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Schwarzarbeit in der Pflege wird nach wie vor totgeschwiegen

01.04.2019

Der Geburtsfehler der Pflegeversicherung, der lediglich zu einer Teilkasko-Absicherung geführt hat, lässt die Schwarzarbeit in unserer Branche blühen. Denn eine notwendige pflegerische Vollversorgung wird immer teurer und ist für immer weniger Betroffene zu bezahlen.

Wenig überraschend kam das Institut der deutschen Wirtschaft im Herbst 2018 in einer Analyse zu dem Schluss, dass Altenpfleger bundesweit und flächendeckend fehlen. Das liegt u. a. daran, dass die Zahl der Pflegebedürftigen rasant wächst – und dieses Wachstum durch steigende Ausbildungszahlen bei Weitem nicht kompensiert werden kann.

Laut einer Studie der Universität Mainz gibt es ca. 150.000 irregulär tätige ausländische Pflegekräfte in Deutschland. Davon haben bei Weitem nicht alle Arbeitsverträge, geschweige denn, dass für diese Kräfte Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden. Branchenexperten warnen daher nicht grundlos davor, dass das deutsche Pflegesystem ohne diese Kräfte längst zusammengebrochen wäre.

Weder die Politik noch die Kassen (denen ja durch Schwarzarbeit auch Beiträge entgehen) haben offensichtlich ein Interesse daran, diesen Sumpf trockenzulegen. Denn neben den umsonst arbeitenden pflegenden Angehörigen sind auch ausländische Schwarzarbeiter willkommene Helfer, um das Pflegesystem mit geringen Mitteln am Laufen zu halten.

Die Sozialforscherin Cornelia Schweppe, die im Rahmen der besagten Mainzer Studie 3 Jahre geforscht hat, wird wie folgt zitiert: „Diese Schwarzarbeit ist faktisch eine tragende Säule im Pflegesystem.“ Aus ihrer Sicht verschließen die Politik und die Behörden die Augen vor dieser Realität. Nicht zu vergessen die Krankenkassen, die sich über die Billigpflege am meisten freuen dürften.

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