Verlag & Akademie

Unternehmensberatung für die Pflegeeinrichtung

29.01.2018

Die meisten Pflegeeinrichtungen erhalten über ihren Träger oder Dachverband umfassende Beratung in vielen Angelegenheiten. Dennoch kann es manchmal Sinn ergeben, auch eine externe Unternehmensberatung für die Pflegeeinrichtung als Berater zu bestimmten Fragestellungen mit hinzuzuziehen.

Externe Berater haben den Vorteil, dass sie eine objektive Einschätzung der internen Prozesse ohne „Betriebsblindheit“ abgeben und womöglich Empfehlungen geben können, die die Einrichtung selbst bisher noch nicht angedacht hatte. Oftmals werden zur Unterstützung von Organisationsentwicklungsprozessen, zur Teambildung, aber auch zur Stärkung der Führungskräfte externe Berater mit hinzugezogen.

Externe Beratung ist teuer

Da die Beauftragung einer Unternehmensberatung allerdings mit hohen Kosten verbunden ist, sollte im Vorfeld der Beratungsauftrag behutsam sondiert und inhaltlich abgesteckt werden. So bewegen sich die Tagessätze einer Unternehmensberatung – je nach inhaltlicher Ausrichtung – schnell zwischen 800 und 1.500 € netto. Vor einer Beauftragung müssen Sie deswegen zuallererst klären, zu welcher Thematik und mit welchem Ziel ein Beratungsunternehmen engagiert werden soll.

Der Erfolg der Beratung muss messbar sein
Soll der Berater bestehende Abläufe analysieren oder sollen komplett neue Prozesse entwickelt werden? Zu diesem Zeitpunkt sollten auch bereits Überlegungen stattfinden, wie der Erfolg der Beratungsleistung hinterher gemessen werden kann.

Auswahl des passenden Beraters

Nachdem der Auftrag geklärt ist, sollten verschiedene Angebote von Unternehmensberatungen eingeholt werden. Dabei müssen die jeweiligen fachlichen Schwerpunkte der Institutionen berücksichtigt werden: Liegt der Schwerpunkt eher im Bereich „Organisation“ oder im Bereich „Qualitätsmanagement“ oder gar im Bereich „betriebswirtschaftliche Abläufe“? Vielleicht liegen auch Erfahrungen bei anderen Einrichtungen desselben Trägers oder Dachverbandes mit dem einen oder anderen Beratungsunternehmen vor. Hier sollten auch die Gesamtkosten im Blick sein: Der Einsatz eines Beraters zieht noch eine Reihe weiterer, sekundärer Kosten nach sich, die man ggf. zunächst noch nicht bedenkt (Kosten z. B. für gebundenes Personal durch Arbeitsgruppen-Sitzungen, Fortbildungen etc.).

Fühlen Sie den Beratern auf den Zahn
Nachdem die Angebote eingeholt sind, sollten persönliche Gespräche mit den möglichen Beratern geführt werden. Auch hierbei können Mitarbeiter mit dabei sein. Im Vordergrund sollte neben den inhaltlichen Fragen auch die Überlegung stehen, ob man es sich vorstellen kann, mit diesem Berater auch auf der persönlichen Ebene zusammenzuarbeiten und ob dieser aufgrund seines Auftretens bei den Mitarbeitern akzeptiert würde oder nicht. Sollten noch offene Fragen bestehen, sollten Sie diese im Rahmen des Gespräches klären. Im Anschluss an das Gespräch wird das Beratungsunternehmen der Einrichtung ein konkretes Angebot vorlegen. Achten Sie darauf, dass der Beratervertrag bestimmte Kriterien erfüllt. Welche das sind, entnehmen Sie der Checkliste.

Checkliste: Kriterien, die ein Beratervertrag erfüllen muss

Kriterien: 

  • Hat der Anbieter Erfahrung in der Beratung von Pflegeeinrichtungen?
  • Ist das Beratungsziel klar definiert?
  • Ist der Beratungsumfang strukturiert dargestellt (inhaltlicher Fahrplan, methodische Vorgehensweise)?
  • Werden Angaben gemacht, welcher zeitliche Rahmen zu welchen Konditionen (Stundensätze, Spesen etc.) für das Erreichen des Auftragsziels notwendig sein wird?
  • Welche Qualifikationen haben die eingesetzten Berater?
  • Sind Fristen benannt, bis wann der Berater Ergebnisse von Zwischenetappen benennen kann?
    Ist im Vertrag eine Austrittsklausel vermerkt, die dem Auftraggeber ermöglicht, bei längeren Beratungsprojekten aussteigen zu können? Wenn ja, zu welchen Konditionen?
  • Sorgt das Beratungsunternehmen auch für den Wissenstransfer, sodass die involvierten Bereiche und Mitarbeiter zielführend zugeschnittene Informationen erhalten?
  • Wie kann nach Beendigung des Beratungseinsatzes der Erfolg der Dienstleistung gemessen werden? Sollten Mängel nach dieser Erfolgskontrolle bestehen, muss es möglich sein, dass die Einrichtung notwendige Nachbesserungen bekommt.
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