicht erinnern kann oder sich falsch erinnert, korrigieren Sie ihn nicht. Es geht um eine entspannte Gesprächssituation ohne Leistungsdruck.

Für einen Menschen mit Demenz am Anfang der Erkrankung kann das Erstellen eines Erinnerungsbuches die bewusste Auseinandersetzung mit seinem Leben sein. Auch hier liegt der Fokus auf den positiven Lebenserinnerungen. In einer mir bekannten Gruppe der Früherkrankten war das Erstellen mit lebhaften Gefühlen wie Freude, Lachen, aber auch Trauer und Angst („Was werde ich wohl vergessen?“) verbunden. Die Rückmeldungen der Erkrankten waren dennoch sehr positiv: „Es hat Spaß gemacht“, „Ich habe doch eigentlich ein schönes Leben“, „Über meine Ängste zu sprechen hilft mir“, „Meine Frau und ich reden viel über die Erinnerungen“ sind nur einige Aussagen der Teilnehmer aus der Gruppe für Menschen mit frühen Symptomen einer Demenz.

Bei mittlerer und fortgeschrittener Demenz kann das Erinnerungsbuch nur mit Hilfe von An- oder Zugehörigen erfolgen. Dennoch ist es wichtig, dass Sie die Erkrankten mit einbeziehen. Die Arbeit an diesem Buch kann für alle Beteiligten viel Freude bringen. In meiner beruflichen Praxis habe ich erlebt, dass auch Erkrankte sich gern – nach ihren Möglichkeiten – aktiv beteiligen. Ich habe die Arbeit mit einem Erinnerungsbuch gern mit Fragen begonnen, wie z. B.: „Was ist mir wichtig im Leben? Gibt es schöne Erinnerungen?“

Wichtiger Hinweis: Ein Erinnerungsbuch dient nicht dem Trainieren von vergessenen Erlebnissen, sondern dem Sichtbarmachen von positiven Erinnerungen.

Vorschläge zu Inhalt und Gestaltung

Der Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Sie können einen Ringordner, einen Schnellhefter oder ein gebundenes Erinnerungsbuch erstellen. Das Format sollte nicht zu klein sein (mind. DIN A5), damit die Abbildungen gut erkennbar sind. Entscheiden Sie mit dem Erkrankten und den Angehörigen, welche Daten wichtig erscheinen und in das Buch kommen sollen.

Mögliche Grundinhalte eines Erinnerungsbuches:

  • Angaben zur eigenen Person
    • Name, Geburtstag, Wohnorte, Schule: z. B. Lieblingsfächer, berufliche Stationen,
    • eigene wichtige Ereignisse, wie z. B. Hochzeit, Hausbau, Hobbys etc.
  • Daten aus der Bindungsbiografie
    • Namen von wichtigen Bezugspersonen (auch Kosenamen),
    • Geburtstage, wichtige Ereignisse etc.
  • Namen von Haustieren
  • Urlaubserinnerungen
  • „Dinge, die ich mag“
  • Fotos lassen das Buch lebendiger wirken

Ihnen werden sicherlich noch viele weitere Ideen einfallen. Erinnerungsbücher dürfen dünn sein (nur ein paar Seiten) oder auch viele Seiten umfassen. Wichtig ist der Spaß daran für alle Beteiligten. Eine Frau mit Demenz wünschte sich z. B. Fotos ihrer früher selbst gemalten Bilder, ein anderer Herr, der das Singen im Chor liebte, den Abdruck von Lieblingsliedern.

Literaturtipp:
Jennie Powell: „Hilfen zur Kommunikation bei Demenz. Türen öffnen zum Menschen mit Demenz“, KDA (enthalten: Kopiervorlagen für ein Erinnerungsbuch)

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