Verlag & Akademie

Patientenschützer stellt Pflegedienste an den Pranger

26.09.2018

Manchmal fragt man sich, was in aller Welt ambulante Pflegedienste verbrochen haben. Haben sich bislang Patienten und Kostenträger in beispielloser Arroganz „marktgerecht“ verhalten, gesteht man ambulanten Pflegediensten dieses nicht zu. Denn der Markt hat sich endlich zugunsten der ambulanten Pflege gedreht.

Das ist nämlich die gute Seite des grassierenden Personalmangels. Die ambulanten Dienste können endlich ihre Patientenstämme nach knallharten wirtschaftlichen Kriterien auswählen. Genau die Kriterien nämlich, mit denen zu anderen Zeiten Kostenträger und Patienten gegenüber den Pflegediensten agiert haben.

Da wurden Vergütungen gnadenlos gedrückt (Kostenträger) und unverschämte Extrawürste ausgehandelt (Patienten). Das war scheinbar völlig in Ordnung. Dass Pflegedienste nun die Wende der Marktbedingung nutzen, stößt in selten da gewesener Frechheit den sogenannten Patientenschützern nun sauer auf.

So jammert Deutschlands oberster Patientenschützer Eugen Brych, dass die Leidtragenden die Angehörigen und die Patienten sind, denen gekündigt wird oder die erst gar keinen Pflegedienst finden. Brych fordert daher „klare Regeln“ für Pflegedienste. Er behauptet zur Begründung seiner Aussagen, dass Pflegedienste angeblich Preise spontan erhöhen und Pflegeverträge kurzfristig ohne Begründung kündigen.

Diese Aussagen sind bedenklich und entbehren jeder Grundlage. Zum einen hat jeder Pflegedienst seine Preisbindung an die jeweilige Vergütungsvereinbarung, zum anderen ist es überhaupt nur in Extremfällen möglich, ohne Begründung fristlos einen Pflegevertrag zu kündigen. Zudem überprüft der MDK schon seit Bestehen der Qualitätsprüfungen, ob Pflegeverträge mit Patienten abgeschlossen werden. Verschärft wurde dieses noch durch die seit 2016 durchgeführten Abrechnungsprüfungen.

Aus Sicht der Redaktion ist nur zu hoffen, dass es quer durch die Pflegedienste einen Aufschrei der Empörung gibt. Entweder haben wir einen Markt oder nicht. Wenn es keinen Markt geben soll, muss die ambulante Pflege eben konsequent verstaatlicht werden. Das wiederum bedeutet noch mehr Versorgungsengpässe, keine Innovationen und keine Investitionen. Wenn Eugen Brych das wünscht, soll er es klar formulieren und bis dahin seine unsäglichen Äußerungen schnell zurücknehmen. Bislang nämlich haben wir den obersten Patientenschützer wesentlich angenehmer erlebt.

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